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Startseite • Zeitung • Ausgabe Nr. 59 / September 2008 • Taxham, nicht aufgeben!
Taxham, nicht aufgeben! PDF Drucken E-Mail
03.10.2008, Pressemitteilung Diözese Salzburg&PGR Taxham
Ich verstehe Ihre Anliegen, wir werden alles tun, damit unsere Pfarrgemeinden lebendig bleiben und die Menschen im Glauben gestärkt werden, sagte Erzbischof Dr. Alois Kothgasser zu vier VertreterInnen der Initiativgruppe von Pfarrgemeinderäten aus Salzburg  Taxham.


Sie sind unser Hirte und kennen unsere Situation, wir erwarten, dass Sie unsere Anliegen mit Nachdruck weitertragen, betonte Veselko Prlic.

Am 11. Juni hatten im Pfarrsaal von Taxham 153 Frauen und Männer aus verschiedenen Pfarren in zehn Arbeitsgruppen Vorschläge für die Zukunft der Seelsorge erarbeitet. Die Zusammenfassung des Diskussionsabends war Erzbischof Kothgasser kurz darauf übergeben worden. Gestern abend fand ein ausführliches Gespräch mit dem Salzburger Oberhirten und dem Leiter des Seelsorgeamtes der Erzdiözese, Prälat Balthasar Sieberer, über die Vorschläge statt. Es ging uns beim Diskussionsabend in Taxham um ein konstruktives Arbeiten, betonte Ursula Schmalzl, Pfarrgemeinderätin aus Bergheim. Die im Zweiten Vatikanischen Konzil deutlich gewünschte Verantwortung der Laien in der Kirche, die zuletzt etwas ins Stocken geraten war, müsse ernst genommen werden.

Die vorhandenen Charismen der Laien sollen umgesetzt werden, forderte Veselko Prlic. Er verstehe nicht, warum PfarrassistentInnen nicht taufen dürfen. Hans Sigl aus Leopoldskron ergänzte: In den Gemeinden brauchen wir Integrationspersonen als Gemeindeleiter, und die sollten auch mit der Sakramentenspendung beauftragt sein. Pfarrverbände seien eine Notlösung, kleine Einheiten müssten unbedingt erhalten bleiben. Darin waren sich alle einig.

Ulrike Ebner aus Taxham wies auch darauf hin, dass manche Priester außer Amt bereit wären, dort, wo sie in der Seelsorge gebraucht werden, mitzuhelfen.


Dadurch würde zwar der Priestermangel nicht behoben, aber ein Zeichen gesetzt. Die Menschen müssten das Christsein in den Pfarren so erleben, dass sie Orte der Freude, des Trostes und der Hoffnung bleiben, wie es auch die Initiative der Pfarrgemeinderäte formulierte, sagte der Erzbischof. 

Wir sind sehr um die Wertschätzung der Charismen bemüht, auch die Priester ermuntern wir in dieser Hinsicht, dass sie dafür hellhörig werden, stellte der Salzburger Oberhirte fest. Für Begräbnisse gebe es bereits Beauftragungen von Laien, bei Taufen und Hochzeiten sei das nach der geltenden kirchlichen Ordnung aber nicht möglich. Wo Notsituationen auftreten, suche die Erzdiözese nach Lösungen. Allerdings müssen diese Lösungen im Einklang mit der Weltkirche stehen, sagte Kothgasser. Er werde die Vorschläge der Initiativgruppe in der Bischofskonferenz und auch beim nächsten Gespräch in Rom zur Sprache bringen, erklärte der Erzbischof. Uns sind die Pfarren ein großes Anliegen, und wir warten auf ein Mut machendes Zeichen, dass es vorwärts geht, sagte Veselko Prlic abschließend.