Josef Grünwidl ist Erzbischof von Wien!

Berichte |
Am 24. Jänner wurde der bisherige Diözesanadministrator Josef Gründwidl von Kardinal Christoph Schönborn zum Erbischof von Wien geweiht.

In einer feierlichen Liturgie im Wiener Stephansdom, die zum medialen Großereignis mit Live-Übertragung im ORF avancierte, wurde Josef Grünwidl wenige Tage vor seinem 63. Geburtstag zum neuen Erzbischof von Wien geweiht. In Anwesenheit des Apostolischen Nuntius von Wien, des Bundespräsidenten, des Bundeskanzlers sowie weiterer Vertreter:innen des politischen Lebens und zahlreichen Bischöfen und anderen Kirchenverterter:innen nahm die Weihe ein sehr gelöster Kardinal Christoph Schönborn vor, dem die Freude über seinen Nachfolger deutlich anzumerken war.

Die ohnehin sehr symbolträchtige Bischofsweihe-Liturgie wurde an einigen Stellen durch bemerkenswerte Zeichensetzungen erweitert. So wurde das künstlerisch sehr ansprechende Evangelienbuch, das eigens für diese Weihe und den Dienst des neuen Erzbischofs gefertigt wurde, gemeinsam von einem Priester, einer Pastoralassistentin, einem Diakon und einer Religionslehrerin wie ein Dach über den Kopf von Josef Grünwidl gehalten, bevor Kardinal Schönborn die Bitte an Gott richtete, er möge dem neuen Bischof den Geist der Leitung verleihen.

Die bischöflichen Insignien von Josef Grünwidl sind auf seinen Wunsch einfach gehalten. Bemerkenswert ist aber auch die Art und Weise, wie ihm der Bischofsstab überreicht wurde. Gründwidls Wahl war auf den hölzernen Stab von Weihbischof Helmut Krätzl gefallen, dessen Zeremoniär er in jungen Jahren gewesen ist; der Stab stand aber auch in Verwendung durch Weihbischof Florian Kuntner und Kardinal Franz König, die so wie Krätzl als Bischöfe in der Tradition des Zweiten Vatikanischen Konzils bezeichnet werden dürfen. Bei Grünwidls Weihe nun kam dieser Stab gleichsam aus dem Volk, er wurde aus dem Kirchenschiff heraus von Mensch zu Mensch weitergereicht, bevor er in der Apsis bei Kardinal Schönborn ankam, der ihn dann dem neuen Erzbischof überreichte.

Als Josef Gründwidl nach der Weihe auf der Kathedra des Stephansdoms und damit seinem Bischofssitz Platz nahm und damit nun offiziell Erzbischof von Wien war, wurde der Stephansdom von kräftigem Applaus erfüllt. Auch die Pummerin gratulierte und trug die Botschaft von der Bischofsweihe weit in die Stadt hinaus.

Für die Erzdiözese Wien ist der 24. Jänner 2026 sicherlich ein Tag der Freude. Sie hat wieder einen Erzbischof und hofft, mit dessen Schwung und Menschenfreundlichkeit gut in die Zukunft gehen zu können.