Krypta: Unterdrückte Traditionen der Kirchengeschichte
Hubert Wolf

Tief unten in den Kellern der Kirchengeschichte, verborgen selbst für die meisten Historiker, liegen jahrhundertealte Traditionen begraben, von denen die Kirche heute nichts mehr wissen will. Hubert Wolf steigt mit archäologischem Spürsinn hinab in diese Krypta. Er entdeckt dort Frauen mit bischöflicher Vollmacht, Laien, die Sünden vergeben, eine Kirche der Armen - und andere Traditionen, die heute wieder aktuell werden könnten. Die katholische Kirche setzt auf die lange und unabänderliche Tradition ihrer heute gültigen Einrichtungen und Regeln. Grundlegende Reformen gelten als Sakrileg. Höchste Zeit für einen frischen Blick auf die Geschichte: Päpste waren einmal in Gremien eingebunden, die sie kontrollierten, Frauen konnten Sünden vergeben, Laien hatten etwas zu sagen, Bischöfe wurden gewählt. Die katholische Kirche war lange ein breiter Strom mit vielen Nebenarmen - den der römische Zentralismus im 19. Jahrhundert kanalisierte. Dazu wurden Traditionen erfunden, an die bis heute selbst Historiker glauben. Hubert Wolf enthüllt an zehn Beispielen Vergessenes und Verdrängtes - und gewinnt daraus Reformideen für die Kirche von morgen.

 

 

Hubert Wolf: Krypta: Unterdrückte Traditionen der Kirchengeschichte, C.H.Beck; Auflage: 2 (13. Februar 2015)

ISBN-10: 3406675476

ISBN-13: 978-3406675478

 

Artikelempfehlungen

»Auftreten statt austreten« – lautet der Appell von Rainer Maria Schießler. In einer Zeit, in der so viele Menschen wie...
Lebenserfahrungen, hart und brutal, wie sie leider die Kirche ganz entgegen den Anliegen ihres Urhebers vermittelt. Der...
Der furchtlose Geist von Franz Kardinal König ist lebendig geblieben. Lebendig geblieben ist auch die Erinnerung an...