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Wir sind Kirche
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Verein zur Förderung von Reformen in der römisch-katholischen Kirche
   
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Hoffnungszeichen
Juli 2010 PDF Drucken E-Mail
28.06.2010, Dr. Paul Weitzer
  • Bischof Manfred Scheuer von Innsbruck für die Weihe von Diakoninnen und für verheiratete Priester.
  • Nach der US-Nachrichtenagentur Associated Press ist Österreich ein „Zentrum der kirchlichen Reformbewegungen Europas“.
  • Bischof Klaus Küng von St. Pölten sieht unter Umständen bei dem Gebrauch von Kondomen „keinen Widerspruch zu ‚Humanae Vitae’ “.
  • Erstmals wurde eine Frau zur Ordinariatskanzlerin der Diözese Innsbruck ernannt: Gudrun Walter.
  • Im Buch „Wie geht’s, Herr Pfarrer?“ (Styria 2010) von Paul M. Zulehner bekennen sich 79% der katholischen Pfarrer Österreichs zur Abkehr vom Pflichtzölibat, 51% zur Frauenordination.
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Juni 2010 PDF Drucken E-Mail
28.06.2010, Dr. Paul Weitzer
  • Zum Abschluss des Priesterjahres entschuldigt sich der Papst für die Missbrauchsaffären in Österreich und Deutschland.
  • Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode für Überdenken des Pflichtzölibates.
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Mai 2010 PDF Drucken E-Mail
02.06.2010, Dr. Paul Weitzer
  • Bischof Kapellari lenkt nach anfänglicher Gegnerschaft gegen einen synodalen Reformprozess doch etwas ein: Er billigt einen diözesanweiten „offenen“ Gesprächsprozess in der Diözese Graz-Seckau.
  • Kardinal Schönborn möchte einen Paradigmenwechsel in der katholischen Moraltheologie: eine „Moral des Glücks“ statt einer „Moral der Pflicht“.
  • Der burgenländische Bischof Paul Iby spricht sich in einem „Presse"-Interview. gegen die Verpflichtung zur Ehelosigkeit für Priester aus und plädiert dafür, mittelfristig auch die Weihe von Frauen zu überlegen.
  • Die Tagsatzung Steinhausen (Zug, Schweiz vom 13. – 15. Mai 2010) fordert die Priesterweihe der Frau
  • Kardinal Schönborn lässt sich endlich nicht alles und jedes aus Rom Gesagte gefallen und kritisiert den Kardinaldekan Angelo Sodano wegen seiner verächtlichen Bewertung des Gesprächs mit den Missbrauchsopfern als „Geschwätz“. Außerdem fordert er eine Reform der Kurie ein.
  • Der Luzerner Neutestamentler Dr. Walter Kirchschläger fordert zum wiederholten Male eine Beteiligung der Gläubigen an der Bischofswahl. Diese sei in der frühen Kirche dokumentiert und vom NT her gut begründbar.
  • Deutsche Bischöfe fordern ein Überdenken des Pflichtzölibats, so z.B. der Bamberger Bischof Ludwig Schick im „Spiegel“. Kardinal Lehmann glaubt, dass selbst der Papst „längst darüber nachdenkt“.
  • Wieder ein weiterer Schritt, die angeborene Homosexualität auch in den christlichen Kirchen nicht zu verteufeln: In der anglikanischen Kirche der USA wurde die bekennende und praktizierende lesbische Mary Douglas Glasspool zur Bischöfin geweiht.
  • Belgiens Bischöfe haben die Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester um Verzeihung gebeten.
  • Auf dem Kongress der Pfarrgemeinderäte in Mariazell werden die anwesenden Bischöfe mit zahlreichen Reformanliegen konfrontiert: Mitbestimmung und nicht nur Mitberatung, verspielte Chance der „Woche für das Leben“, tätiges Ernstnehmen der Jugend durch z.B. Besuch von Jugendzentren, geschiedene Wiederverheiratete, Pflichtzölibat, Frauenordination, Sexualität, „Diktatur einer erstarrten kirchlichen Tradition“, „Neoklerikalismus“ u. a. m.
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April 2010 PDF Drucken E-Mail
28.05.2010, Dr. Paul Weitzer
  • Der englische Erzbischof von Westminster, Vincent Nicolas, hat Verständnis dafür, dass Menschen in der Dritten Welt Kondome benützen.
  • Robert Zollitsch, der Erzbischof von Freiburg und der Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz bedauert, dass in der Vergangenheit „der helfende Blick für die Missbrauchsopfer nicht genügend gegeben war.“
  • Kardinal Schönborn erklärte sich bereit, in einem von der Plattform Wir sind Kirche – Österreich gestalteten Klage- und Bußgottesdienst im Stephansdom am 31. März die Opfer von jedem Missbrauch in der Kirche um Vergebung zu bitten.
  • Der angesehene Sozialethiker P. Friedhelm Hengstbach (SJ) spricht sich für die Frauenordination und die Abschaffung des Pflichtzölibats aus.
  • Die Schweizer Bischöfe haben Fehler im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche eingeräumt und um Verzeihung gebeten.
  • Der emeritierte Regensburger Dogmatiker Wolfgang Beinert fordert ein Umdenken in der katholischen Morallehre und eine Abkehr von der „Rom-Zentriertheit“ des Lehramtes.
  • Der Wiener Kirchenrechtler Univ. Prof. Dr. Ludger Müller hält das derzeitige Kirchenrecht „in mehrfacher Hinsicht für verbesserungswürdig“.
  • Der evangelische Bischof Ulrich Fischer der Landeskirche Baden-Baden kann sich einen „Ehrenprimat“ des Papstes auch für die evangelische Kirche durchaus vorstellen.
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März 2010 PDF Drucken E-Mail
06.03.2010, Dr. Paul Weitzer
  • Die Historikerin Prof. Dr. Lucetta Scaraffia schreibt im „L’Osservatore Romano“ über die Missbräuche von Kindern und Jugendlichen, dass Frauen in Leitungspositionen viel weniger Schaden angerichtet und größeren Schaden verhindert hätten.
  • Der eben zurück getretene Generalvikar der Diözese Basel, Roland-Bernhard Trauffer würde Frauen zu Kardinälen ernennen. Dazu wäre nach heutigem Kirchenrecht keine Priesterweihe notwendig.
  • Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke spricht sich im Blick auf die derzeitigen Missbrauchsskandale für eine „Nachdenken“ über den Pflichtzölibat aus.
  • Papst Benedikt XVI. besucht die Lutherische Gemeinde in Rom und bedauert die Kirchentrennung.
  • Der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer wünscht sich eine Debatte über den Pflichtzölibat.
  • Der holländische Kardinal Ad Simonis ist „geschockt und beschämt“ über die Missbrauchsfälle in den Niederlanden.
  • Die Bischöfe Bayerns beschließen eine Meldepflicht bei Missbrauch, ausgenommen das Opfer will dies ausdrücklich nicht.
  • Für P. Georg Sporschill, der schon jahrelang für Kinder in Rumänien und Moldawien arbeitet, sind die Missbrauchsfälle ein „grenzenloser Skandal“. Es müsse jetzt „Schluss sein… mit Vortäuschung von Machtstrukturen“. Er tritt auch für das Priestertum der Frauen und die Aufhebung des Pflichtzölibats ein.
  • Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser spricht sich für ein Überdenken des Pflichtzölibates aus.
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