Der Vatikan ruft zu mehr Einsatz für Frauenrechte auf:

Die Rechte und die Entfaltung von Frauen müssen aus Sicht des Vatikan bei der Weiterentwicklung der UN-Millenniumsziele eine zentrale Rolle spielen. Systematische Gewalt und Diskriminierung seien nach wie vor weltweit verbreitet. Dies beklagte der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Kardinal Peter Turkson, am 21. Mai im Vatikan. Anlass des Appells ist eine Frauen-Konferenz in Rom vom 22. – 24. Mai in Rom zur Weiterentwicklung der UN-Millenniumsziele, der sogenannten Post-2015-Agenda. Ausgerichtet wird die Konferenz in Rom von Turksons Rat , dem "Weltbund Katholischer Frauenorganisationen" und der "Weltfrauenallianz für Leben und Familie". Zwar gibt es nach Worten des Kardinals auch deutliche Fortschritte im Bereich der politischen und wirtschaftlichen Teilhabe und der Ausbildung von Frauen. Noch bleibe aber viel zu tun. (Kathweb/KAP v. 21. 5.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, sagte im Gespräch mit Radio Vatikan, dass die Kirche in Syrien alles dafür tun werde, um Frieden und Versöhnung zu fördern. Für die Christen in Syrien hat 2020 mit einer Friedensmesse begonnen. Die Kirche sei überall präsent, auch dort, wo die Sunniten bewusst alles zerstört hätten. „In Aleppo haben die Menschen die wahre Haltung der Kirche entdeckt und zwar jene der Nächstenliebe. Es geht um die Hilfe für die Armen, es geht um den Respekt gegenüber Menschen. Das ist der Dialog des Lebens. Das ist das Schöne hier, trotz des Krieges. Die Christen haben diese Berufung und zwar mit einer Dynamik der Einheit. […] Wir müssen diese Dynamik der Einheit schaffen, was viel Kraft, spiritueller Glaube und Hoffnung bedarf.“ (vn v. 3. 1.)

     

  • Der Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Münster, Clemens Leonhard, plädiert für einen kirchlichen Segen für homosexuelle Paare: In den derzeitigen Vorschriften für eine Trauung wird z. B. für ältere Leute der Hinweis auf Kinder weggelassen. Sonderregelungen im Segensgebet gibt es ebenso bei Trauungen mit Christen anderer Konfessionen oder Religionen oder sogar für Atheisten. Warum also nicht auch für Homosexuelle, wenn es nur eine Segnung ist, fragt Leonhard. Es geht ja in den Trauungstexten „um das Glück der konkreten Menschen“ und er zitiert: „Wo Mann und Frau in Liebe zueinander stehen und füreinander sorgen, einander verzeihen, einander ertragen, wird deine Treue sichtbar.“ Diesen Satz könnte man doch auf „zwei Frauen oder zwei Männern“ umschreiben. Dem Wunsch der Homosexuellen nach einer Segnung gehört „nicht aus Großzügigkeit, sondern aus Gerechtigkeit“ entsprochen. (Die Furche v. 2. 1.)

     

  • Beim Angelus-Gebet zum Hochfest Epiphanie (6. Jänner) hat Papst Franziskus den Gläubigen der katholischen und orthodoxen Ostkirchen gratuliert. „Für sie und ihre Gemeinden wünschen wir das Licht und den Frieden von Christus, dem Retter“, sagte er beim Mittagsgebet vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. Er lud die Anwesenden zu einem Applaus für die ostkirchlichen Getauften ein, die ihr Weihnachtsfest am 7. Januar feiern.  (vn v. 6. 1.)

     

Artikelempfehlungen

An der Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. ist bemerkenswert, dass man dafür vom notwendigen anerkannten Wunder...
Neben den Bischöfen und Priestern nehmen 17 Ehepaare (u.a. aus dem Irak, Südafrika und Kamerun) sowie weitere 17...
In einer spektakulären öffentlichen Vergebungsbitte warf sich Erzbischof Francisco Javier Martinez Fernandez mit...