Hoffnungszeichen April 2026 - Ökumene

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Hunderte Menschen nahmen an einer ökumenischen Karfreitagsprozession in Berlin teil. Hunderte Menschen zogen in einem Schweigemarsch, an dessen Spitze ein drei Meter hohes grünes Kreuz getragen wurde, von der Marienkirche am Alexanderplatz zur St.-Hedwigs-Kathedrale am Bebelplatz. Angeführt wurde diese Karfreitagsprozession von Erzbischof Heiner Koch, dem evangelischen Bischof Christian Stäblein, dem griechisch-orthodoxen Bischof Emmanuel von Christoupolis und der Berliner Generalsuperintendentin Julia Helmke. (domradio.de v. 3. 4.)

Der Wiener Erzbischof Grünwidl empfängt den orthodoxen Metropoliten. Im Mittelpunkt der Begegnung mit dem antiochenischen griechisch-orthodoxen Metropoliten Isaak (Barakat) im Erzbischöflichen Palais standen die ökumenischen Beziehungen. In der Metropolie Isaaks, die Deutschland, die Niederlande und Österreich umfasst, sei die Kirche stetig im Wachsen: „Wir brauchen immer neue Kirchen." Er sei dankbar für die Gastfreundschaft und Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen und evangelischen Kirche. Das Patriarchat von Antiochien mit Sitz in der syrischen Hauptstadt Damaskus ist eines der fünf großen altkirchlichen Patriarchate neben Rom, Konstantinopel, Alexandria und Jerusalem. Die Gläubigen des Patriarchats feiern die byzantinische Liturgie meist in arabischer Sprache. Sie leben vorwiegend in Syrien und im Libanon sowie in Diaspora-Diözesen in den USA, in Lateinamerika und in Westeuropa. Die Zahl der Gläubigen weltweit reichen von 750.000 bis 3 Millionen. In Österreich gibt es Gemeinden in Wien, Hall, Linz und Salzburg. (kap v. 14. 4.)

Die Anglikanische Erzbischöfin war erstmals bei Papst Leo XIV. zu Gast. Sarah Mullally, Erzbischöfin von Canterbury und erstes weibliches Oberhaupt der Anglikanischen Gemeinschaft, ist von Papst Leo XIV. in Audienz empfangen worden. Bei der Begegnung im Apostolischen Palast würdigte der Papst die gemeinsamen Anstrengungen für ihren vor 60 Jahren aufgenommenen Dialog, wie der Vatikan mitteilte: „Während unsere leidende Welt den Frieden Christi dringend benötigt, schwächen die Spaltungen unter Christen unsere Fähigkeit, diesen Frieden wirksam zu verkünden". Es gelte, sich unermüdlich im Sinne ihrer Einheit dafür einzusetzen, „alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die die Verkündigung des Evangeliums behindern". Es wäre „ein Skandal", wenn Anglikaner und Katholiken nicht weiter daran arbeiteten, ihre Differenzen zu überwinden, „so unüberbrückbar sie auch erscheinen mögen". Die Erzbischöfin meinte, es seien beide dazu berufen, „das Evangelium mit neuer Klarheit zu leben und zu verkünden. […] Wir müssen daher gemeinsam für das Gemeinwohl arbeiten – immer Brücken bauen, niemals Mauern." Nach dem Vier-Augen-Gespräch von Papst Leo XIV. mit Erzbischöfin Mullally fand ein gemeinsames Gebet in der Kapelle von Papst Urban VIII. im Apostolischen Palast statt. Der Dialog zwischen Anglikanern und Katholiken wird unter anderem durch die Arbeit der Internationalen Anglikanisch-Katholischen Kommission (ARCIC) und der Internationalen anglikanisch-römisch-katholischen Kommission für Einheit und Mission (IARCCUM) gepflegt. (kap u. vn v. 27. 4.)

Die römisch-katholische Kirche Deutschlands bekennt ihre Schuld gegenüber den Freikirchen. Sie habe erst lernen müssen, diese als ökumenische Partner wahrzunehmen und zu respektieren, sagte der Ökumenebeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gerhard Feige, bei einem Jubiläumsempfang in Berlin zum 100-jährigen Bestehen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Der Magdeburger Bischof betonte, die VEF habe ökumenische Pionierarbeit darin geleistet, Vielfalt in den Traditionen, theologischen Akzentsetzungen, Frömmigkeitsstilen und Ausprägungen auf der einen Seite und Einheit im Glauben auf der anderen Seite zu leben und zu gestalten. Er hege große Bewunderung für die Entschiedenheit, mit der freikirchliche Christinnen und Christen ihren Glauben lebten. (domradio v. 30. 4.)