"Eine Kirche, die glaubwürdig sein will, muss ehrlich auf ihre Wirklichkeit blicken."

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DBK-Vorsitzender Bischof Wilmer nimmt Stellung zur Situation der Kirche in Deutschland.

Die deutsche Bischofskonferenz stellte Anfang August ihre neue Broschüre mit Zahlen und Fakten zur Situation der Katholischen Kirche in Deutschland vor. Sie gibt Auskunft über die Entwicklung der geringer werdenden Mitgliederzahlen, über die pastoralen Dienste und Finanzen und zeigt anhand konkreter Beispiele die aktuellen Wirkungsfelder der Kirche auf.

In seiner Funktion als Vorsitzender der DBK hebt Bischof Heiner Wilmer im Vorwort hervor, dass Kirche nicht nur dort sei, wo Gottesdienst gefeiert werde: ""Kirche ist ... auch dort, wo Menschen begleitet, gestärkt und getröstet werden. Wo soziale Verantwortung übernommen wird, wo Kultur gefördert, Dialog ermöglicht und Hoffnung weitergegeben wird."

Er dankt den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen in den Gemeinden sowie den verschiedenen kirchlichen Einrichtungen, "dass sie Kirche vor Ort erfahrbar machen." In der Broschüre würden Zahlen und Fakten über die Kirche in Deutschland vorgestellt, aber: Hinter jeder Statistik stehe ein Mensch mit bestimmten Erfahrungen, Hoffnungen und konkreten Wegen des Glaubens.

Wilmer plädiert für einen ehrlichen Blick auf die Kirche und ihre auch schwierigen Entwicklungen: "Wir haben weniger Mitglieder, weniger Gottesdienstbesucherinnen und -besucher, weniger pastorales Personal und veränderte finanzielle Möglichkeiten. All dies dürfen und wollen wir nicht beschönigen, denn eine Kirche, die glaubwürdig sein will, muss ehrlich auf ihre Wirklichkeit blicken." Zugleich erzählen die Zahlen laut Wilmer aber nicht nur von einem Rückgang: "Sie erzählen auch von Einsatz, Verlässlichkeit und großer Verantwortung."

Heiner Wilmer ist seit Februar 2026 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und seit Juni 2026 Bischof von Münster; zuvor war der Ordensmann seit September 2018 Bischof von Hildesheim.