IMWAC- Treffen in Wien vom 13. - 15. März
Familiensynode und 50 Jahre II. Vatikanisches Konzil im Mittelpunkt

Beim diesjährigen IMWAC-Council-Treffen standen Überlegungen zur Begleitung der Familiensynode im Mittelpunkt. Die Delegierten entschieden sich für drei besonders wesentliche Forderungen, die IMWAC im Rahmen der Synode einbringen wird:

  •  einen offenen und einfühlsamen Umgang mit Wiederverheirateten und mit Familienformen, die nicht den engen Maßstäben der röm-kath. Lehre entsprechen (kein genereller Ausschluss von den Sakramenten),
  •  ein respektvolles und nicht diskriminierendes Verhältnis zu Homosexualität und Transgender,
  •  sowie ein grundsätzlich neues Verstehen von Sexualität und Lebensweitergabe als Marksteine einer Weiterentwicklung kirchlicher Morallehre.

Stark kritisiert wurde, dass bei der Synode, die sich mit dem Thema Familie und Sexualität befasst, ausschließlich zölibatär lebende Bischöfe stimmberechtigt sind. Ein entsprechendes Schreiben geht an den Synodensekretär Kardinal Baldisseri. 

 

Ein weiteres wichtiges Thema war das Internationale Treffen von Reformgruppen im November 2015 anlässlich 50 Jahre Ende des II. Vatikanischen Konzils: COUNCIL 50 soll Menschen aus allen Kontinenten zusammenbringen und zeigen, welche Früchte das Konzil bisher getragen hat und wie sehr die katholische Kirche dabei ist, in die Visionen des Konzils hineinzuwachsen. Das Konzil ist nicht abgeschlossen!

 

Beim diesjährigen Treffen der Mitgliedsgruppen der Internationalen Bewegung Wir sind Kirche (IMWAC) kamen 20 Vertreterinnen und Vertreter aus 12 Ländern in Wien zusammen. Als Gäste nahmen der Vorsitzende der Laieninitiative Österreich Dr. Herbert Kohlmeier sowie dessen Stellvertreter Prof. Dr. Heribert Köck sowie der Gründer und Vorsitzende der Priesterinitiative Helmut Schüller und (zumindest kurz) der Vorsitzende der „Priester ohne Amt“, Herbert Bartl teil. Mitglieder der Wiener Gruppe von Wir sind Kirche hatten bei der Organisation geholfen und waren auch während der Tagung dabei. 

 

Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen wurde Sigrid Grabmeier vom deutschen Bundesteam der deutschen Wir-sind-Kirche-Bewegung zur neuen Vorsitzenden gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Martha Heizer aus Österreich.  Für die weiteren Aufgaben im Vorstand wurden  Christian Weisner aus Deutschland als Mediensprecher, Valerie Stroud aus England als Webmaster bestätigt.  Colm Holmes, Irland, wird als Finanzbeauftrager und Jean Pierre Schmitz, Frankreich, als Verbindungsmann zu Reformgruppen in Asien und Afrika fungieren. Dabei wird ihm Mauro Castagnaro aus Italien für die Kontakte nach Südamerika zur Seite stehen.

 

Der Eucharistiefeier stand Helmut Schüller vor. Seine Predigt war anregend und wird in Erinnerung bleiben.

TeilnehmerInnen, die bereits vor Beginn angekommen waren, führte Margaret Gottfried-Rutte durch die Kunstkammer im Kunsthistorischen Museum, die allgemeines Erstaunen und Bewunderung auslöste.

 

Beim abendlichen Heurigen (und nicht nur dort) war auch Gelegenheit zu privaten Gesprächen, denn immerhin war das Treffen – wie Erik aus Schweden es nannte – „wie ein Familienfest !"      (MH)

 

 

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