Segnen heißt

Segnen heisst,

die Hand auf etwas legen und sagen:

du gehörst trotz allem Gott.

So tun wir es mit der Welt,

die uns solches Leiden zufügt.

Wir verlassen sie nicht,

wir verwerfen, verachten,

verdammen sie nicht,

sondern wir rufen sie zu Gott.

Wir geben ihr Hoffnung,

wir legen die Hand auf sie und sagen:

Gottes Segen komme über dich.

 

Wir haben Gottes Segen empfangen

im Glück und im Leiden.

Wer aber selbst gesegnet wurde,

der kann nicht mehr anders,

als diesen Segen weitergeben,

ja, er muss dort, wo er ist,

ein Segen sein.

Nur aus dem Unmöglichen

kann die Welt erneuert werden.

Dieses Unmögliche

ist der Segen Gottes.

 

Dietrich Bonhoeffer

 

 

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