Für Abtpräses Christian Haidinger OSB sollten in künftigen Synoden nicht mehr Männer über Frauen entscheiden.

„Schon in der Pfarre habe ich gemerkt: Ohne Frauen geht gar nichts". Hinsichtlich der Synode in Rom sagte Haidinger wörtlich: "Dort entscheiden 300 alte Männer über Familienfragen, ein paar Frauen dürfen zwar zuhören, aber letztlich entscheiden Männer über Frauenleben. Das passt einfach nicht mehr. Ich glaube Papst Franziskus fühlt auch, dass hier Änderungen notwendig sind. Er fordert nicht das Priestertum, aber vehement Leitungsämter in der Kirche für Frauen. Ich spüre, es ist etwas auf dem Weg. Aber wann es so weit sein wird, weiß ich nicht." Was das Frauenpriestertum betreffe, so fordere er es nicht, aber: „Ich bin nur fest überzeugt, dass es kommen wird und dass es gut ist, wenn es kommen wird. Und davon gebe ich Zeugnis!" (http://www.kathpress.at vom 16. 10.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Erstmals wurde der Kurt-Schubert-Gedächtnispreis an einen Muslim vergeben: Der Islamwissenschaftler und Religionspädagoge Zekirija Sejdini wird für interreligiöse Verständigung ausgezeichnet. Laudatorin Martina Kraml, Professorin am Institut für Praktische Theologie an der Universität Innsbruck, beschrieb den diesjährigen Preisträger als „Pionier, Wegbereiter und Brückenbauer […und als] ein Modell für das Gelingen interreligiöser Verständigung und Zusammenarbeit“. Der Preisträger Sejdini sagte, dass die zunehmende Polarisierung, der Antisemitismus, die Islamfeindlichkeit und die Christenverfolgungen die Notwendigkeit des interreligiösen Dialogs zeigen. Es gelte, gemeinsame Werte zu kultivieren, sich zur Vielfalt zu bekennen und „den je eigenen Beitrag für eine plurale Gesellschaft zu leisten“. Konkret gelte es, Verschiedenheiten zu artikulieren und zu akzeptieren und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Er erhielt die Auszeichnung für seine „Verdienste um eine zeitgemäße Erforschung und Vermittlung islamischer Glaubenslehren“, so das „Forum für Weltreligionen", das den Preis 2010 ins Leben gerufen (kap u. Die Furche v. 1. 3.)

     

  • Die befreiende Botschaft Jesu kann viele Frauen nicht erreichen, weil sie in der römisch-katholischen Kirche eine Barriere frauenfeindlicher Ablehnung wahrnehmen. Das bedauert die junge deutsche Theologin Alina Oehler am 8. März in Rom. In der Kirche gebe es „vom Glauben her für die moderne Frau sehr wohl einen Platz“, sagte sie, die in Tübingen und Rom katholische Theologie, Politikwissenschaft und Philosophie studierte, im Gespräch mit „Vatican News“. „Es ist schmerzhaft, aber es ist Realität: in der Kirche herrscht an vielen Stellen […] eine Frauenfeindlichkeit, eine Abwertung von Weiblichkeit.“ Dabei widerspreche Frauenfeindlichkeit „der Tradition und dem Glauben, weil in der Kirche andererseits Frauen so hochgehalten werden“, wie z. B. Maria und die Kirchenlehrerinnen Katharina von Siena, Teresa von Avila und Hildegard von Bingen. Daher sei es ihr ein Anliegen, Männer in der Kirche aufzurütteln, dass sie Frauen ernst nehmen. (vn v. 8. 3.)

     

  • Papst Franziskus hat am 12. März die baptistische Pastorin Bernice King (54 Jahre) in Audienz empfangen. Sie ist Tochter des vor 50 Jahren ermordeten US-amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. (JA v. 25. 3.)

     

Artikelempfehlungen

Innenminister Angelino Alfano forderte einen Bericht über die Beerdigung von Vittorio Casamonica an, der Kardinalvikar...
Verhütung sei „nichts absolut Böses“ und sei in einigen Fällen sogar einleuchtend, sagte er auf dem Rückflug von Mexiko...
Pressesprecher Pater Frederico Lombardi berichtet in einem Pressegespräch, dass auch der Kardinalstaatssekretär Pietro...