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Religionsunterricht nach dem Glaubensverlust |
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| 02.09.2012, Georg Geiger |
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Diese Buchbesprechung ist als Nachdenken eines Betroffenen zu verstehen.
Hubertus Halbfas unterzieht den (katholischen) Religionsunterricht (RU) einer „Fundamentalkritik“. In einem Rundumschlag kommt keiner ungeschoren davon: a) die große Mehrheit der Bevölkerung, weil nach Traditionsabbruch, Säkularisierung und Aufklärung und der damit verbundenen Verdunstung der Religion der magische Aberglauben geblieben sei; b) die Amtskirche, weil ihr Leitungsstil eine aktuelle Gestaltung des RU verhindere; c) die ReligionslehrerInnen, weil sie sich anbiedernd zufrieden gäben „nach dem Maß des Möglichen“ (S. 218); d) der Zunft der akademischen Religionspädagogik (Georg Hilger, Stephan Leimgruber und Hans-Georg Ziebertz werden S. 76 und Günter Stachel und Hans Zirker S. 219 stellvertretend genannt), weil die von ihr vertretenen Prinzipien der Korrelation, Abduktion und Dekonstruktion für den schulischen Bereich nicht wirklich erfolgreich umgesetzt werden konnten. Halbfas fordert, dass die Glaubensvermittlung neu vermessen werden muss, weil von der Theologie des Paulus, Stichwort Sühnopfer, über die Jungfrauengeburt bis zur Offenbarungstheologie die Sprache der kirchlichen Verkündigung veraltet und unverständlich sei (S 54-76). Die neueste Variante, die den RU an der Kompetenzorientierung (S. 89-137) aufzieht, um ihn für den Kanon der schulischen Fächer einordenbar zu machen, wird ebenso kritisch zurückgewiesen wie die Religionsbücher in genere (S. 138-169). |
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Wie Jesus heilte und heilt |
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| 02.09.2012, Hans Peter Hurka |
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Der Grazer Bibelwissenschafter, Peter Trummer, wollte ein „Lesebuch zu Heilungsgeschichten“ schreiben. Doch das Vorhaben stellte sich für ihn als schwieriger heraus als er dachte. Angestoßen durch einen Vortrag auf einem Kongress für psychosomatische Medizin und infolge eine schwere Lebenskrise, wie er im Vorwort schreibt, legte er alle bisherigen Unterlagen weg. Er musste den „Adressantinnen und Adressaten in die Augen sehen und spüren, was im Augenblick gesagt werden kann“. Das Buch entstand mitten unter den Menschen, im Cafehaus, wo der Lärm plötzlich keine Ablenkung mehr war.
Die Auslegung der Heilungswunder Jesu basiert auf seiner persönlichen Erfahrung und seiner breiten fachlichen Kompetenz. Dabei geht er behutsam und allgemein verständlich vor. Der Bibelwissenschafter zeigt, dass die biblischen Heilungsgeschichten nicht einfach über Vergangenes berichten, sondern auch heute in gleicher Weise für Menschen in Lebenskrisen existentielle Chancen eröffnen. |
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| 02.09.2012, Helene Artner |
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Der Mediziner, Philosoph und Theologe Matthias Beck legt in seinem Buch in vier Abschnitten, beginnend (A) mit der biographischen Entwicklung des Menschen, (B) Grundreflexionen über die Welt, den Menschen und die Frage nach dem Absoluten vor. Er beschreibt (C) die Berufung des Menschen und zeigt im Abschnitt D die Bedeutung der Biographie der zweiten Lebenshälfte auf.
Zweifellos sind heute viele Menschen auf der Suche nach Lebenssinn und Lebenserfüllung. Matthias Beck kann aus seinem Wissen und seiner Erfahrung als Arzt und Theologe Wege zeigen, wie „Leben gehen kann“ und sollte. Wer dieses lesenswerte Buch zur Hand nimmt, wird schnell entdecken, dass es nicht flüchtig gelesen werden will. Denn der Autor führt den Leser in ein sehr persönliches Nachsinnen über den eigenen Lebensweg und spricht durch vielfältige Bezugnahmen auf die hl. Schrift und geistliche Autoren die religiöse Dimension des Lebens an. |
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Eine Antwort des Glaubens |
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| 02.09.2012, Hans Peter Hurka |
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Die immer lauter werdende Kritik an der römisch-katholischen Kirche veranlasste Martin Kolozs, mit Petra Steinmair-Pösel und Paul Zulehner den Hintergründen und Entwicklungsbrüchen nachzugehen. Über eine Zeit von fast zwei Jahren war er immer wieder mit der Theologin und dem Theologen im Gespräch. Die Ergebnisse dieses Prozesses legt er nun als Herausgeber dieses Buches vor.
Es sind keine Interviews im klassischen Sinn. Auf 19 kurze Fragen antworten die Theologen und leuchten jeweils aus ihrer Sicht auf die Ursachen der Probleme und versuchen ihr entstehen zu erklären. Darin blitzen faktisch gleichzeitig auch Lösungsansätze auf. So weist etwa Zulehner auf die gute Ausbildung der Priester für das pastorale Gespräch hin und zeigt, dass die Nähe zu den Menschen auch das Ungenügen kirchlicher „Lösungen“ erfahren läst. Im Nachspüren der gesellschaftlichen Bedeutung von Kirche stellt Steinmair-Pösel die Frage, warum Zukunftsthemen wie die Globalisierung oder Ökologie, Armut und Gerechtigkeit so wenig Platz im kirchlichen haben. |
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Das Leben Jesu in Geschichten und Bildern |
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| 02.09.2012, Elfriede Hurka |
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Ein wunderschön gestaltetes Bilder- und Lesebuch für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene. Die amerikanische Autorin, Celia Barker Lottridge, erzählt darin in 35 knappen Kapiteln kompetent und einfühlsam die Evangelien als Geschichten aus dem Leben Jesu. Aus dem Englischen übersetzt hat sie Klaus Gasperi. Die Autorin bleibt ganz nahe an den biblischen Berichten und entfaltet sie präzise und knapp in verständlicher, zeitgemäßer Sprache ohne Ausschmückungen und persönliche Interpretationen.
Besonders bemerkenswert sind die 36 ausdrucksstarken Bilder, der preisgekrönten Wiener Illustratorin Linda Wolfsgruber. Sie erschließen Jesu Reden, Handeln und Leben auf eigenständige Weise, sprechen persönlich an, lassen Freiräume und laden zum meditativen Verweilen ein. Die Collagen erschließen die biblische Botschaft auf völlig eigenständige Weise und lassen viel Freiraum für die persönliche Auseinandersetzung und das Gespräch. Sie überbrücken die Zeit mit Anklängen an die christliche Kunstgeschichte und setzen dazu die biblische Welt gegenwärtig. |
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