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| MAIN MAIL AN UNS FEEDBACK AKTUELLES |
5. „Herdenbrief“ der Plattform „Wir sind Kirche“
Zehn Jahre nach dem Kirchenvolks-Begehren und nach bisher 4 „Herdenbriefen“ zu den einzelnen Forderungen wenden wir uns erneut an die Bischöfe Österreichs und den Bischof von Bozen-Brixen. Dieser 5. „Herdenbrief“ ist dem Thema „Frohbotschaft statt Drohbotschaft“ gewidmet, sozusagen der „Klammer“ über alle Forderungen des Kirchenvolks-Begehrens, und enthält zudem die bisher erschienen „Herdenbriefe“ – zur Erinnerung an sie und für einen erneuten Dialog darüber.
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Kirchenvolks-Begehren: Worte der Ermutigung
1. Die meisten Forderungen, die vor 10 Jahren das „Kirchenvolksbegehren“ aufstellte, waren schon lange vorher in vielen Synoden, beginnend von der Würzburger Synode über die Schweizer Synode bis hin zu den österreichischen Diözesansynoden, fast gleichlautend – mit Ausnahme der Priesterweihe der Frau – formuliert worden. Es ist ermutigend, dass ihr nicht allein seid, sondern viele auch schon vorher so dachten.s 2. An die gleichen Forderungen – wieder ausgenommen die Priesterweihe der Frau – wird auch heute von sehr vielen außerhalb der Plattform immer wieder in oft sehr differenzierter Form erinnert, ja in der selben Richtung sogar weitergedacht. Und das nicht nur in der Basis, sondern auch in hochrangigen theologischen ..... [Text im PDF] |
FÜR EIN LEBEN IN FÜLLE: Frohbotschaft statt Drohbotschaft Der Grundtext für den 5. „Herdenbrief“ der Plattform „Wir sind Kirche“ an die Bischöfe Österreichs und den Bischof von Bozen-Brixen ist fertig und kann per eMail angefordert werden. diesen „Herdenbrief“ mit zu gestalten, und Änderungen, Ergänzungen oder Anmerkungen zum Grundtext bis Ende Oktober 2004 an folgende Adressen zu senden: Per eMail per Post: Plattform „Wir sind Kirche”, 1090 Wien, Mosergasse 8 per Fax: 0043(0)1/315 42 00 |
" WIR SIND KIRCHE SCHRIEB" POST AN DEN VISITATOR
Sehr geehrter Herr Bischof! Download PDF datei als zip |
POST AN DEN VISITATOR ![]() (Bild: religion.orf.at) Der Apostolische Visitator DDr. Klaus Küng hat angekündigt, mit allen zu sprechen, um sich ein umfassendes Bild von der Situation in St. Pölten machen zu können. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Fragen und Anliegen zu äußern und werden diese gesammelt an Bischof Küng weiter leiten. Anonyme oder beleidigende Mails berücksichtigen wir nicht. Wenn Sie es wünschen, wird Ihr Name allerdings dem Visitator nicht bekannt gegeben. Wir bitten in diesem Fall um einen entsprechenden Vermerk in Ihrem Mail. |
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Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Abschied nehmen fällt schwer. Noch schwerer fällt mir der Abschied von einer Arbeit, von einem Einsatz, von lieben Menschen ... von all dem,
was mein Leben in den vergangenen neun Jahren geprägt hat, weil ich diese Arbeit sehr gerne und mit aller Kraft geleistet habe. |
In PUBLIK-FORUM Nr. 5 vom 12. März 2004 erschien folgender Artikel. Er betrifft die Plattform "Wir sind Kirche" genau so wie die deutsche KirchenVolksBewegung. Natürlich interessiert uns auch Ihre Meinung zu diesem Artikel. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre (möglichst kurze) Stellungnahme schicken (i.thurner@tirol.com) - und vielleicht auch einen LeserInnenbrief an Publik-Forum (redaktion@publik-forum.de) schreiben. Zur Zukunft der KirchenreformerÜberalterung und schwindende Resonanz: Die Probleme der katholischen Kirche spiegeln sich in der Kirchenvolksbewegung Von Hartmut Meesmann
Die Liste ist lang: keine Bischofswahlen durch das Volk; keine Zulassung von Frauen zum Priesteramt, noch nicht einmal zum Diakoninnenamt;
keine Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten; Rücknahme der Liturgiereform; keine wirklichen Möglichkeiten der
Mitentscheidung für Laien; keine Anerkennung homosexueller Lebenspartnerschaften, eher eine Diffamierung dieser Menschen; keine
Schwangerenkonfliktberatung mehr im staatlichen Beratungssystem; zunehmende Ausgrenzung von Reformkatholiken, ja selbst von gemäßigten Katholiken,
die in einzelnen Sachfragen wie der Schwangerenberatung, der Homosexualität, der Ehescheidung anderer Meinung sind als die Hierarchie; massive
Einforderung des Gehorsams unter Missachtung der Gewissensfreiheit der Gläubigen; Diffamierung von Theologinnen und Theologen, denen – oft ohne
Angabe von Gründen – die kirchliche Lehrerlaubnis verweigert wird; kirchenamtliche Hofierung konservativer Gruppen (nicht nur des Opus Dei)
und Ausgrenzung »linker«, befreiungstheologischer Initiativen (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel) ... |
KIRCHE IM DORNRÖSCHENSCHLAF ![]()
Fünf Jahre nach der Delegiertenversammlung
in Salzburg zum "Dialog für Österreich" hat die Plattform "Wir sind
Kirche" an alle seinerzeitigen Delegierten einen Brief gesandt und diese
um eine aktuelle Stellungnahme dazu gebeten. |
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Ein Pontifikat voller Widersprüche
Der Tübinger Theologe Hans Küng bescheinigt Papst Johannes Paul II. eine
Amtszeit voller Widersprüche. Der Papst entzog dem heute 75-jährigen
Präsidenten der Stiftung Weltethos 1979 die katholische Lehrbefugnis.
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Am 17. Oktober 1979 veröffentlichte ich eine Zwischenbilanz des ersten Amtsjahrs Papst Johannes Pauls II. Dieser in mehreren Weltblättern publizierte Artikel gab zwei Monate später den Ausschlag zum Entzug meiner kirchlichen Lehrbefugnis als katholischer Theologe. 25 Jahre Pontifikat haben meine Kritik bestätigt. Für mich ist dieser Papst nicht der größte, wohl aber der widersprüchlichste des 20. Jahrhunderts. Ein Papst vieler großer Gaben und vieler falscher Entscheidungen. Vereinfacht auf einen Nenner gebracht: Seine „Außenpolitik“ verlangt von aller Welt Bekehrung, Reform, Dialog. Im krassen Widerspruch dazu aber seine „Innenpolitik“, die auf Restauration des Status quo ante Concilium und Verweigerung des innerkirchlichen Dialogs abzielt. In zehn komplexen Problemfeldern zeigt sich diese Widersprüchlichkeit. l.
Derselbe Mann, der die Menschenrechte nach außen vertritt,
verweigert sie nach innen den Bischöfen, Theologen, den Frauen vor
allem: Der Vatikan darf die Menschenrechtserklärung des Europarates
nicht unterzeichnen; allzu viele Kanones des
mittelalterlich-absolutistischen römischen Kirchenrechtes müssten zuvor
geändert werden. Gewaltenteilung ist in der katholischen Kirche
unbekannt. In Streitfällen fungiert dieselbe Behörde als Gesetzgeberin,
Anklägerin und Richterin. Folgen: Ein serviler Episkopat und unhaltbare
Rechtszustände. Wer mit der höheren kirchlichen Instanz in einen
Rechtsstreit gerät, hat kaum eine Chance, Recht zu bekommen. Letztlich ein Desaster Für die katholische Kirche erweist sich dieses Pontifikat trotz seiner positiven Aspekte letztendlich als ein Desaster. Ein hinfälliger Papst, der seine Macht nicht abgibt - wiewohl er könnte -, ist für viele das Symbol einer Kirche, die hinter glänzender Fassade verknöchert und altersschwach geworden ist. Wollte der nächste Papst die Politik dieses Pontifikats weiterführen, würde er den ungeheuren Problemstau noch verstärken und die Strukturkrise der katholischen Kirche geradezu ausweglos machen. Nein, ein neuer Papst muss sich zu einem Kurswechsel entscheiden und der Kirche Mut zu Neuaufbrüchen einflößen - im Geist Johannes‘ XXIII. und in Konsequenz der Reformimpulse des Zweiten Vatikanischen Konzils. |