Die Begräbnisfeierlichkeiten für Bischof Maximilian Aichern wurden am Samstag, 7. Februar 2026 live auf ORF III sowie per livestream übertragen. Der öffentlich-rechtliche Sender würdigte Aichern als Bischof, dem Dialogbereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung und eine Kirche nah bei den Menschen wichtig gewesen sei: "Sein Einsatz für soziale Gerechtigkeit, ökumenische Offenheit und eine zeitgemäße Seelsorge machte ihn weit über die Grenzen Oberösterreichs hinaus zu einer prägenden Stimme der katholischen Kirche in Österreich", gab der ORF per Aussendung bekannt.
In den Tagen nach Aicherns Tod haben sich auch viele weitere Stimmen zu seinem Ableben geäußert. Bei einem Gedenkgottesdienst am 4.2. in der Kirche Santa Maria dell´Anima in Rom, mit der Aichern, der selbst in Rom studiert hatte, jahrzehntelang verbunden war, wurde Aichern als einer gewürdigt, "der Freude an Christus, an der Kirche und an jedem Menschen" gehabt habe. Entsprechend habe er immer wieder dazu aufgerufen, "Freude am Christsein zu haben." In Oberösterreich weiß man freilich, dass Aichern vor allem in den letzten für die Kirche krisenhaften Jahrzehnten den Menschen gern zugerufen hat: "Lasst euch die Freude am Christsein nicht nehmen!"
Daran erinnert auch die Frauenkommission der Diözese Linz in einer Aussendung, die Bischof Maximilian außerdem "von ganzem Herzen für sein vielfältiges Tun als liebevoller Hirte für alle Menschen in der Diözese und für seine Zuwendung zu den Anliegen der Frauen" dankt. An Aicherns Erbe erinnern auch die österreichischen Kirchenreformbewegungen, für die die Diözese Linz unter Aichern "Wegbereiterin einer >Kirche um der Menschen willen< und einer >Kirche der Zukunft<" war.
Foto: Gerold Wagner