Hoffnungszeichen Jänner 2026 - Ökumene

Hoffnungszeichen   |

Die Innsbrucker ökumenische Gesprächseinrichtung „Der Brunnen" wurde renoviert. Die umfassende Renovierung hatte ein klares Ziel, so Leiter Philipp Klutz in einer Aussendung der Diözese: „Besucher und Besucherinnen sollen weiterhin eine angenehme, vertrauliche und zugleich zeitgemäße Atmosphäre vorfinden - mitten im lebendigen Umfeld des Einkaufszentrums." Vom Eingangsbereich führen die Wege zu den weiteren Räumen: zum „Raum der Stille" und zum Gesprächsraum. „Der Brunnen" ist seit seiner Gründung im Jahr 2002 ein ökumenisches Projekt der römisch-katholischen und evangelischen Kirche. Das Angebot ist - unabhängig von jeglicher Religionszugehörigkeit - anonym, vertraulich, kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Die laufenden Kosten tragen die beiden Kirchen, das Einkaufszentrum DEZ stellt die Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung. Das Herzstück des „Brunnens" bilden die rund 40 ehrenamtlich Mitarbeitenden, betonte Klutz. (kap v. 3. 1.)

Der Landeshauptmann und der römisch-katholische Diözesanbischof des Burgenlandes besuchten das orthodoxe Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee. Hans Peter Doskozil und Bischof Ägidius Zsifkovics wurden von Metropolit Arsenios (Kardamakis) und Weihbischof Maximos (Rudko) empfangen. Die Delegation besichtigte zunächst die Umbauarbeiten an den beiden ehemaligen Wohnhäusern, die nun als feste Unterkunft für die Klostergemeinschaft dienen. Dort ist der private Rückzugsort der Bruderschaft von derzeit drei Mönchen und einem Mönchspriester. Das Kloster finde als spiritueller Ort auch von Nicht-Orthodoxen Beachtung, hieß es in einer Mitteilung. Hingewiesen wurde auch auf den hohen Stellenwert des interkonfessionellen Dialogs. Anlass des Neujahrsbesuchs war der zehnte Jahrestag der Ankunft der Mönche in St. Andrä, nachdem sie vorübergehend im Pfarrhof von Weiden am See untergebracht war. Das Kloster Maria Schutz ist laut Aussendung inzwischen „fest im religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben des Burgenlandes verankert". (kap v. 5. 1.)

Ökumenische Seelsorge bietet im Europa-Park in Rust (BRD) Orte der Stille. Zwischen lauten Achterbahnen und Attraktionen im Europa-Park gibt es auch ruhige Orte. In drei Kapellen werden Kinder getauft, Ehen geschlossen und Segnungen gespendet. Die ökumenische Seelsorge überrascht mit vielfältigen Angeboten. Andrea Ziegler (Evangelische Seelsorgerin im Europa-Park) im Interview: „Es gibt im Europa-Park drei verschiedene kirchliche Orte. So zum Beispiel im Hotel Santa Isabel eine Jakobus-Kapelle. […] Die Kapelle ist geweiht und wird in ökumenischer Verbundenheit für Hochzeiten und Taufen genutzt…“ Thomas Schneeberger (Katholischer Seelsorger im Europa-Park) dazu: „In allen drei Kapellen findet das kirchliche Leben so statt, wie es in allen anderen Kirchen auch stattfindet. Es gibt unglaublich viele Trauungen, unglaublich viele Taufen und unglaublich viele Segnungsfeiern. Wenn Gruppen Eucharistie feiern wollen, dann fragen die an und wir können dort Eucharistie feiern. Das findet aber nicht jeden Sonntag statt. […] Die Böcklinkapelle ist bis heute einer der wenigen Orte, in die man reingehen kann, die Tür schließt und es ist plötzlich still….“ (domradio.de v.12. 1.)

Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich fordert in Wiener Misrachi Synagoge: Gegenseitiges Verständnis vertiefen! Die Bedeutung des Dialogs zwischen Christen und Juden für Frieden und Zusammenhalt der Gesellschaft hat der armenisch-apostolische Bischof Tiran Petrosyan, betont. Gerade in einer Zeit zunehmender Polarisierung seien Orte des Lernens, des Zuhörens und des respektvollen Austauschs unverzichtbar. Der interreligiöse Dialog „hilft uns, den Glauben des anderen nicht als Bedrohung, sondern als Einladung zur eigenen Vertiefung zu verstehen". Bei der Veranstaltung in der Misrachi Synagoge ging es um die Bedeutung des Gebets im Judentum. Es referierten der jüdische Historiker Awi Blumenfeld und der Judaist Prof. Gerhard Langer. Der „Tag des Lernens" ist wie auch der „Tag des Gedenkens" dem „Tag des Judentums" (17. Jänner) vorangestellt. Für alle Christen sei es von unschätzbarem Wert, aus der jüdischen Gebetstradition zu lernen, „aus jener geistlichen Quelle, aus der auch unser eigener Glaube schöpft", so Langer. (kap v. 13. 1.)

Die christlichen Kirchen in Salzburg und den angrenzenden Regionen Bayerns veranstalteten eine ökumenische Bibelwoche. Bei der Initiative, die sich über den Zeitraum vom 17. bis 25. Jänner erstreckt, soll die Bibel grenzüberschreitend als zentrales Zeugnis des christlichen Glaubens in den öffentlichen Fokus gerückt werden, ist einer Aussendung zu entnehmen. Im Mittelpunkt der Bibelwoche steht die Auseinandersetzung mit der biblischen Botschaft von Frieden, Gerechtigkeit und der Verantwortung für die Schöpfung. Ein zentraler Programmpunkt ist der ökumenische Gottesdienst am 24. Jänner in der Evangelischen Stadtkirche Bad Reichenhall. Vertreterinnen und Vertreter mehrerer christlicher Kirchen - aus Salzburg der evangelische Pastor Meinhardt von Gierke, der römisch-katholische Regionaldechant Alois Rupert Dürlinger und die methodistische Pastorin Dorothee Büürma, aus Bayern u. a. der evangelische Pfarrer Florian Herrmann - haben ihre Teilnahme zugesagt. Die ökumenische Bibelwoche wird seit 2022 auf Initiative der Bibelwelt Salzburg durchgeführt. Unterstützt wird sie vom Ökumenischen Arbeitskreis Salzburg mit Vertreterinnen und Vertretern der altkatholischen, römisch-katholischen, evangelischen, evangelisch-methodistischen und rumänisch-orthodoxen Kirche. (kap v. 14. 1.)

Im Stift Klosterneuburg findet ein Ökumene-Gottesdienst mit Metropolit Arsenios statt. Der Gottesdienst am 20. Jänner im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen wird von Metropolit Arsenios von der griechisch-orthodoxen Kirche geleitet, der auch die Predigt hält, wie es in einer Aussendung heißt. Neben Propst Anton Höslinger wirken auch Landesuperintendent Ralf Stoffers von der evangelisch-reformierten Kirche, Pfarrerin Kerstin Fritz von der evangelisch-lutherischen Kirche sowie ein Vertreter der koptisch-orthodoxen Kirche mit. Der Gottesdienst würdigt auch das ökumenische Engagement des Liturgiepioniers Pius Parsch. (kap am 16. 1.)

Papst Leo XIV. ruft bei Mittagsgebet zu mehr Einheit der Christen auf. Mit Blick auf die „Gebetswoche für die Einheit der Christen" ersucht er alle römisch-katholischen Gemeinden, verstärkt für die „volle sichtbare Einheit aller Christen" zu beten. „Der Einsatz für die Einheit muss stets mit unserem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einhergehen". In diesem Jahr sind die Gebete und Betrachtungen von einer ökumenischen Gruppe des Referats für interreligiöse Beziehungen der Armenischen Apostolischen Kirche zum Thema „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch zu einer Hoffnung berufen seid" erarbeitet worden. (domradio v. 18. 1.)

Im Wiener Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich plädiert man für „leidenschaftliche Ökumene". Der Gottesdienst fand in der altkatholischen Salvatorkirche im 1. Bezirk statt. Der armenisch-apostolische Bischof und ÖRKÖ-Vorsitzende Tiran Petrosyan konnte zum Gottesdienst zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen begrüßen. Der griechisch-orthodoxe Archimandrit Ilias Papadopoulos betonte in seiner Predigt, dass die Welt angesichts der zahlreichen Krisen umso mehr das gemeinsame Zeugnis der Christen brauche. Mit Petrosyan und Papadopoulos standen der designierte Wiener Erzbischof Josef Grünwidl, die altkatholische Bischöfin Maria Kubin, der methodistische Superintendent Stefan Schröckenfuchs, die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler, der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos Emanuel Aydin und der orthodoxe Pfarrer und Theologe Ioan Moga dem Gottesdienst vor; weiters auch der serbisch-orthodoxe Erzpriester Slavisa Bozic, Reverend Patrick Curran von der Anglikanischen Kirche, Pastor David Bunce von den Baptisten und Yves Becker von der Neuapostolischen Kirche. „Hausherrin" war die altkatholische Vikarin Dorothee Hahn. Archimandrit Papadopoulos zeigte sich in seiner Predigt dankbar dafür, dass die Zeit der Konfrontation zwischen den Kirchen weitgehend überwunden sei. Vieles, was noch vor einigen Jahrzehnten an Zusammenarbeit undenkbar war, sei heute selbstverständlich. Das Streben nach Einheit der Christen sei „nicht verhandelbar", zitierte Papadopoulos Patriarch Bartholomäus I. Vom 18. bis 25. Jänner wird jedes Jahr die internationale „Gebetswoche für die Einheit der Christen" begangen. Dem ÖRKÖ gehören derzeit 17 Kirchen an: die Altkatholische Kirche, Anglikanische Kirche, Armenisch-apostolische Kirche, Bulgarisch-Orthodoxe Kirche, Evangelische Kirche A.B., Evangelische Kirche H.B., Evangelisch-methodistische Kirche, Griechisch-Orthodoxe Kirche, Koptisch-Orthodoxe Kirche, Römisch-Katholische Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche, Russisch-Orthodoxe Kirche, Serbisch-Orthodoxe Kirche und Syrisch-Orthodoxe Kirche. Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche, der Bund der Baptistengemeinden und die Neuapostolische Kirche sind „Mitglieder mit beratender Stimme". Weitere Organisationen besitzen Beobachterstatus. (kap v. 21. 1.)

Für Papst Leo XIV. ist Einigkeit unter Christen ein Vorbild für die ganze Menschheit. „In vielen Situationen erleben wir Konflikte, Polarisierungen, Missverständnisse und gegenseitiges Misstrauen", heißt es in einer Botschaft des Papstes anlässlich des 100. Weltmissionssonntags. „Wenn dies auch in unseren Gemeinschaften geschieht, schwächt es ihr Zeugnis. […] In diesem Sinne wird es von Bedeutung sein, die ökumenischen Beziehungen zu allen christlichen Kirchen zu intensivieren und dabei auch die Chancen zu nutzen, die sich aus der gemeinsamen Feier des 1.700. Jahrestages des Konzils von Nizäa ergeben haben". Die Christen sollten die Verschiedenheit als Reichtum annehmen. „Die missionarische Einheit ist natürlich nicht als Uniformität zu verstehen, sondern als Zusammenwirken verschiedener Charismen für dasselbe Ziel: die Liebe Christi sichtbar zu machen und alle zur Begegnung mit ihm einzuladen". Dazu sollen „konkrete Wege der Zusammenarbeit untereinander für und in der Mission" entwickelt werden. (kap v. 25. 1.)

Das Forum der Christlichen Kirchen in Oberösterreich plädiert für gemeinsamen Auftrag der Kirchen. Hoffnung und Zuversicht zu den Menschen bringen: Dieser Auftrag der christlichen Kirchen wurde beim Ökumenischen Gottesdienst in der Baptistengemeinde Linz im Rahmen der internationalen „Gebetswoche für die Einheit der Christen" hervorgehoben. An der vom Forum der Christlichen Kirchen in Oberösterreich getragenen Feier beteiligten sich am 23. Jänner Repräsentantinnen und Repräsentanten aus elf christlichen Kirchen, unter ihnen der römisch-katholische Linzer Bischof Manfred Scheuer, der evangelische Superintendent Gerold Lehner und Pfarrer Gernot Mischitz von der evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinde Leonding, teilte die Diözese Linz mit. Die Unterlagen für die Gebetswoche werden jedes Jahr in einem anderen Land vorbereitet, dieses Mal von Gläubigen der Armenisch-apostolischen, Armenisch-katholischen und der Evangelischen Kirche Armeniens. (kap v. 25. 1.)

Papst Leo XIV betont „Wir sind eins – wir sind es bereits!“ „Wir teilen nämlich den Glauben an den einen und einzigen Gott, den Vater aller Menschen, und wir bekennen gemeinsam den einen Herrn und wahren Sohn Gottes Jesus Christus und den einen Heiligen Geist, der uns beseelt und zur vollen Einheit und zum gemeinsamen Zeugnis für das Evangelium drängt. […] Wir sind eins! Wir sind es bereits! Erkennen wir es an, erleben wir es, bekunden wir es!“ Dies sagte er bei einer feierlichen Vesper in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Die Vesper markierte den Abschluss der „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“. Dazu begrüßte er u. a. den griechisch-orthodoxen Metropoliten Polykarpos für das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel, den armenisch-apostolischen Erzbischof Khajag Barsamian, den anglikanischen Bischof Anthony Ball sowie den Pfarrer der deutschen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Rom. In seiner Predigt kam der Papst auch auf den synodalen Erneuerungsprozess in der römisch-katholischen Kirche zu sprechen. Dieser Prozess müsse, so sagte er mit einem Zitat seines Vorgängers Franziskus, auch ökumenisch sein. „Ich glaube, dass dies ein Weg ist, um gemeinsam im gegenseitigen Verständnis der jeweiligen synodalen Strukturen und Traditionen zu wachsen. […Wir wollen uns] bemühen, die ökumenischen synodalen Praktiken weiterzuentwickeln und einander mitzuteilen, wer wir sind, was wir tun und was wir lehren.“ Interessant war sein Hinweis auf das Jahr 2033 über die Möglichkeit einer gemeinsamen, christlichen Pilgerfahrt nach Jerusalem, um dort an Jesu Tod und Auferstehung vor 2000 Jahren zu erinnern. (vn v. 25 1.)

In Moskau fand eine ökumenischer Gebetsandacht statt. Anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen kamen in der Moskauer römisch-katholischen Pfarre St. Peter und Paul Vertreterinnen und Vertreter von Katholiken, Lutheranern, Adventisten, Baptisten und Pfingstlern zusammen um für die Einheit der Christen zu beten. Repräsentanten der russisch-orthodoxen Kirche fehlten. Kyrill Gorbunow, der Generalvikar der römisch-katholischen Erzdiözese Moskaus, wisse den Grund dafür nicht. (kap v. 27. 1.)

In Oberwart findet eine ökumenische Gedenkfeier für die Roma-Attentatsopfer (1995) statt. Die Romapastoral der Diözese Eisenstadt gedenkt am 1. Februar des Attentats von Oberwart. In der Nacht von 4. auf 5. Februar 1995 wurden vier junge Roma von einer Rohrbombe getötet, die der Bombenbauer Franz Fuchs als Sprengfalle vorbereitet hatte. An der Gedenkfeier bei der Gedenkstätte „Am Anger" werden u. a. Mitglieder der Volksgruppe teilnehmen, weiters der in der Österreichischen Bischofskonferenz für die Romaseelsorge zuständige Weihbischof Franz Scharl und der burgenländische Superintendent Robert Jonischkeit. Die traditionelle Mitwirkung von Jugendlichen an der Gestaltung hat in diesem Jahr angesichts entdeckter antisemitischer Beschmierungen im Vorjahr besondere Bedeutung, sagte Manuela Horvath, Leiterin der Romapastoral, im Kathpress-Interview. Jugendliche halfen, diese Graffitis in einer Unterführung nahe der Gedenkstätte zu überdecken. (kap v. 29. 1.)

Italiens Kirchen schließen einen ökumenischen Pakt. Die sechs Artikel umfassende Selbstverpflichtung wurde während der Gebetswoche zur Förderung der Einheit der Christen in Bari unterzeichnet. Im Einzelnen bekräftigen die 18 Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften Jesus Christus als Ursprung ihrer Einheit. Daher wollen sie jede Spaltung und jedes Missverständnis meiden und „bitten um die göttliche Gnade der Vergebung und der gegenseitigen Versöhnung". Weiters verpflichten sie sich zur Vermeidung „jeder Form von Konkurrenz, Missionierung oder Unterdrückung". Jede Gemeinschaft solle ihre eigene konfessionelle Identität in Wahrheit und Liebe bewahren und die andere als Glaubensschwester willkommen heißen. Ebenso verpflichten sich die Kirchen zur Zusammenarbeit für das Gemeinwohl, Bewahrung der Schöpfung und Unterstützung für Arme, Migranten, Ausgegrenzte und Leidende. Ausdrücklich versprechen sie Einsatz im „Kampf gegen Antisemitismus, Islamophobie und alle anderen Formen religiöser Diskriminierung". Im Schlussappell heißt es mit einem Zitat aus dem Johannes-Evangelium: „Wir beten zum Heiligen Geist, dass er unsere Herzen erneuere und uns zu jener vollen Gemeinschaft führe, die nur er bewirken kann: ‚dass sie alle eins seien‘". (kna u. kap v. 29. 1.)

Der neue Wiener Erzbischof und die evangelische Bischöfin bekunden Willen zur Zusammenarbeit. Erzbischof Josef Grünwidl hat der evangelisch-lutherischen Bischöfin Cornelia Richter seinen Antrittsbesuch abgestattet. Das Gespräch im evangelischen Oberkirchenrat in Wien sei in einer außerordentlich herzlichen Atmosphäre verlaufen, sagten beide im Anschluss gegenüber Kathpress. Wichtige Themen seien etwa der gemeinsame Einsatz für Frieden, Versöhnung und Dialogbereitschaft oder auch gegen die zunehmende Vereinsamung so vieler Menschen gewesen. Grünwidl stellte fest: Theologisch gebe es immer noch große offene Fragen etwa im Blick auf das Amtsverständnis oder die Sakramente, und es sei wichtig, diese zu behandeln. Aber „vielleicht noch wichtiger […ist es,] dass die Kirchen vor allem in Zeiten wie diesen gemeinsam auftreten und gemeinsam zu den großen Fragen die Stimme erheben und Impulse in der Gesellschaft setzen". An dem Austausch im Oberkirchenrat in Wien nahmen auch die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler, der Wiener evangelische Superintendent Matthias Geist und Grünwidls Büroleiterin Nina Sevelda-Platzl teil. (kap u. vn v. 30. 1.)