Der von Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) entführte melkitische Priester Antoine Boutros (50) ist wieder in Freiheit.

Seit einem Monat war er in Gefangenschaft. Der Nuntius in Damaskus, Erzbischof Mario Zenari, bestätigte am 16. August in Radio Vatikan die Befreiung von Antoine Boutros. Dem 50-Jährigen gehe es gut. Zu den genauen Umständen der Freilassung machte der Nuntius keine Angaben. Seit dem 12. Juli hatte von Boutros und seinem Fahrer Saud Alabdon jede Spur gefehlt. Der 50-jährige Priester ist Pfarrer der melkitischen Gemeinde St. Philipp in Shahba im Südwesten Syriens. Die Region ist - trotz drusischer Bevölkerungsmehrheit - einer der Brennpunkte der Auseinandersetzung mit den islamistischen Gruppierungen in Syrien. (Kathweb/KAP v. 16. 8.; JA v. 30. 8.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Im Februar besuchte erstmals ein Papst die arabische Halbinsel. Jetzt plant das Emirat Abu Dhabi, 19 nicht-islamische Religionsstätten zu genehmigen. Derzeit läuft ein Bewilligungsverfahren für 12 Kirchen, einen Hindu- und einen Sikh-Tempel, meldet der vatikanische Pressedienst Fides unter Berufung auf den Leiter der Behörde für Stadtentwicklung, Sultan Al Dhaheri. Die Initiative entspreche der Linie des Staatsgründers Zayyid bin Sultan Al Nahyan (1918-2004) und dessen Wunsch nach interreligiösem Zusammenleben. Das Emirat Abu Dhabi ist das größte der sieben Emirate der Vereinigten Arabischen Emirate und hat rund 2,33 Millionen Einwohner (mit einem Ausländeranteil von rund 80 %). (JA v. 7. 7.)

     

  • Frauen sollten nach den Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx mehr Führungspositionen im Vatikan bekleiden. Die Dikasterien im Vatikan müssten nicht zwingend von einem Kardinal oder Bischof geleitet werden, sagte er. An der Spitze einer Kurienbehörde könnten auch Frauen stehen, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in einer NDR-Talkshow und fügte hinzu: „Wenn ich Papst wäre, würde ich es machen.“ Der deutsche Kardinal gehört dem derzeit sechsköpfigen Beratungsgremium des Papstes an, das im Auftrag von Franziskus eine Kurienreform vorbereitet und jüngst zur permanenten Einrichtung erklärt wurde. (kna u. vn v. 2. 7.)

     

  • Papst Franziskus hat der orthodoxen Kirche ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Neun Reliquien des hl. Petrus. Eine orthodoxe Delegation war – wie gewohnt – zum römischen Patronatsfest Peter und Paul (29. Juni) im Vatikan. Nach der Festmesse nahm der Papst den griechisch-orthodoxen Bischof Job Getcha von Telmessos mit in den Apostolischen Palast. Dort griff er zu einem bronzenen Reliquiar, das sein Vorgänger Paul VI. 1971 hier aufgestellt hat. „Einige Knochen, die im Hypogäum der Vatikanbasilika gefunden wurden und für Knochen des hl. Apostels Petrus gehalten werden“, steht in lateinischer Sprache darauf. Der griechisch-orthodoxe Bischof war überrascht, als der Papst ihm dieses Reliquiar überreichte. Patriarch Bartholomäus I. reagierte mit großer Freude, als er davon erfuhr, und bedankte sich öffentlich während des Gottesdienstes zum Apostelfest in der orthodoxen Kirche seines Amtssitzes in Istanbul. „Das ist für uns ein außergewöhnliches und unerwartetes Ereignis […] Das ist ein Riesenschritt hin zur konkreten Einheit“, sagte Bischof Job. Nun befinden sich neun Stück der Knochenreste, die im 20. Jahrhundert bei Ausgrabungen unter der Peterskirche an der Stelle des mutmaßlichen Petrusgrabes gefunden wurden, nicht mehr im Vatikan, sondern in Istanbul. (vn v. 1. 7.)

     

Artikelempfehlungen

Damit bricht er mit der langjährigen Tradition der Einstandsgeschenke dieser Firma nach einer Papstwahl. Der Papst habe...
Daraufhin wurde er von der Piusbruderschaft Marcel Lefevres exkommuniziert. Seine Weigerung, sich von Nazi-Gedankengut...
Als Termin ist der 28. bis 30. Oktober 2016 geplant. Rund 1000 Kirchenvertreter aus mehr als 150 Ländern werden dazu...