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Plattform »Wir sind Kirche«  Austria
Verein zur Förderung von Reformen in der römisch-katholischen Kirche
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„Ja, dürfen s' denn das?“ Hier veröffentlichen wir in anonymer Form mutige Schritte, Abweichungen vom Regelalltag, die andere zur Nachahmung verleiten sollen!
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christliche Gemeinden: eigenverantwortlich und mündig |
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| 01.11.2011, Hans Peter Hurka |
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So beschreibt eine Großstadt-Gemeinde ihr Wesen und Handeln:
Wir sind eine geschwisterliche Gemeinde, die ihre Spiritualität aus dem Bibelwort ableitet: „Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, bin ich mitten unter ihnen“. Durch die Taufe sind wir zum allgemeinen Priestertum berufen. Unsere sonntägliche Liturgie wird von Frauen und Männern aus der Gemeinde geleitet. Wir achten nicht darauf, ob sie ein entsprechendes Dekret vorweisen können. |
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weiter …
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| 30.06.2011, Hans Peter Hurka |
Als "Laie" ("getaufter und beauftragter Theologe") nehme ich die Verantwortung wahr und engagiere mich ehrenamtlich mit anderen zusammen in unserer Pfarre (soweit es eben zeitlich und kräftemäßig geht). Wir praktizieren seit mehreren Jahren das neue Leitungsmodell (PGR leitet, Leitungsteam, ich bin PGR-Obmann und Mandatsträger), wir feiern Wortgottesdienste (drei Personen). Ich predige, assisitiere bei Segnungsfeiern und Trauungen und habe seit 1998 etwa 60 Kinder getauft. Ich sehe meine immer ehrenamtlichen Dienste in der Pfarre als "Seelsorger und Theologe".
Wir tun das nicht "an der großen Glocke", sondern einfach für und mit den Menschen vor Ort. Bei uns haben auch 86 Personen einen Schlüssel für Kirche und Pfarrzentrum: Involvieren und mitverantworten! |
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| 06.08.2011, Hans Peter Hurka |
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Ein Mann berichtet:
In einer mir sehr gut bekannten Pfarrgemeinde ist es kein Problem, wenn evangelische Christen zur Kommunion gehen. Eine katholische Frau, deren Mann evangelisch ist und sehr oft durch Krankheit verhindert ist, bringt ihrem Mann regelmäßig die Kommunion mit nach Hause, um daheim zu feiern.
Weder Pfarrer noch Gemeinde hat damit ein Problem.
Der Mann ist "Wir sind Kirche" bekannt. |
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Eine Frau und ihr Priester-Ehemann |
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| 15.07.2011, Hans Peter Hurka |
Seit fast zwanzig Jahren sind wir glücklich verheiratet. Was daran so "verboten" ist? Dass ich, der Ehemann, ein katholischer Priester bin. Gemäß der Tatsache, dass das Sakrament der Ehe die Brautleute sich gegenseitig spenden und der Priester dabei nur assistiert und den Segen über die Ehe spricht, haben wir uns bei unserem ersten gemeinsamen Urlaub in einer kleinen Bergkirche in Südtirol ganz spontan ein Eheversprechen gegeben - halt ohne Trauzeugen - aber für unser Verständnis und nach alttestamentlichem Recht (das ist das Recht des Juden Jesus!) sehr wohl gültig und mit Gottes Segen. Es war unser beider bewegendste Erfahrung, dass Gott, wenn er zwei Menschen aneinander verschenkt, nicht danach fragt, ob einer der beiden seinem Bischof den Zölibat versprochen hat (nicht mal aus Überzeugung, sondern weil es notwendige Zugangsvoraussetzung für die so ersehnte Weihe ist). |
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| 05.07.2011, Hans Peter Hurka |
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Ein Mann berichtet:
In einem Stadtdekanat wurde der Beschluss gefasst, dass Pfarr- und PastoralassistentInnen (Laien) in ihren Arbeitsbereichen Taufen vornehmen. Zwei Gründe sprachen dafür: - die zuständigen Moderatoren zu entlasten und
- damit der Gemeindebezug bei der Taufe erhalten bleibt und deutlicher sichtbar wird, als wenn ein Diakon oder Priester, die keine Beziehung zur Gemeinde haben, dieses Sakrament spenden.
Der Mann ist „Wir sind Kirche“ bekannt |
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