Erinnerungen an Karl Rahner als Konzilstheologen

19.06.2011, Franz Kardinal König

 

Diesen Vortrag hielt Franz Kardinal König am 28. Januar 1994 vor der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Er ist in Albert Raffelt (Hg.), Karl Rahner in Erinnerung, Düsseldorf 1) 1994, 149-164, abgedruckt.

 

In einigen Wochen, das heißt, am 30. März 1994 1), werden es zehn Jahre sein, daß Karl Rahner gestorben ist. In der zeitlichen Nähe eines solchen Gedenktages, im Rahmen der theologischen Fakultät von Münster - wo Rahner selbst den Lehrstuhl für Dogmatik ab 1967 bis 1970/71 zu seiner Emeritierung innehatte und wo mir gestern die Auszeichnung durch Ihre Fakultät zuteil wurde - zu Ihnen über Karl Rahner als Konzilstheologen zu sprechen, ist für mich selbst ein bedeutsamer Anlaß.

Dazu kommt noch der Umstand, daß ich durch einen Mitarbeiter und Freund Karl Rahners, das ist Ihr Professor Herbert Vorgrimler, zu diesem Vortrag eingeladen wurde. Professor Vorgrimler hat Rahners Lehrstuhl hier über ausdrücklichen Wunsch Rahners übernommen und hat ihn bis heute inne. Für mich sind die beiden Namen Rahner und Vorgrimler in besonderer Weise miteinander verbunden durch das vielbenützte Konzilskompendium, das im Laufe der Zeit eine Rekordauflage erreicht hat.

Ich wünsche meinem lieben Freund Vorgrimler - so kann ich wohl sagen - von ganzem Herzen, daß er das geistige Erbe Rahners als dessen berufener Interpret, in Verbindung mit seiner eigenen reichen Lebenserfahrung als Professor und Seelsorger, immer wieder einbringe in das geistige Ringen unserer Zeit, in die großen Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Welt in unseren Tagen.

 

Ich habe jedoch nicht die Absicht, Ihnen in einer Vorlesung Rahners großes Lebenswerk zu schildern, seine Stellung in der Theologie der Neuzeit, seinen Einfluß auf den Gang der Kirche und im geistigen Ringen unserer Tage zu erörtern; ich möchte über Rahner als Konzilstheologen sprechen. Ich möchte schlicht und einfach berichten, erzählen, warum ich den damals noch nicht so bekannten Innsbrucker Professor Rahner als Konzilstheologen nach Rom zur großen Kirchenversammlung des II. Vatikanums mitnahm. Ich will versuchen, Ihnen damit ein wenig zu zeigen, welche theologischen Ideen er mitbrachte, wie er als Konzilstheologe tätig sein konnte und welchen Einfluß er damit auf verschiedene Teile des Konzilsgeschehens hatte.

 

Bischof Lehmann meinte vor einiger Zeit: Die Geschichte des Einflusses Karl Rahners auf das II. Vatikanische Konzil müsse erst geschrieben werden. Dem stimme ich gerne zu, füge aber meinerseits hinzu: Es dürfte nicht leicht sein, den Einfluß Rahners in vielen Gesprächen auf die Kommissionsmitglieder, auf verschiedene Bischöfe aufzuspüren, die ihn in den Konzilsjahren zu verschiedenen Vorträgen in ihren Sprachgruppen einluden. Mir selbst aber ist es hier ein noch größeres Anliegen zu zeigen, wie Rahner durch das Konzilsgeschehen in seiner Gedankenwelt angeregt und selbst wiederholt beeinflußt wurde.

 

Die Ankündigung eines Konzils im Januar 1959 durch Papst Johannes XXIII. hatte eine große Überraschung ausgelöst. Sie wirkte wie ein Fanfarenstoß innerhalb und vielleicht noch mehr außerhalb der katholischen Kirche. Nach den umfassenden Vorbereitungen, der Befragung des gesamten Weltepiskopats zum Konzilsthema fand die Eröffnungssitzung am 11. Oktober 1962 statt. Es bleibt mir unvergeßlich, wie ich damals als relativ junger Erzbischof von Wien, die bischöfliche Mitra auf dem Haupt, in die Peterskirche einzog, inmitten einer kaum übersehbaren Zahl von Bischöfen aus der ganzen Welt, der verschiedenen Rassen und Sprachen. Inmitten dieser Menge zog ich in die Peterskirche ein. Das Längsschiff der Peterskirche mit den links und rechts aufgebauten langen Sitzreihen war für den Beginn des Konzils mit seinen zweieinhalbtausend stimmberechtigten Kon-zilsvätern gerüstet. Einige Sätze aus der Eröffnungsansprache des Papstes Johannes XXIII. klingen mir noch in den Ohren: Er warnte davor, sich so zu verhalten, als habe sich in der Geschichte dauernd alles zum Schlechteren gewandt. Die Bischöfe sollten nicht allein für das Interesse haben, was alt und vergangen ist, sondern wörtlich »furchtlos das verwirklichen, was die Gegenwart erfordert«. Man sollte nicht immer auf die »Unglückspropheten« hören, als ob in der Gegenwart nur Unrecht und Untergang zu registrieren wäre.

 

Aber bereits in der Vorbereitung auf das Konzil war ich entschlossen, von meinem Recht Gebrauch zu machen, einen theologischen Berater, einen Peritus zur Kirchenversammlung mitzunehmen. Ich überlegte damals nicht lange, sondern bat den mir bereits bekannten Dogmatikprofessor an der Innsbrucker Theologischen Fakultät aus dem Jesuitenorden, mein theologischer Berater beim Konzil zu sein. Ich hatte Professor Rahner näher kennengelernt in den Jahren der Kriegszeit, als er im Wiener Seelsorgeinstitut des Prälaten Rudolf ein bekannter Mitarbeiter wurde. Ich griff damals kurz entschlossen zum Telefon und teilte dies Professor Rahner in Innsbruck mit. In seiner manchmal etwas mürrischen, aber trotzdem herzlichen Art meinte er am anderen Ende des Telefons: »Ja, wie stellen Sie sich das denn vor? Ich war noch nie in meinem Leben in Rom. Es scheint, daß man gegen meine Lehr- und Schreibweise bereits Bedenken habe. Was werden also die Römer sagen, wenn ich da plötzlich als Konzilstheologe auftauche?« Rahner wußte, daß er auch in seinem Orden in Rom bereits Gegner hatte angesichts seiner neuen Art, Theologie zu betreiben. Trotz der Bedenken und Einwände hat er dann auf mein Zureden hin meine Einladung doch angenommen.

 

Für mich war es damals nicht unwichtig, zu wissen, daß sich Rahner ab 1934, das heißt, zwei Jahre nach seiner Priesterweihe, als Schüler des Freiburger Philosophen Heidegger, mit philosophischen Fragen, vor allem auch mit der zeitgenössischen Geistesgeschichte auseinanderzusetzen hatte. Martin Heidegger, der Nachfolger auf dem Lehrstuhl von Edmund Husserl, war als Begründer der Existenzphilosophie damals bereits bekannt. Durch sein Bemühen, die abendländische Ontologie mit seiner Lehre vom Sein neu zu begründen, übte er eine beachtliche Anziehungskraft aus.

 

In den Jahren nach dem Krieg - ich war damals Religionslehrer und Studentenseelsorger - erzählte mir Rahner gelegentlich, daß er bei Heidegger nicht zuletzt gelernt hätte, daß es nicht nur darauf ankomme, was man sagt, sondern vor allem auch, wie man es sage. In dieser Hinsicht ist der spätere Dogmatiker, mit seiner Selbsttranszendenz, mit seiner theologischen Anthropologie, zumindest unbewußt, so scheint mir, von Heidegger beeinflußt worden.

 

Nicht alle Bischöfe hatten als Konzilsteilnehmer die Absicht, einen theologischen Berater mitzunehmen. Meine Absicht war es, einen Mitarbeiter für die vorzubereitenden Texte, für die Diskussionen und Konferenzen zu gewinnen. Er sollte mir, so dachte ich mir damals, einerseits helfen, die größeren Zusammenhänge besser zu erkennen; andererseits sollte er helfen, die Glaubenslehre, die christliche Weltanschauung so darzustellen, daß sie vor allem die Menschen von heute trifft und nicht an ihnen vorbeigeht. Das Grundanliegen Rahners war der Mensch sowie der Dienst der Theologie an der Seelsorge. Es käme, so meinte er - und das war auch meine Meinung - nicht nur darauf an, etwas Richtiges zu sagen, das zu wiederholen, was andere bereits in schönen Sätzen und Formulierungen zu Buch gebracht hatten, sondern es so zu interpretieren, daß wir mit der Glaubensbotschaft auf die Menschen von heute zugehen und es ihnen so darlegen, daß sie es auch verstehen können. Denn der Auftrag des Auferstandenen lautete nicht, den Glauben hinter verschlossenen Türen zu bewahren und zu hüten, sondern: »Geht hinaus in alle Welt und verkündet die Frohe Botschaft!«

 

Die in der Vorbereitungszeit ausgesandten zahlreichen Entwürfe und Vorschläge für das Konzil sah Rahner für mich durch und beurteilte sie sehr kritisch. So meinte er zum Beispiel einmal in Bezug auf die Verfasser dieser vorbereiteten Texte in einem seiner Briefe an mich folgendermaßen: »Die Verfasser [dieser Textentwürfe] haben bestimmt noch nie die Nöte des bekümmerten Atheisten und Nichtchristen gelitten, der glauben will und meint, nicht glauben zu können.« - Bei einer anderen Gelegenheit schrieb er mir: »Nein, diese Schemata [Entwürfe] tun nicht alles, was man tun kann; sie sind die Elaborate der gemächlich Sicheren, die ihre Selbstsicherheit mit der Festigkeit des Glaubens verwechseln ... es sind die Elaborate von guten und frommen Professoren ... selbstlos, aber einfach der Situation von heute nicht gewachsen.« - Es gab aber auch Textentwürfe, die vor dem kritischen Urteil Rahners wohl standhalten konnten.

 

Im Frühjahr 1962, also einige Monate vor Konzilsbeginn, ergab sich für mich plötzlich eine Schwierigkeit: Der damalige Erzbischof von München, Julius Döpfner, der Rahner bei einem Vortrag kennengelernt hatte, versuchte ohne mein Wissen, an Rahner heranzutreten, um ihn ebenfalls als Konzilstheologen einzuladen. Rahner war zunächst etwas unsicher, ob er nicht dieses Angebot des Münchner Kardinals und des deutschen Episkopates annehmen sollte. Auf meinen Einwand, daß alle österreichischen Bischöfe mit Freude wahrgenommen hätten, daß Karl Rahner als mein Konzilstheologe nach Rom ginge, hat er sich dann doch für Österreich entschieden: Am 17. April 1962 schrieb er mir unter anderen: Nach einer klärenden Aussprache mit Kardinal Döpfner könne er mir mitteilen: »Somit kann ich mit Dank die Aufforderung Eurer Eminenz annehmen, als Konzilstheologe mit nach Rom zu gehen. Ich danke Ihnen und der ganzen österreichischen Bischofskonferenz für diesen ehrenvollen, wenn auch mühsamen Auftrag.« 2)

 

Rahner hatte sich der mühsamen Aufgabe unterzogen, alle Textentwürfe, die von den vorbereitenden Kommissionen erstellt wurden und jeweils den Bischöfen zur Begutachtung zugesandt worden waren, kritisch durchzusehen und mir darüber zu berichten. In Rom war anfangs eine spürbare Zurückhaltung des damaligen Kardinals Ottaviani, des Präfekten des Heiligen Offiziums, heute der Glaubenskongregation, zu spüren. Rahner wurde trotz allem Mitglied der Internationalen Theologischen Kommission, die als wichtigste der vom Konzil selbst aufgestellten zehn Kommissionen galt. Als offizielles Mitglied der Theologischen Kommission (theologischer Berater, Peritus) - was an sich keine Selbstverständlichkeit war - arbeitete Rahner an entscheidender Stelle mit: an der dogmatischen Konstitution über die Kirche (Lumen Gentium), - am Dokument über die göttliche Offenbarung (Dei Verbum) - und war daher viel beschäftigt mit den Änderungsvorschlägen aus den Plenar-sitzungen, die es zu begutachten bzw. einzuarbeiten galt. Rahner arbeitete auch an dem umfangreichen Dokument Kirche und Welt mit. Seine Mitarbeit wurde in den Kommissionen immer mehr geschätzt, und sein theologisches Grundanliegen wurde so weithin bekannt. In sehr bescheidener Weise meint Rahner dazu selbst: »wenn - nicht nur ich - aber wenn gewisse Theologen am Anfang des Konzils nicht ein gutes Einvernehmen mit den Bischöfen gehabt hätten, wären vielleicht nach menschlichem Ermessen die Weichen ganz anders gestellt worden, als es de facto dann geschehen ist.« 3) Dies ist auch der Grund, warum praktisch keiner der zahlreichen vorkonziliaren Textentwürfe vom Konzil angenommen wurde.

 

Bereits während der ersten Konzilssession konnte ich feststellen, wie Rahner sich in lebhaften Gesprächen mit Kardinal Ottaviani unterhielt. Kardinal Ottaviani hatte alle Bedenken, die er eventuell vorher noch hatte, bereits zurückgestellt. Für mich selbst war Rahner ein bewährter Mithelfer, wenn es darum ging, meine Reden auf dem Konzil vorzubereiten und die Diskussionsbreite abzustimmen.

 

Damit versuche ich, Rahners engagierte Teilnahme am konziliaren Geschehen und nicht zuletzt den Einfluß des Konzils auf Rahners Gedankenwelt kurz zu skizzieren, durch eine Antwort auf drei Fragen:

 

1. Wie beurteilte Rahner selbst in der nachkonziliaren Zeit die Bedeutung des Konzils?

2. Wie weit ist Rahners Vorstellung vom »anonymen Christen« durch das Konzil motiviert?

3. Wie sieht Rahner die Kirche auf dem Weg ins dritte Jahrtausend?

 

1.    Wie beurteilte Rahner selbst in der nachkonziliaren Zeit die Bedeutung des Konzils?

 

In seinen Schriften zur Theologie, Band 14, aus dem Jahr 1980 geht Rahner in einem eigenen Beitrag auf die bleibende Bedeutung des Konzils etwas ausführlicher ein 4), und dies erfolgte etwa fünfzehn Jahre danach. Eine solche Frage, welche Bedeutung das Konzil für die Kirche habe, so meinte er, gehe alle Christen an, denen die Kirche noch etwas bedeute.

Manche seiner Gedanken, die er in diesem Zusammenhang formuliert, finde ich als seinerzeitiger Konzilsteilnehmer sehr originell und zutreffend. In Rahners Sicht hat das Konzil der Kirche als Ganze neue Aufgaben gestellt und bedeutete damit eine neue Herausforderung. Für ihn - und ich muß hier ganz persönlich voll zustimmen - ist die Kirche auf dem Konzil zum ersten Mal als Weltkirche in Erscheinung getreten; das letzte Konzil war so der erste Akt in der Kirchengeschichte, mit dem die Kirche sich als Weltkirche deklarierte, in der sie »amtlich« als solche gehandelt hat. Sie sei als eine bisher »europäisch-abendländische Kirche mit europäischen Exporten in alle Welt« durch das letzte Konzil eine Weltkirche geworden. Wörtlich meinte Rahner: »Diese Weltkirche hat in der Dimension der Lehre und des Rechts auf dem letzten Konzil zum ersten Mal in geschichtlichen Deutlichkeit gehandelt.« 5) Das hätte sich gezeigt durch die Anwesenheit eines Weltepiskopates wie früher nie zuvor; das zeigte sich in der Vielfalt der Rassen, Sprachen und Kulturen, die über alle Kontinente entsprechend verteilt waren. Im Gegensatz dazu sei es beim Ersten Vatikanum vor ca. 100 Jahren »ein in alle Welt exportierter Episkopat von europäischen Missionsbischöfen« 6) gewesen.

 

Das heißt also: Die Weltkirche als solche trat damals in Erscheinung durch die Aufhebung der lateinischen Kultsprache; das zeigte sich durch ihr Bekenntnis zur Religionsfreiheit, das heißt, zur Ab-lehnung jedes staatlichen Zwanges und Einflusses. Das zeigte sich in dem Dokument Gaudium et Spes mit dem neu geordneten Verhältnis der Kirche zur Gesellschaft, zur Wissenschaft, zu allen anderen Lebensbereichen. Die Kirche hat es aufgegeben, in manchen Ländern Staatskirche zu sein und gab damit zugleich ein Stück Macht auf.

 

Die »Theologie des Konzils«, wie sie sich im Verlaufe der Zeit infolge der Beschäftigung mit den Konzilsthemen auf Weltebene entwickelte, war biblischer orientiert als die bisherige Neuscholastik. Sie war etwas nüchterner und übte eine Bremswirkung aus auf manchen theologischen Überschwang früherer Zeiten. Eine solche Theologie wollte zeigen, daß es nicht nur auf das Dogma in der Kirche ankomme, sondern auch auf alles andere, was theologisch dazu zu sagen wichtig sei. Mit einem Wort: Die von Rahner selbst als Theologie des Konzils bezeichnete Theologie versuchte, jene defensive Einstellung des 19. Jahrhunderts zu überwinden; versuchte, die Probleme der Zeit mitzubedenken, und damit die größeren Zusammenhänge des christlichen Welt- und Menschenbildes verständlicher zu machen. Für Rahner ist es daher mehr oder weniger selbstverständlich, daß sich im Laufe der Zeit auch außerhalb Europas eigenständige Theologien in den anderen Kulturkrei-sen und Kontinenten entwickeln würden. Die Theologie der Befreiung in Südamerika war für ihn bereits ein Beispiel dafür.

 

Das II. Vatikanum brachte auch, im Sinne Rahners, eine Zäsur in Bezug auf die Geschichte des Verhältnisses der katholischen Kirche zu den anderen nichtkatholischen christlichen Kirchen, wie auch zu den nichtchristlichen Religionen.

Keine andere Religion setzt sich selbst so absolut wie das Christentum, welches als eine und einzige Offenbarung des lebendigen Gottes in Christus bekannt und gelebt wird. Früher waren die anderen Religionen solche eines anderen Kulturkreises, am Rande des eigenen Lebensbereiches. Die anderen Religionen waren daher kaum eine Frage an die einzelnen Christen. Heute ist das anders; jeder ist heute Nachbar und Nächster infolge unserer planetarisch gewordenen Kommunikation. Jede Religion, so könnte man sagen, ist heute eine Frage für jeden geworden und ist so auch eine Herausforderung des endgültigen Anspruchs der Christen.

 

Eine Antwort der Religionswissenschaft lautet einfach: Die Geschichte der Religionen in unserer Welt ist heute ein Hinweis auf die in jeden Menschen hineingeschriebene Selbsttranszendenz, ein Hinweis auf ein letztes Geheimnis, aus dem wir kommen und wohin wir gehen. Daher führt heute die Religionswissenschaft, nicht die Dogmatik allein, zu der Frage: »Wer ist Jesus Christus - ist er nur ein großer Mensch oder der Sohn Gottes?«

 

Die Kirche als Ursakrament eröffnet daher neue Perspektiven auf der Weltebene, inmitten der Religionen. Der Dogmatiker ist damit in der Lage, auf neue Zusammenhänge hinzuweisen. Rahner deutet dies an mit den Hinweis auf Paulus auf dem Areopag, der seinen Zuhörern sagte: »Was ihr nicht kennt und doch verehrt, das kündige ich euch.« Und Rahner fügt hinzu: Die Offenbarung Christi und der damit gegebene Anspruch ist etwas Neues in der Geschichte der Menschen. Es ist der Hinweis auf den allgemeinen Heilswillen Gottes, der keinem Kulturkreis allein verhaftet ist.

 

Das Konzil habe daher - so Rahner - eine »neue Haltung gegenüber den anderen Christen und ihren Kirchen und gegenüber den nichtchristlichen Weltreligionen ausdrücklich angenommen« 7). Das Konzil habe damit den Heilspessimismus eines Augustinus überwunden. Es sei ein langer und schwieriger Prozeß gewesen, der dazu führte, daß heute nach der Lehre des Konzils die Zahl der Geretteten nicht mehr identisch ist mit denen, die sich innerhalb der christlichen Kirche befinden.

 

Es ist fast ergreifend, wie Rahner in einem solchen Zusammenhang über die bleibende Bedeutung des letzten Konzils spricht: »Die Kirche ist auf diesem Konzil neu geworden, weil sie Weltkirche geworden ist, und sie sagt als solche an die Welt eine Botschaft, die, obzwar dies immer schon der Kern der Botschaft Jesu war, heute doch bedingungsloser und mutiger als früher, also neu verkündigt wird. In beider Hinsicht, im Verkündiger und in der Botschaft ist etwas Neues geschehen, das irreversibel ist, das bleibt. Ob wir in der dumpfen Bürgerlichkeit unseres kirchlichen Betriebes hier und jetzt dieses Neue ergreifen und leben, das ist eine andere Frage. Es ist unsere Aufgabe. 8)

 

2.    Wie weit ist Rahners Vorstellung vom »anonymen Christen« durch das Konzil motiviert?

 

In Verbindung mit dem Heilsoptimismus, wie er auf dem Konzil des öfteren seinen Ausdruck gefunden hat, erhielt das Stichwort vom »anonymen Christen« eine neue Dimension. Rahner hatte sich bereits früher des öfteren mit der Frage der »anonymen Christen« beschäftigt. A. Röpers Buch vom anonymen Christen, das mit Konzilsende erschien und in verschiedene Sprachen übersetzt wurde, hatte eine neue Diskussion in Gang gesetzt und verschiedene negative Kommentare ausgelöst. Im 10. Band seiner Schriften zur Theologie (1970) nimmt Rahner noch einmal ausführlicher aus der Sicht des Konzils zum »anonymen Christen« Stellung. 9) Rahner selbst hat den Ausdruck vom »anonymen Christen« nicht für wesentlich gehalten und meinte, solange man nicht in der Lage wäre, ein besseres Wort dafür zu finden, wolle er es beibehalten. Und ich füge hinzu: Ich kann verstehen, daß der Ausdruck »anonymer Christ« von vielen als irreführend abgelehnt wird. Aber das, was Rahner damit meint, so meine ich, weist auf die neue Sicht eines Ursakramentes der Kirche hin, weist hin auf die neue Bedeutung des interreligiösen Dialogs. Das Anliegen selber aber kommt aus der seelsorglichen Einstellung Rahners, aus seinem Interesse am Schicksal der Menschen auch in den anderen Religionen.

 

Die damit verbundene Diskussion veranlaßte Rahner, ausdrücklich auf Artikel 16 der Konzilskonstitution Lumen Gentium hinzuweisen, wo es heißt: »Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluß der Gnade in der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen.« Für Rahner ist es aber dann wichtig, darauf hinweisen zu können, daß im darauffolgenden Satz des Konzilstextes auch auf den schuldlosen Atheisten Bezug genommen wird, auf den dieser Sachverhalt ebenfalls zutreffe. Im Dokument Nostra Aetate heißt es ausdrücklich, daß auch jene, die in Schatten und Bildern den unbekannten Gott suchen, dem wahren Gott nicht ferne sind. Denn er will ja, daß alle Menschen gerettet werden, wenn sie sich nur bemühen, ein rechtes Leben zu führen.

 

Der theologische Gedanke von einem universalen Heilswillen Gottes hatte bereits einen langen Weg hinter sich: Eine solche Zuversicht des Heiles findet sich bereits bei Ambrosius mit seiner Vorstellung von den ungetauften Katechumenen; dieser Weg führt über das Votum Ecclesiae im Mittelalter und im Konzil von Trient bis hin zum Votum implicitum von Kirche und Taufe bei Pius XII. In einem solchen größeren Zusammenhang meint Rahner, daß das II. Vatikanum die Heilsmöglichkeit des Nichtchristen positiver gefaßt hätte; wenn es auch hinzufügt, daß ein solches Heil auf Wegen erfolge, die Gott allein bekannt sind.

 

Für Rahner ist es daher wichtig, darauf aufmerksam zu machen, daß von einer solchen »Korrektur« einer bisher mehr oder weniger einheitlichen Schultheologie jetzt auch die Atheisten nicht ausgenommen seien; dabei wird auch die bisher übliche Unterscheidung von positivem und negativem Atheismus nicht mehr verwendet. Die einzige Grenze ist daher, aus einer solchen Sicht, die gehorsame Treue zum eigenen Gewissen. Aus diesem Grund ist für Rahner die Zuversicht in der Heilsfrage eines der »bemerkenswerten Ergebnisse« des II. Vatikanums. Er habe sich gewundert, so fügte er hinzu, welch geringe Kontroverse solche Aussagen während des Konzils ausgelöst hätten; »wie wenig auch der konservative Flügel des Konzils in diesem Punkte Widerstand leistete, wie all dies ohne jedes Aufsehen über die Bühne ging, obwohl diese Lehre eine viel entscheidendere Phase der Entwicklung des kirchlichen Glaubensbewußtseins markiert, als etwa die Lehre von der Kollegialität der Bischöfe in der Kirche, über das Verhältnis von Schrift und Tradition, über die Rezeption der neuen Exegese usw.« 1O)

 

Ohne auf die heute aktuelle und interessante Diskussion über eine Theologie der Religionen hier einzugehen (vgl. M. Seckler in Tübingen) ist diese These Rahners, vor allem auch in Verbindung mit dem kurzen Konzilstext Nostra Aetate für jeden Religionshistoriker bedeutsam geworden. Die Auseinandersetzung des Christentums mit den nichtchristlichen Religionen hat mit dem II. Vatika-num auf Weltebene ihren Anfang genommen.

 

3.    Wie sieht Rahner die Kirche auf dem Weg ins dritte Jahrtausend?

 

Im Jahr 1984, also in seinem Todesjahr, veröffentlichte Rahner in seinen Schriften zur Theologie Überlegungen zu einer Pastoral, »wie sie als Folge eines neuen Bewußtseins der Weltkirche« sich ergeben müsse 11). In seinen Überlegungen über die Zukunft der Kirche bezieht er sich zunächst auf die internationale Struktur des Vatikans, der römischen Kurie, wie sie seit Paul VI. in die Wege geleitet wurde; seine Frage lautete: Wie weit sind in der Verwaltung und Organisation der Kirche die Zurüstungen für das dritte Jahrtausend schon vorhanden?

 

Damit nimmt er auch Bezug auf die Mitverantwortung aller Bischöfe, des Bischofskollegiums, wie sie im Kirchendokument ausführlich als Ergänzung des Ersten Vatikanums behandelt wurde. Dabei weist er mit Recht darauf hin, daß der Jurisdiktionsprimat des Bischofs von Rom nicht einfach auf die sogenannte römische Kurie ausgedehnt werden könne. Denn der für eine Weltkirche notwendige Apparat hat, bei aller Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Papst, sein eigenes Leben, seine eigenen pastoralen und kirchlichen Auffassungen, die sich nicht immer einfach dem päpstlichen Jurisdiktionsprimat unterordnen. Daher nimmt Rahner immer wieder Bezug auf das collegium episcoporum; auf dem Konzil trat dieses ja sehr eindrucksvoll, in Verbindung mit dem Papst, in Erscheinung.

 

Die Schwierigkeiten beginnen aber gerade dann, wenn dieses Kollegium der Bischöfe nach dem Konzil, über die ganze Welt zerstreut, weder geographisch noch zeitlich in irgendeiner Form als Kollegium, auch außerhalb des Konzils, in Erscheinung treten kann. Daher ergibt sich dann die Gefahr, daß in einem solchen Fall de facto, aber nicht de iure, die Aufgabe des Weltepiskopates in einem gewissen Umfang vom zentralen Apparat wahrgenommen und übernommen wird.

 

Mit einer solchen Feststellung ist nur die Schwierigkeit aufgezeigt, aber noch keine Lösung in Sicht. Auch dürfen wir hier nicht bei einer europäischen Überlegung stehenbleiben, sondern müssen vor allem auch die Ansichten der außereuropäischen Kontinente und Kulturkreise mitbedenken. Die bevorstehende panafrikanische Konferenz wird ein interessantes Beispiel in diesem Zusammenhang sein.

 

Auf dem Weg in die Zukunft wird die bereits begonnene Frage der Inkulturation immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wie Ihnen bekannt ist, ist es der jetzige Papst Johannes Paul II. selbst, der bei seinen Ansprachen und Reisen darauf hinweist, daß christlicher Glaube sich in den verschiede-nen Kulturen der Weltkirche einwurzeln müsse.

 

»Überall«, so stellt Rahner fest, »beobachtet man Schwierigkeiten und Lösungsversuche für die Frage, wie die Einheit der Kirche mit einem legitimen Pluralismus der Teilkirchen [Kulturen] vereinbart werden kann, so daß sich die Kirche wirklich als Weltkirche vollzieht und darstellt.« 12) Mit anderen Worten könnte man auch sagen: Wie wird die Kirche, wie wird die katholische Christenheit in Zukunft die Spannungen verkraften, die sich aus der Einheit in Vielfalt bzw. der Vielfalt in der Einheit ergeben? Diese neue Herausforderung der Weltkirche ist, nach Rahner, durch die neu werdende Einheit des Menschengeschlechts, durch die Einheit globalen Planens und Handeins, besonders aktuell geworden.

 

Aber auch innerhalb unserer Kirche gibt es ähnliche Spannungen und Herausforderungen. Während sie bisher gesehen wurde als der »unerschütterliche Turm in der Brandung der Zeit« - stat crux dum volvitur orbis -, ist in der nachkonziliaren Diskussion von manchen Kreisen besorgt festgestellt worden: Durch das Konzil sei vieles in Frage gestellt worden, vieles verunsichert worden. Nicht wenige hätten daher das bittere Gefühl, von der Kirche im Stich gelassen worden zu sein. 13) Wenn man in einem solchen Sinn von »konservativ« spricht, so ist das wohl auch positiv zu verstehen als Sorge um den rechten Weg und die Kontinuität in der Kirche.

 

Bei all dem legt Rahner großen Wert darauf, den Unterschied deutlich zu machen zwischen dem, was in der Kirche unveränderlich und unwandelbar ist; es ist dies der durch Schrift und Tradition festgelegte Offenbarungsglaube. Andererseits aber: Wandelbar ist in der Kirche das Bemühen, einer Welt im Wandel in der Sprache der Zeit diese Frohe Botschaft zu verkünden und zu erklären. Folgende Stelle bei Rahner macht dies sehr deutlich: »Die Kirche ist nicht das endgültig festgebaute und möblierte Haus, in dem es nur den Wandel der es bewohnenden Generationen gibt, sondern eine lebendige Wirklichkeit, die selbst eine Geschichte gehabt hat und noch immer hat.« 14) Von diesem Wandelt handelt schließlich auch die Kirchengeschichte.

 

Zu all dem stellt Rahner fest: »Die Kirche hat sich im II. Vatikanum ausdrücklich und laut zu ihrer Weltverantwortung, zu ihrer Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt bekannt.« 15) In dieser Hinsicht hätte sie in den letzten Jahrzehnten viel getan. Und er fahrt dann fort: »Hat die Kirche heute den Mut, auch konkretere Forderungen für soziale Veränderungen, für den Frieden und für die Abrüstung zu erheben, auch wenn dann solche auf Ablehnung innerhalb der Kirche selbst, vor allem bei den Politikern, stoßen?« 16)

 

An dieser Stelle möchte ich übrigens hinweisen auf die ganz große Bedeutung der beiden Assisi-Treffen, zu denen der gegenwärtige Papst eingeladen hatte. Das erste Mal war es das Treffen der Weltreligionen, um damit die Verantwortung für den Weltfrieden zu unterstreichen. Das zweite Mal, vor etwa einem Jahr, waren es die drei monotheistischen Religionen, die zum Gebet um den Frieden eingeladen waren.

 

Zu dem, was der Konzilstheologe Rahner uns heute immer noch in einer sehr engagierten Weise vermittelt, lassen Sie mich noch einige persönliche Bemerkungen anfügen:

 

Alle Konzilien reflektieren auf ihre Weise das Ringen um die Einheit der Kirche. Es ist jene Sorge um die Einheit der Kirche, die Christus wollte und die er seinen Aposteln ans Herz legte. So war es zum Beispiel bereits das Anliegen des ersten Ökumenischen Konzils zu Nicäa (325), bei dem es um die drohende Kirchenspaltung durch Arius ging. Bereits damals bemühte man sich aber auch, in der Einheit die Botschaft des Evangeliums der Zeit verständlich zu machen. Alle Beschlüsse, die auf den 21 ökumenischen Konzilien gefaßt wurden, wirkten und wirken so in die jeweils nähere und fernere Zukunft. Sie wirken aber auch hinein in die staatlichen und gesellschaftlichen Bereiche. Aus einer solchen Sicht hat auch das II. Vatikanum eine besondere Bedeutung für die Zukunft der Kirche, für unsere eigene Zukunft: Die zur Weltkirche herangewachsene, christliche Glaubensgemein-schaft hat so die Defensivhaltung des 19. Jahrhunderts mit dem Syllabus überwunden und sich damit dem Dialog mit der Welt geöffnet.

 

Als Papst Paul VI. nach New York reiste und zu den Vereinten Nationen sprach, hieß es, dies sei ein völlig neuer Typus eines Papstes, der hinaus ging, um die Welt zu treffen. Es war aber auch, so füge ich hinzu, der Ausdruck eines neuen Kirchenbewußtseins, wie es sich mit dem II. Vatikanischen Konzil immer stärker manifestierte.

 

Johannes Paul II. meinte vor einiger Zeit, daß Johannes XXIII. das II. Vatikanum in »prophetischer Voraussicht« einberufen hatte und daß die Kirche einen »gewaltigen Sprung nach vorne« getan habe. Dieser gewaltige Sprung der Kirche nach vorne im letzten Konzil hat auf drei Gebieten eine Art Barriere überwunden: Einmal war es die Isolierung vom Volk durch die liturgische Erneuerung; dann war es die Isolierung von den getrennten Christen durch das neuentfachte ökumenische Interesse; und schließlich war es die Isolierung der Kirche, vor allem seit dem 19. Jahrhundert, von der Welt.

 

Wenn die Kirche mit dem letzten Konzil einen gewaltigen Sprung nach vorne getan hat, so ist es vor allem auch das kaum überschaubare Erbe Karl Rahners, der uns stets aufs neue ermutigt, uns den Herausforderungen der Zeit zu stellen und den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, ohne durch übertriebene Kritik verunsichert, in Mutlosigkeit steckenzubleiben. In diesem Zusammenhang wiederhole ich aus den Gebeten Rahners einen Satz aus seinem Gebet für die Kirche:

 

»Für die Kirche soll ich beten, mein Gott. Ich tue es ja jeden Tag bei der Feier des Abendmahls Jesu. Mein Glaube kann doch nur leben in der Gemeinschaft derer, die zusammen die Heilige Kirche Jesu bilden. Und darum ist (neben vielem anderen) für mein Heil unerläßlich, daß sie auch wirklich die Heimat und Grundfeste meines Glaubens sein kann. « 17)

 

Für dieses Beispiel seines Lebens und das Beispiel seines Werkes möchte ich Karl Rahner herzlich danken.

 

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1 Vortrag am 28. Januar 1994 vor der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.

2 Aufbruch im Konzil (Themenheft Nr. 6): Entschluß 43 (1988), 24. Große Auszüge aus den Konzilsgutachten für mich sind aufgenommen in: K. Rahner, Sehnsucht nach dem geheimnisvollen Gott, Freiburg 1990, 95-165.

3 Vgl. K. Rahner, Erinnerungen, hg. v. M. Krauss, Freiburg 1984, 90.

4 K. Rahner, Die bleibende Bedeutung des II. Vatikanischen Konzils, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 14, Zürich 1980, 303-318.

5 Ebd., 304.

6 Ebd.

7 Ebd., 313.

8 Ebd., 318.

9 Vgl. K. Rahner, Bemerkungen zum Problem des »anonymen Christen«, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich 1970, 531-546.

10 Ebd., 536 f.

11 K. Rahner, Perspektiven der Pastoral in der Zukunft, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 16, Zürich 1984, 143-159.

12 Ebd., 147.

13 .Vgl. K. Rahner, Kirche im Wandel, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 6, Einsiedeln 1965, 455 f.

14 Ebd., 476.

15 K. Rahner, Perspektiven der Pastoral in der Zukunft, a.a.O., 155.

16 Ebd.

17 K. Rahner, Gebete des Lebens, Freiburg 1984, 141.

 

 

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