Kirchenvolkssynode 2001



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PRESSEMITTEILUNG Nr. 1 - 16. Mai 2001

Katholische Reformbewegungen aus aller Welt bereiten eine "Synode des Kirchenvolks" während der Bischofssynode im Oktober 2001 in Rom vor. Kirchenbasis erwartet vom Kardinals-Konsistorium im Mai 2001 Reform der Leitungsstruktur für das 3. Jahrtausend 

Eine "Synode des Kirchenvolks", organisiert von katholischen Reformbewegungen in der ganzen Welt, wird die Bischofssynode in Rom im Oktober 2001 begleiten. Die Bischofssynode wird Rolle und Aufgabe des Bischofs diskutieren, der in der Kirchenleitung eine Schlüsselposition für alle Kirchenglieder einnimmt.
Die Katholischen Reformbewegungen sehen das vom 21. bis 24. Mai 2001 nach Rom einberufene Außerordentliche Kardinals-Konsistorium als Vorbereitung der Bischofssynode und legen deshalb einen 7-Punkte-Katalog von Fragen vor, die von den Kardinälen behandelt werden sollten. Es besteht dringender Bedarf für eine Neuordnung der Beziehungen zwischen der Universalkirche und den Ortskirchen, für die Reform der römischen Kurie und für die Stärkung der Bischofssynoden. Papst Johannes Paul II. selber hat erst unlängst in "Novo Millenio Ineunte" diese Reformen angemahnt. Sie sind nicht nur von innerkatholischer Bedeutung, sondern auch von zentraler Relevanz für den ökumenischen Dialog und für die Zukunft der gesamten Christenheit.
Die "Schattensynode" wird durch Diskussionen im Internet, durch Umfragen und weitere Medienaktionen vorbereitet. Alle Aktivitäten münden in eine Zusammenkunft, während die Bischofssynode in Rom tagt. Es ist beabsichtigt, möglichst viele Einzelpersonen, Gruppen und Netzwerke aus der ganzen Welt in das Gespräch über die Rolle der Diözesanbischöfe und die Gewichtsverteilung zwischen den Ortskirchen und dem Vatikan einzubeziehen.
Schon mehr als 200 Gruppen und Netzwerke aus der ganzen Welt haben ihre Unterstützung zu dieser Kirchenvolkssynode zugesagt, die vom Europäischen Netzwerk "Kirche im Aufbruch" (20 Gruppen in 11 Ländern) und der Internationalen Bewegung "Wir sind Kirche" initiiert wurde.
Katholiken, die auf eine Reform der Kirche hoffen, erwarten vom Kardinals-Konsistorium Lösungsansätze, die nicht nur dem neueren theologischen Erkenntnisstand entsprechen, sondern die auch für die Kirchen der Reformation und der Orthodoxie annehmbar sind. Auch eine Reform des Petrusdienstes sollte diskutiert werden, wie sie der Papst 1995 in seiner
Enzyklika "Ut unum sint" angestoßen hat.

Weitere Informationen:
Internet: www.shadow-synod.net
Email: media@shadow-synod.net

Telefon: 
Englisch 0044-20-7235 2841 (Simon Bryden-Brook, London)
Deutsch 0043-1-3204234 (Dr. Hubert Feichtlbauer, Wien)
Französisch & Spanisch 0033-1-39490554 (Elfriede Harth, Versailles)
Italienisch 0039-02-70602370 (Vittorio Bellavite, Mailand)
Portugiesisch 00351-91 935 97 96 (Ana Vicente, Lissabon)