Kirche im Aufbruch
Der Weg zum Konzil Kardinal König Bibliothek Band 1

12.12.2012

 

Es ist das erste Buch einer ganzen Reihe, die entstehen soll: Kardinal König Bibliothek. Die Autoren werden neben Walter Kirchschläger, der em. Wiener Weihbischof Helmut Krätzl und die Leiterin des Kardinal König Archivs in Wien, Annemarie Fenzl, sein.

 

Im ersten Band geht Kirchschläger der Vorgeschichte des Konzils nach. Er berichtet von der Wahl Johannes XXIII., der Kardinalsernennung von Franz König, dem Verhältnis zwischen König und seinem Konzilsberater Karl Rahner, der Konzilsvorbereitungskommissionen und der Eröffnungsansprache sowie der spontanen „Mondscheinrede“ des Konzilspapst. Der em. Luzerner Bibelwissenschafter widmet sich im letzten Drittel des Buches der Auslegung der Konzilstexte. Dabei zeigt er, dass in diesem Punkt ein Nachholbedarf besteht, weil bisher nur die Weihnachtsansprache Benedikts XVI. an seine Mitarbeiter existiert. Der Konzilsberaterpapst stellt dabei die Hermeneutik der Kontinuität der Hermeneutik des Bruchs gegenüber. Diese Polarisierung orientiert sich aber nicht an objektiven und nachprüfbaren Kriterien, kritisiert der Theologe. Dem gegenüber zeigt Kirchschläger einige objektive Orientierungspunke: Die Eröffnungsansprache Johannes XXIII. oder die Entwicklungsgeschichte der Konzilsdokumente.

 

Es ist ein gut lesbares Buch, dessen Inhalt für alle interessant ist und Geschmack auf die Nachfolgebücher macht.

 

Walter Kirchschläger, „Kirche im Aufbruch“, Verlag Styria, 130 Seiten, Preis: 16,99 €, ISBN: 978-3-222-13361-9

 

 

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