Die Diözesansynode der Diözese Brixen-Bozen ermöglicht auch Laien die Leitung einer Pfarre.

Auf diese Weise sollen alle Pfarren, "die sich als lebendig und funktionsfähig erweisen, erhalten bleiben. […] Die einzelnen Pfarreien und Kirchengemeinden werden von einem Priester oder von Laien geleitet", heißt es in einem von den Synodalen erarbeiteten und von Bischof Ivo Muser bestätigten Visionspapier zum Thema "Struktur". Die Kirche müsse vor Ort verankert und "in den verschiedenen Lebensbereichen der Menschen erfahrbar" sein. Kirchliche Strukturen erfüllten ihren Zweck "dort, wo Begegnung stattfindet". Die Leitung einer Pfarre durch Laien ist zwar im Kirchenrecht als Ausnahmeregelung vorgesehen, doch diese "könnte sich durch die Synode vor allem in den kleineren Pfarren zum Regelfall entwickeln". Für Priester seien Verkündigung und die Feier der Sakramente die Schwerpunkte ihres pastoralen Wirkens. Vision der Synode ist, dass sich die Geistlichen auf ihre "ureigenen Aufgaben als Seelsorger" konzentrieren, während "alle nicht typisch priesterlichen Aufgaben" von hauptamtlichen oder ehrenamtlichen Laien übernommen werden. (Kathweb/KAP v. 24. 7.; JA v. 2. 8.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Im Zeichen der Erinnerung an die vor fünf Jahren in Libyen ermordeten „koptischen Märtyrer“ sind in der oberägyptischen Stadt Samalut ein Denkmal sowie ein Museum eröffnet worden. (JA v. 1. 3.)

     

  • Anlässlich des internationalen Weltfrauentags am 8. März hat die islamische und römisch-katholische Theologin Shahrzad Houshmand einen Schulterschluss gläubiger Frauen verschiedener Religionen für Gerechtigkeit angeregt. Die Iranerin, die dem Frauenrat des päpstlichen Kulturrates angehört, nahm an einer interreligiösen Frauenveranstaltung in Rom teil – und würdigte dabei die „Erklärung zur Geschwisterlichkeit aller Menschen“ von Abu Dhabi als wegweisend. Shahrzad Houshmand, Vizepräsidentin der Internationalen Vereinigung „Religious for Peace“ in Italien, meinte: „Wenn dann die Frauen des Glaubens sich vereinen, um auf den Schrei der Menschheit zu antworten, ein Schrei um Geschwisterlichkeit und menschliche Werte, dann wird das sicher ein großes Echo haben zugunsten der Menschheit.“ Die doppelte Theologin Houshmand hält die Abu-Dhabi-Erklärung für „orthodox und revolutionär zugleich“: „Es gibt ein enormes gemeinsames Erbe an Werten, wenden wir uns also diesen gemeinsamen Werten zu, die eingeprägt sind im Herzen jedes menschlichen Wesens. Das ist in sich schon eine wichtige Botschaft.“ (vn v. 3. 3.)

     

  • Zum Zeichen der Einheit der Orthodoxie wurde in der serbisch-orthodoxen Mariä Geburt-Kirche in Wien-Neulerchenfeld die Panorthodoxe Vesper zum „Sonntag der Orthodoxie" gefeiert. Dem Gottesdienst standen Metropolit Arsenios (Kardamakis) und der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) vor. Mit ihnen feierten viele orthodoxe Geistliche und Gläubige aus unterschiedlichen Jurisdiktionen, darunter auch der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar und stellvertretende Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Nicolae Dura. Metropolit Arsenios sagte in seinem Schlusswort: „Wir sind eine Kirche. Wenn eine Ortskirche leidet, leidet die ganze Orthodoxie mit." Er hob als Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz die gute Situation der Orthodoxie in Österreich hervor. Das sei auch der „brüderlichen Liebe" der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche zu danken. Dankbar erinnerte der Bischof daran, dass die Erzdiözese Wien im Jahr 2010 beschlossen hatte, die Neulerchenfelder Kirche der serbisch-orthodoxen Kirche zu übergeben. (kap v. 9. 3.)

     

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