Die österreichische kirchenkritische römisch- katholische "Laieninitiative“ (LI) präsentiert ihre „Kirchenreform-Enzyklika“ mit dem programmatischen Titel: "Die Kirche von morgen".

Am 17. September stellen die Proponenten der Bewegung, der frühere ÖVP-Generalsekretär und Volksanwalt Herbert Kohlmaier und der emeritierte Linzer Völkerrechtler Heribert Köck, das Dokument "Die Kirche von morgen" der Öffentlichkeit vor. In Form eines fiktiven Apostolischen Schreibens eines künftigen Papstes beschreibt die Initiative, „was ein Reformkonzil beschließen muss, um den Niedergang abzuwenden“. Kohlmaier betonte: „Der Mensch muss das Anliegen der Kirche sein und nicht umgekehrt." Papst Franziskus löse sich von vielem, was vor ihm sakrosankt gewesen sei, stoße aber auf erbitterten Widerstand der „Ewiggestrigen". Franziskus könne das System in der Zeit, die ihm noch zur Verfügung stehe, nicht verändern. Der Schlüssel für die Zukunft der Kirche liege in den Gemeinden, wo fortschrittlich gesinnte Priester Großartiges leisten würden, sagte Kohlmaier. (kathpress vom 17. 9.; http://www.wienerzeitung.at vom 17. 9.; JA v. 27. 9.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Konkrete Maßnahmen gegen Hassreden, will das „Internationale Dialogzentrum König-Abdullah“ (KAICIID) in Wien setzen. Dafür werden knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt. Das gab der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaamar, in einer Aussendung bekannt. Unterstützt werden Projekte in Europa und dem Nahen Osten, in Myanmar, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik. Die Initiative ist auf einer KAICIID-Tagung zum Thema „The Power of Words“ in Wien ins Leben gerufen worden. An der Tagung haben mehr als 150 Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Religion, Politik, Kultur und Medien teilgenommen, darunter der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Miguel Ayuso Guixot. (kap u. vn v. 1. 11.)

     

  • Die Grundform des priesterlichen Dienstes in der römisch-katholischen Kirche wird die ehelose Lebensform bleiben, betonte Kardinal Christoph Schönborn in einem Fernsehinterview. Er habe sich trotzdem bei der Amazonien-Synode für die Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern in Ausnahmefällen ausgesprochen und für diesen Vorschlag im Schlussdokument votiert. (kap u. vn v. 4. 11.)

     

  • Es ist eine ökumenische Premiere in Österreich: Erstmals tagen die Mitglieder der römisch-katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz gemeinsam. Das Treffen findet ab 4. November im Wiener Erzbischöflichen Palais statt. Nach einem Austausch über Themen, die für beiden Kirchen relevant sind, wird um 18.30 Uhr eine gemeinsame Vesper in der griechisch-orthodoxen Kathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) gefeiert, zu der alle Gläubigen eingeladen sind. Der gemeinsame Teil der Tagung endet mit einem Empfang des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenois (Kardamakis), der auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich ist. Danach diskutierte der rein römisch-katholische Episkopat u. a. die Ergebnisse der Amazonien-Synode, an der Kardinal Schönborn teilgenommen hatte. (kap u. vn v. 3. 11.)

     

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