| 01.05.2013, Dr. Paul Weitzer |
- Papst Franziskus zieht den Sinn der Vatikanbank IOR in Zweifel.
- Ein gemeinsames Zeichen der Zusammengehörigkeit und Ökumene setzen die 14 gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften in Österreich: Sie gründen die gemeinsame Internetplattform www.pro-religion.at.
- Papst Franziskus bleibt bis auf weiteres im Gästehaus Santa Marta „um sich nicht zu isolieren“.
- Der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer bedauert, dass derzeit in der Kirche „nichts weitergeht“.
- Der Abtprimas des Benediktionerordens, Notger Wolf, tritt u.a. für eine Beteiligung des Kirchenvolks bei Bischofswahlen ein.
- Papst Franziskus setzt ein weiteres ökumenisches Zeichen und empfängt als ersten deutschen Besucher nicht einen deutschen Bischof, sondern den evangelischen Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider.
- Der evangelische Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider lädt Papst Franziskus für 2017 nach Deutschland ein.
- Der vatikanische Kurienkardinal für die Ökumene, Kurt Koch, kündigt zum Reformationsgedenken 2017 das ökumenische Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ an.
- In Österreich hat die Bischofskonferenz ein selbstbewusstes Zeichen gesetzt: Es soll im Hochgebet bei der Formulierung „für alle“ bleiben.
- Papst Franziskus meint es offenbar ernst mit der Kurienreform: Er setzt dazu eine Kardinalskommission aus allen fünf Kontinenten ein.
- Papst Franziskus wendet sich gegen ein elitäres Manager-Priestertum: „Die Salbung ist nicht dafür da, uns selber in Duft zu hüllen“. Zu Ostern ruft er zur Offenheit gegenüber Neuem auf.
- In Pakistan ist ein Todesurteil wegen angeblicher „Blasphemie“ aufgehoben worden.
- Ein Priester in Uganda will nicht mehr der Heuchelei in seinem Land zusehen und prangert Missbrauch von Kindern und Nonnen durch Priester und die Doppelmoral beim Zölibat in seinem Land an.
- Heuer wurden in den Emiraten wiederum zahlreiche Osterfeierlichkeiten für Christen erlaubt.
- Das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche, Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel, sieht neue Chancen für die Wiedervereinigung mit der römisch-katholischen Kirche.
- Papst Franziskus kritisiert die mangelhafte Umsetzung des II. Vatikanischen Konzils. „Der Heilige Geist drängt die Kirche weiterzugehen“.
- Der saudische König Abdullah und der Imam der Kairoer Al-Azhar-Universität schreiben Papst Franziskus zu seiner Papstwahl persönliche Briefe.
- Die gemeinsame Erklärung des Lutherischen Weltbundes und der römisch-katholischen Kirche zum Reformationsjubiläum 2017 ist fertig und liegt bereits in englischer Sprache vor.
- Mit Dr. theol. Magdalena Holztrattner hat die Katholische Sozialakademie Österreichs erstmals eine weibliche Führung.
- Die katholische Frauenbewegung Österreichs fordert auf ihrer Vollversammlung zum wiederholten Mal das Diakonat für Frauen.
- Der Münchner Dogmatiker, Prof. Dr. Bertram Stubenrauch, kritisiert den päpstlichen Titel „Stellvertreter Christi“.
- Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, tritt erneut für die Einführung des Frauendiakonats ein.
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| 31.03.2013, Dr. Paul Weitzer |
- Die katholischen und orientalisch-orthodoxen Kirchen bereiten ein ökumenisches Treffen der Patriarchen des Nahen Ostens vor.
- Der Ökumenische Rat der Kirchen Österreichs erinnert in seiner Vollversammlung an das Ökumenische Sozialwort vor zehn Jahren und plant neue Impulse für die Ökumene.
- Der emeritierte Regensburger Dogmatiker Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Beinert fordert erneut ein Drittes Vatikanisches Konzil zur Beseitigung des Reformstaus in der katholischen Kirche.
- Der Innsbrucker Dogmatiker Univ. Prof. Jósef Niewiadomski fordert anlässlich der Wahl des neuen Papstes eine Kurienreform, eine Dezentralisierung der Leitung der Kirche, sowie eine Neugewichtung der Dokumente des II. Vatikanums in Richtung Ökumene.
- Das neu gegründete Laien-Netzwerk „Gemeindeinitiative.org“ versteht sich als „Schwester“ der Münchner Reformbewegung „Münchner Kreis“ von Priestern und Diakonen.
- Kardinal Walter Kasper spricht sich für mehr Transparenz in der vatikanischen Kurie aus, für eine Abkehr vom römischen Zentralismus, für eine Reform der Kurie sowie ein „ernsthaftes Überdenken“ des kirchlichen Umgangs mit wiederverheirateten Geschiedenen.
- Die russisch-orthodoxe Kirche verurteilt die jüngsten Ausschreitungen in Moskau gegen homosexuelle DemonstrantInnen.
- Der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer wünscht sich weitere ökumenische Schritte in Richtung Kircheneinheit.
- Der Salzburger Seelsorgsamtsleiter, Prälat Balthasar Sieberer, spricht sich für eine Öffnung der Kirche – und hier besonders für die Frauen – aus.
- Der frühere Erzbischof von San Francisco, John R. Quinn, verlangt anlässlich der bevorstehenden Papstwahl Kirchenreformen vor allem in der Kirchenleitung und im Verständnis des Papsttums selbst.
- Die Bischöfe Vitus Huonder (Chur) und Wolfgang Haas (Vaduz) gehen gegen das konservative „gloria.tv“ vor, welches Bischöfe mit dem Hakenkreuz abgebildet gezeigt hat.
- Schon vor seiner Wahl zum Papst hält der Kardinal Jorge Mario Bergoglio (76, Buenos Aires) der Kirche große Selbstbezogenheit, „Mondänität“, ja sogar Narzissmus vor.
- Der neu gewählte Papst Kardinal Jorge Mario Bergoglio setzt als Franziskus I. zahlreiche Zeichen der Hoffnung, dass Reformen in der Kurie und in der Kirche möglich werden könnten.
- Der anglikanische Bischof von Liverpool, James Jones, spricht sich für die Segnung homosexueller Partnerschaften aus.
- Der Salzburger Pastoralrat gibt „grünes Licht“ für die Einführung der Möglichkeit der Leitung von Pfarrgemeinden durch LaiInnen.
- Bischof Egon Kapellari der Diözese Graz-Seckau kritisiert und ermahnt einen südsteirischen Pfarrer wegen dessen Aussagen zur Homosexualität.
- Der brasilianische Theologe und ehemalige Priester Leonardo Boff begrüßt die unkonventionellen Aktivitäten von Papst Franziskus und hält es für möglich, dass dieser Papst einmal sogar den Vatikan verlassen wird.
- Erstmals begleitet ein Repräsentant einer christlichen Minderheit, nämlich der syrisch-orthodoxe Patriarchalvikar, den türkischen Staatspräsidenten Abdulla Gül auf einer Staatsvisite.
- Erstmals nimmt ein koptisch-orthodoxer Papst an der Amtseinführung des ägyptischen koptisch-katholischen Patriarchen teil.
- Papst Franziskus wird sich nicht den vatikanischen Regeln unterwerfen, so ein langjähriger Vertrauter des Papstes.
- Der Münchner Kardinal Reinhard Marx kritisiert die monarchistische Form des Papsttums und erhofft sich von Franziskus eine Kurienreform.
- Univ. Prof. Dr. Klaus Müller, Ordinarius am Institut für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster freut sich in einer Aufsehen erregenden Rede über die Reformansätze von Papst Franziskus: „Es reicht völlig, wenn er das korrupte Lumpenpack rund um Staatssekretär Bertone samt diesem rauswirft…“
- Der evangelisch-lutherische Erzbischof von Finnland, Kari Mäkinen, tritt für eine Gleichbehandlung homosexueller Liebespaare hinsichtlich einer Ehe ein.
- Der Patriarch von Venedig, Francesco Moraglia, will seinen Bischofssitz mit einem bescheideneren Gebäude tauschen.
- Die Polen wünschen sich immer mehr Reformen in der katholischen Kirche: Waren es im Jahr 2005 nur 13%, sind es im Jahr 2013 bereits 48%.
- Eine anglikanische Gemeinde im schottischen Aberdeen teilt ihre Kirche mit den benachbarten Muslimen.
- In einer Umfrage in Deutschland treten 74% für die Abschaffung des Zölibats und 74% für das Frauenpriestertum ein.
- Die deutsche Orthodoxe Bischofskonferenz erlaubt die deutsche Sprache in den orthodoxen Eucharistiefeiern.
- Der anglikanische Erzbischof von Canterbury betont den Wert von gleichgeschlechtlichen Beziehungen.
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| 01.03.2013, Dr. Paul Weitzer |
- Der Erzbischof von Los Angeles, José Gomez, hat den Mut, seinen Vorgänger im Bischofsamt wegen dessen jahrelanger Vertuschung von Missbrauchsfällen aller seiner Ämter in der Diözese zu entheben.
- Der türkische Staat hat der Orthodoxen Kirche ein großes Waldgrundstück auf der Marmara-Insel Chalki nach jahrelangen Verhandlungen zurückerstattet.
- In Ungarn wurde erstmals ein Angehöriger der Roma-Volksgruppe zum Diakon geweiht.
- Papst Benedikt XVI. tritt als Papst aus gesundheitlichen Gründen zurück. Insgesamt viermal gab es einen Papstrücktritt, davon freiwillig nur Papst Cölestin V. im Jahr 1294.
- Kurienkardinal Walter Kasper hält eine Reform der Kurie im Vatikan für dringend notwendig.
- Der König von Bahrein, Hamad bin Issa al Khalifa, schenkt der katholischen Kirche ein Grundstück in der Hauptstadt Manama für den Bau einer Kathedrale.
- Der Bischof von Stuttgart-Rottenburg, Gebhart Fürst, wünscht sich einen anderen Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen und Reformen hinsichtlich der Ökumene und der Frauenförderung.
- Vertreter des päpstlichen Einheitsrates und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa beraten in Wien über ökumenische Fragen.
- Papst Benedikt XVI. spricht in seiner Abschiedsrede vor den Geistlichen seiner Diözese Rom von notwendigen Reformen und von der Wichtigkeit, die Fragen junger Menschen ernst zu nehmen.
- In einer Aussendung zur diesjährigen Weltgebetswoche für die Einheit der Christen nennt der Metropolit der griechisch-orthodoxen Kirche von Österreich, Arsenios Kardamakis, die „Wiederherstellung der christlichen Einheit… eine Verpflichtung aller Christen“.
- Auf der Vollversammlung der deutschen Bischöfe im Februar ist ein ganzer Tag der Rolle der Frauen in der Kirche gewidmet.
- Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov wünschen sich beim Zölibat und hinsichtlich der Sexualmoral je 80% der Befragten – 85% bei Katholiken – endlich Reformen u.a.m.
- Nach einer Umfrage des österreichischen Gallup-Institutes sollen folgende Reformen in der katholischen Kirche umgesetzt werden: Ende des Pflichtzölibats (81%), Frauen als Priesterinnen (64%) u.a.m.
- Der Vorstand des „National Council of Priests of Australia“ erklärt sich solidarisch mit dem gemaßregelten irischen Priester P. Tony Flannery.
- Bischof Stephan Ackermann der Diözese Trier ist bei der Anstellung in kirchlichen Gremien für die Bevorzugung von Frauen Männern gegenüber bei gleicher Qualifikation. Die Einführung des Frauendiakonats hält er für „denkbar“.
- Nach dem vom ZDF veröffentlichten Politparometer „Extra“ sind 84% der befragten KatholikInnen für die Priesterheirat und 75% für das Frauenpriestertum, u.a.m.
- Die deutsche Bischofskonferenz will auf der Frühjahrsvollversammlung „den Anteil der Frauen bei den Leitungspositionen… deutlich erhöhen“. In einem Referat schlug Kardinal Walter Kasper die Einführung eines neuen „diakonalen Amts“ für Frauen vor.
- Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann spricht sich für die Einführung des Frauendiakonats aus.
- Die Deutsche Bischofskonferenz distanziert sich von dem konservativen Internetportal „Gloria.tv“.
- Mehr als 250 irische Priester stärken dem von Rom gemaßregelten Priester P. Tony Flannery durch Standing Ovations den Rücken.
- Die Deutsche Bischofskonferenz erlaubt nach einer Vergewaltigung einer Frau die „Pille danach“, wenn sie die Befruchtung verhindert.
- Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode will mehr Frauen in kirchlichen Topjobs.
- Der emeritierte Regensburger Dogmatiker Wolfgang Beinert verlangt angesichts des immer größer werdenden Reformstaus in der katholischen Kirche ein „weiteres Konzil“.
- Die Pfarre der Nürnberger Stadtkirche (Pfarrer Thaddäus Posielek und der Pfarrgemeinderat) widersetzt sich gut begründet dem Verbot des Bischofs Gregor Maria Hanke, den Sprecher der österreichischen Pfarrer-Initiative in der „Fastenpredigtreihe“ der Pfarre predigen zu lassen.
- Der schottische Kardinal Keith O’Brien plädiert für die Abschaffung des Pflichtzölibats.
- Der frühere burgenländische Bischof Paul Iby tritt für die Abschaffung des Pflichtzölibats für Priester ein.
- Auch Spaniens Bischöfe erlauben die „Pille danach“ für vergewaltigte Frauen unter bestimmten Bedingungen.
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| 03.02.2013, Dr. Paul Weitzer |
- Der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz und Bischof von St. Gallen, Markus Büchel, spricht sich für neue Schwerpunkte in der Seelsorge aus. In diesem Zusammenhang hält Büchel eine „kleinräumige Lösung“ der Zölibatspflicht für möglich.
- Der Vatikansprecher Petrus Lombardi verteidigt die Würde des Judentums gegen den Bischof Bernard Fellay von der Petrusbruderschaft: „Juden sind unmöglich Feinde der Kirche“.
- Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, würdigt das Vatikanum II. und verteidigt seine Teilnahme an einer katholischen Wallfahrt.
- Die österreichischen Bischöfe und die Katholische Aktion Österreich laden für 2014 zu einem „Zukunftsforum“ ein, auf dem u.a. auch die „Partizipation der Laien“ in der Kirche thematisiert werden soll.
- Der Schweizer „Pfarrei-Initiative“ gehören derzeit bereits 482 Seelsorgerinnen und Seelsorger an. Die österreichische „Pfarrer-Initiative“ steigerte ihre Mitgliederzahl nach dem „Aufruf zum Ungehorsam“ im Juni 2011 um 43%.
- Große Tagung in Deutschland von und über christliche Basisgemeinden aus aller Welt.
- Papst Benedikt XVI. betonte anlässlich eines Treffens mit finnischen lutherischen Christen von neuem die Wichtigkeit der Ökumene.
- Die irische Reformpriesterbewegung „Association of Catholic Priests“ (ACP) hat bereits 1000 Mitglieder und lädt Vertreter aller diözesanen irischen Priesterräte zu einem Dialog ein.
- Mit Margit Hauft, langjährige Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung und der Katholischen Aktion Oberösterreichs, wurde eine Frau an die Spitze der Laieninitiative gewählt.
- Auf einem internationalen Treffen katholischer Frauenverbände in München verlangen die Teilnehmerinnen eine Aufwertung der Frauen in einer „diakonischen Kirche“.
- Die katholische Kirche und der Lutherische Weltbund präsentieren demnächst eine „gemeinsame Erklärung“ zum 500-Jahr-Gedenken Luthers im Jahr 2017 mit dem Titel „From Conflict to Communion“.
- Eine „Milieustudie“ des Heidelberger Sinus-Institutes ergab die Wünsche der befragten KatholikInnen nach Reformen der katholischen Kirche in den Bereichen Pflichtzölibat, Rolle der Frau, Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen.
- Eine osttiroler Projektgruppe von Priestern und Laien versucht unter dem Titel „Kirche, wohin gehst Du?“ eine Untersuchung von Ist- und Sollzustand der osttiroler Kirche.
- Vertreter diverser Pfarrer-Initiativen vernetzen sich immer mehr diözesan- und länderübergreifend und rufen die reformorientierten Bischöfe auf, sich ebenfalls zu vernetzen, um im Vatikan mehr Gehör zu finden.
- Fünf evangelikale Freikirchen haben sich in Österreich unter der Mediation von Johannes Fichtenbauer, dem katholischen „Freikirchen-Beauftragten“, zu einem freikirchlichen ökumenischen Zusammenschluss durchgerungen.
- Papst Benedikt XVI. fordert erneut die Überwindung des „Skandals der Spaltung“ der Christen.
- Der neu geweihte Bischof der Diözese Regensburg, Rudolf Voderholzer, hält die Bezeichnung „Laien“ für ungeeignet und will sie durch ein „besseres Wort“ ersetzen.
- In Malaysia hat die islamistische Organisation „Perkasa“ ihren Aufruf zur Verbrennung aller Bibeln, in denen bewusst das Wort „Gott“ durch „Allah“ ersetzt wurde, zurückgenommen.
- Der Kölner Kardinal Meissner sieht die „Pille danach“ nach Gesprächen mit Fachleuten differenzierter und erlaubt sie, wenn sie die Befruchtung verhindert.
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| 03.01.2013, Dr. Paul Weitzer |
- Der katholische „Ökumene-Bischof“ in Deutschland, Gerhard Feige, betont, dass Martin Luther ursprünglich nicht die Spaltung, sondern die Erneuerung der Kirche wollte. In der Ökumene hätte sich in den vergangenen 40 bis 50 Jahren „enorm viel verändert“.
- Eine konstruktive ökumenische Tagung gab es zwischen Vertretern der altkatholischen Kirchen der Utrechter Union und der orientalisch-indischen Mar-Thoma-Kirche in St. Pölten.
- Der frühere Generalobere des Mary-Knoll-Ordens in den USA, P. John Sivalon, bekundet Solidarität mit dem von Rom in den Laienstand versetzten Mary-Knoll-Priester P. Roy Bourgeois, der 2008 an einer Frauenweihe teilgenommen hatte.
- Der Benediktiner Abt-Primas Notker Wolf tritt erneut für Reformen in der Kirche ein und kritisiert die Dialogverweigerung der Kirchenleitungen.
- Die Vernetzung derjenigen österreichischen Pfarrgemeinderäte, die Reformen in der Kirche einfordern, schreitet voran. Im Bildungshaus Buchberg bei Linz trafen sich 220 Pfarrgemeinderäte zu Beratungen.
- Kardinal Kurt Koch, der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, schlägt zum Reformationsgedenken 2017 eine „Heilungsgeste“ in einem gemeinsamen Bußgottesdienst vor.
- Der Mainzer Priester und Pfarrer Hendrick Jolie, einer der wichtigsten Lieferanten von Informationen und Texten an das ultrakonservativ-destruktive Internetportal „kreuz.net“, hat seine unheilvolle Tätigkeit eingesehen und seinen Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann um Verzeihung gebeten.
- Abt Martin Werlen der Benediktiner-Abtei Einsiedeln fordert eine Abschaffung des Pflichtzölibats, ein völlig neues System der Besetzung des Kardinalkollegiums und das Überdenken der Rolle der Frau in der Kirche.
- Drei Schweizer Bischöfe trafen sich mit Vertretern der Schweizer „Pfarrei-Initiaive “ zu einem Dialog.
- Der Münchner Kardinal Reinhard Marx ist für ein „intensives Nachdenken“ über die Rolle der Frauen in der Kirche.
- Die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung der Diözese Linz, Erika Kirchweger, ist für mehr Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche und deshalb auch für die Priesterweihe für Frauen.
- Der Abt des Schweizer Benediktinerklosters Mariastein, Peter von Sury , schweigt nicht zu den innerkirchlichen Zuständen in Chur und kritisiert Bischof Vitus Huonder.
- 84 TheologInnen aus allen fünf Kontinenten kritisieren in einer „Erklärung zur Autorität in der katholischen Kirche “ die derzeitige Praxis der vatikanischen Kirchenleitung.
- Die Priestergruppe „Passauer Priester im Dialog“ bekennen sich in einem Positionspapier zu ihrer Praxis, wiederverheiratete Geschiedene und auch nichtkatholische Christen zur Eucharistie und zum Kommunionempfang zuzulassen.
- Die Präsidentin Brasiliens, Dilma Rousseff, ehrt zwei brasilianische Bischöfe, die sich auch immer wieder für Reformen in der Kirche zu Wort meldeten, für Ihren Einsatz für die Rechte der brasilianischen Ureinwohner.
- Der von Rom abgesetzte ehemalige Erzbischof von Trnava, Robert Bezak, lässt sich nicht mundtot machen und verteidigt sich in angemessener Form gegen die Vorwürfe Roms.
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