Ökumene

Der theologische Dialog zwischen römisch-katholischer und orthodoxer Kirche sollte von Initiativen des gemeinsamen Zeugnisses begleitet werden. Das betonte der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. nach Angaben der Stiftung „Pro Oriente“ in der Liturgie zum Andreas-Fest im Istanbuler Phanar. Bei diesen „Initiativen des Zeugnisses" gehe es um Aktionen in gegenseitigem Vertrauen. An dem Gottesdienst in der St. Georgskathedrale nahm auch eine „brüderliche Delegation" aus dem Vatikan mit Kardinal Kurt Koch teil. Der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) in Gang gekommene Dialog schreite mit „Beharrlichkeit, Realismus und vollem Vertrauen in die Göttliche Vorsehung" auf jenem Weg voran, der zum Ziel der so sehr ersehnten vollen Einheit führen werde. Das werde trotz der Einwände jener geschehen, die entweder den Wert der Theologie gering schätzten oder die Ökumene für eine Utopie hielten. Die jüngsten „tragischen Ereignisse der Gewalt im Namen Gottes und der Religion" machten den Wert und die Bedeutung des interreligiösen Dialogs deutlich. Der Patriarch ist überzeugt, dass die Ausarbeitung einer allgemein akzeptierten christlichen Anthropologie eine wichtige Unterstützung für die Beziehungen von orthodoxer und römisch-katholischer Kirche bedeuten würde. Denn erst dann werden die Kirchen auf dem Weg der Wahrheit und der Liebe, den Quellen wahren Lebens und wahrer Freiheit in Christus, voranschreiten. (kap v. 2. 12.)

 

Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige begrüßt das jüngste Vatikanpapier zur Ökumene. Durch den Text werde klar, dass Ökumene „für die katholische Kirche weltweit ein zentrales Thema ist“, so Feige, der in der Deutschen Bischofskonferenz für Ökumene verantwortlich ist. „Die Bischöfe werden aufgefordert und ermutigt, in ihrem jeweiligen Kontext unter den dort gegebenen Bedingungen, die sehr unterschiedlich sein können, die Einheit der Christen zu fördern.“ Die „hohe Praxisorientierung“ des römischen Papiers nennt Bischof Feige „hilfreich“. „Zu Recht wird die Bedeutung von Kommunikation und Dialog für die Ökumene unterstrichen.“ In Deutschland sei „sehr viel“ von dem, wozu der Päpstliche Einheitsrat mit der neuen Publikation aufruft, „bereits umgesetzt“ und schon „selbstverständlich“ geworden. „So bestätigt das Dokument das ökumenische Engagement der Deutschen Bischofskonferenz“. (dbk u. vn v. 4. 12.)

 

Im Zeichen der Bergpredigt des Matthäus-Evangeliums stand das Ökumenische Friedensgebet für Äthiopien und Eritrea in der Wiener Canisiuskirche, zu dem „Pro Oriente“ mit der Arbeitsgemeinschaft der afro-asiatischen und lateinamerikanischen Gemeinden in der Erzdiözese Wien eingeladen hatten. Die entscheidenden Mt-Verse über die Nächsten- und Feindesliebe wurden auf Amharisch, Tigrinya und Deutsch proklamiert. Der „Pro Oriente“-Vizepräsident, em. Univ.-Prof. Rudolf Prokschi, bezeichnete diese Worte der Bergpredigt als „größte Herausforderung“. Der Präsident von „Pro Oriente“, Botschafter i. R. Alfons M. Kloss, gedachte in seiner Fürbitte der verfolgten Christen in Äthiopien und in aller Welt. Das Vaterunser wurde von allen Anwesenden gemeinsam in ihren Sprachen gebetet. Ausschlaggebend für das Friedensgebet waren die blutigen Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Bundestruppen und der Regionalregierung der Region Tigray. Das Friedensgebet wurde vom armenisch-apostolischen Bischof Tiran Petrosyan und dem Wiener Weihbischof Franz Scharl geleitet. (vn v. 9. 12.)

 

Mit einem ökumenischen Gebet für Frieden und Gewaltlosigkeit in Belarus haben die evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die deutsche römisch-katholische Bischofskonferenz (DBK) und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) im Berliner Dom auf die Lage in Weißrussland hingewiesen. Dem Friedensgebet standen die Auslandsbischöfin der EKD, Petra Bosse-Huber, Erzbischof Heiner Koch als Vorsitzender der Unterkommission für Mittel- und Osteuropa der DBK, sowie der Vorsitzende der ACK, Erzpriester Radu Constantin Miron, vor. An der Vorbereitung waren beteiligt: der Arbeitskreis Christliche Vision des belarussischen Koordinierungsrates und die Hilfswerke Renovabis und Brot für die Welt. Als Vertreterin der belarussischen Protestbewegung sprach Swetlana Tichanowskaja ein Grußwort. Die Bischöfin Bosse-Huber verlangte nach einem „Dialog zwischen Regierung und Zivilgesellschaft“. Erzbischof Heiner Koch betonte in seiner Predigt: „Ihr seid in Belarus nicht allein, wir stehen zu Euch! […] Und wir lernen, dass die Kirche mutig sein muss und bereit, Stellung zu beziehen, wo die Menschenwürde und die Menschenrechte mit Füßen getreten werden.“ Erzpriester Radu Constantin Miron erklärte: „Mit diesem Friedensgebet geben wir unserer großen Sehnsucht nach Frieden und Gewaltlosigkeit in Belarus Ausdruck. Die ACK in Deutschland trägt diesen Namen, weil wir, die großen und die hierzulande kleinen Kirchen, gemeinsam arbeiten wollen für die Einheit der Kirche Jesu Christi, für das gemeinsame Zeugnis, für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung Gottes.“ (vn v. 14. 12.)

 

Weihnachten 2020 findet trotz Corona-Pandemie statt – und zwar ökumenisch im Internet: Das Schweizer Projekt heißt „Trotzdem Licht – Weihnachten findet statt“ und ist ein zweiminütiges Video, dass man gratis in die eigene Website einbauen oder in Gottesdiensten verwenden darf. Das Weihnachtsvideo trägt die Weihnachtsbotschaft musikalisch vor. An dem ökumenischen Projekt sind u. a. beteiligt: der Einsiedler Abt Urban Federer, der Theologiestudent Claude Bachmann von der Fachstelle für offene kirchliche Jugendarbeit, Gunda Brüske, Co-Leiterin des Liturgischen Instituts der deutschsprachigen Schweiz, sowie Martin Schmidt, reformierter Kirchenratspräsident von St. Gallen. (vn v. 15. 12.)

 

Der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg will am Heiligen Abend ein Zeichen setzen: Unabhängig von der Konfession sollen am 24. Dezember um 14.55 Uhr die Glocken aller Lübecker Kirchen gleichzeitig läuten. Darauf habe sich die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) geeinigt. Dadurch soll trotz fehlender Gottesdienste die Weihnachtsbotschaft von Liebe und Frieden auf Erden erlebbar werden, sagte die Pröpstin des Kirchenkreises, Petra Kallies. Der ACK gehören neben der evangelisch-lutherischen und der römisch-katholischen auch die reformierte Kirche sowie Baptisten, Methodisten, Mennoniten, die Freie evangelische Gemeinde und die Heilsarmee an. (dpa u. www.sz.de v. 16. 12.)

 

Die jährliche Gebetswoche für die Einheit der Christen vom 18. bis 25. Januar und die ebenfalls jeweils im Januar stattfindende „Allianzgebetswoche“ der evangelikal geprägten Evangelischen Allianz sollen künftig stärker ökumenisch vernetzt werden. Wie der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB) in Berlin ankündigte, wollen der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Radu Constantin Miron, und der Generalsekretär der Deutschen evangelischen Allianz (DEA), Reinhard Schink, am 16. Januar 2021 in Berlin eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen. Seit 1968 werden die Gebetstexte für die Gebetswoche für die Einheit der Christen vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) und Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen herausgegeben. Erarbeitet werden sie jeweils von ökumenischen Vorbereitungsgruppen aus wechselnden Ländern. Ähnlich verhält es sich mit der Allianzgebetswoche, die 1856 in Hamburg initiiert wurde und nach DEA-Angaben die am längsten jährlich stattfindende überkonfessionelle Veranstaltungsreihe ist. Beim dritten schon ökumenisch ausgerichteten Gebetstag mit dem Titel „Eins“ im Januar 2020 wurden innerhalb eines ökumenischen Gottesdienstes „Gebetsstationen“ in den unterschiedlichen konfessionellen Traditionen angeboten: Taize-Gebet, tänzerisches Gebet, orthodoxes Gebet, Litanei-Gebet, afrikanischer Lobpreis, Gebet für die Stadt in freikirchlicher Tradition. Am Ende stand ein „Worship-Konzert“. (kna u. vn v. 17. 12.)

 

Eine Woche vor Weihnachten haben der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der Vorsitzende der römisch-katholischen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, ein gemeinsames ökumenisches Wort zum Christfest veröffentlicht: „Fürchtet euch nicht!“: Mit dieser Botschaft hätten die Engel die Geburt Christi in der Welt angekündigt. Diese Botschaft gelte uns bis heute. Denn die Corona-Lage macht Angst. „Wir halten uns in aller Angst und Bedrängnis an dem Kind in der Krippe fest und vertrauen darauf, dass Gott in allem bei uns ist. Gott bei euch.“ (vn v. 17. 12.)

 

Normalerweise findet das sogenannte „Ökumenische Theologische Studienjahr“ an der Dormitio-Abtei der Benediktiner in Jerusalem statt. Doch wegen der Corona-Beschränkungen mussten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Rom ausweichen. Dort empfing sie Papst Franziskus in Audienz. „Das Studienjahr ist eine Gelegenheit für Studierende der katholischen und evangelischen Theologie, die biblischen Stätten kennenzulernen und den Ostkirchen sowie der jüdischen und islamischen Welt zu begegnen. Auch wenn ihr in diesem Jahr diese Erfahrung nicht im Heiligen Land machen könnt, […] so sollen das vertiefte Studium der Heiligen Schrift, die Ökumene und der interreligiöse Dialog stets ein typisches Kennzeichen eures Programms bleiben”, sagte der Papst. Und der Leiter des Studienjahres, Pater Nikodemus Schnabel, OSB, erklärte: „Wir tun das eben seit 47 Jahren gemeinsam, ökumenisch – und auch mit Schwerpunkten, die in Zukunft wohl immer wichtiger werden. Damit meine ich Ökumene nicht nur evangelisch-katholisch, sondern auch hin zu den Ostkirchen, und den Dialog mit Judentum und Islam. Und natürlich Bibel, Archäologie…“ (vn v. 18. 12.)

 

Die Kirchen im Bundesland Sachsen-Anhalt (80 Prozent Konfessionslose, 15 Prozent Christen) arbeiten beim Religionsunterricht enger zusammen: Wenn es an einer Schule evangelische und römisch-katholische Religionslehrkräfte gibt, können sie den Unterricht in Klassen der jeweils anderen Konfession im jährlichen Wechsel erteilen. (JA v. 20. 12.)

 

Das gemeinsame Vorhaben von Papst Franziskus und dem Anglikanerprimas Justin Welby, den Südsudan zu besuchen, bleibt aufrecht: Das bekräftigen beide in einem gemeinsamen Schreiben an politische Persönlichkeiten den Südsudan. Die Botschaft trägt auch die Unterschrift des Vorsitzenden der Generalversammlung der Church of Scotland, Martin Fair. Christus sei in einem „staubigen Stall mit Tieren“ zur Welt gekommen und habe jene, die in seinem Reich groß sein wollten, dazu eingeladen, „die Diener aller zu sein“. Franziskus, Welby und Fair erinnern an die Begegnung der beiden Widersacher Riek Machar und Salva Kiir mit dem Papst im Vatikan vom April 2019. Dabei kniete der Papst nieder, um beiden die Füße zu küssen. Man freue sich über die inzwischen erzielten „kleinen Fortschritte“ auf dem Weg zum Frieden: „Wenn wir auf Besuch kommen, möchten wir Zeugen einer veränderten Nation sein“. An der Spitze des Südsudan sollten auch veränderte Politiker stehen, die „einander an der Hand halten, vereint wie einfache Bürger, um Väter (und Mütter) der Nation zu werden“, wiederholt das Schreiben die Worte, die Franziskus bereits im April 2019 an sie gerichtet hatte. Der Bürgerkrieg hat seit 2013 an die 400.000 Todesopfer gefordert, vier Millionen Menschen ergriffen die Flucht. (vn v. 24. 12.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Die Christinnen und Muslimas in Deutschland setzen aufs gemeinsame Tun: Zuerst wird beim Karlsruher Religionsdialog das Vaterunser gebetet, dann werden Koransuren vorgetragen, sagt Annette Bernards von der Dialoginitiative Christlich-Islamischen Gesellschaft Karlsruhe (CIGK). „Früher, da war es ganz schwierig, wie man ein gemeinsames Gebet gestaltet“, blickt Annette Bernards im Interview mit Radio Vatikan auf den Beginn der CIGK 1995 zurück. Bei den Friedensgebeten sei das jetzt anders. „Da wird das Vaterunser gebetet, das ist den Muslimen inzwischen vertraut, und wir hören die Koransuren, die gesungen werden. Das ist sehr viel unkomplizierter geworden und auch ein Stück weit mutiger auf beiden Seiten. Annette Bernards leitet gemeinsam mit der gebürtigen Tunesierin Najoua Benzarti die CIGK. Auch Benzarti, die seit 37 Jahren in Deutschland lebt, spricht über viele heute gemeinsame Selbstverständlichkeiten: Ob gemeinsam Kochen oder Fußballspielen, Konferenzen organisieren oder jährlich die städtischen Anti-Rassismus-Wochen gestalten – gemeinsames Tun gehöre heute dazu, so Benzardi: „Wir haben im Rahmen des christlich-muslimischen Dialoges hier in Karlsruhe nachhaltige Traditionen gewonnen.“ Was die Glaubenstraditionen und das Beten betrifft, geht es weder um Missionierung noch darum, die Religionen zu vermischen. Das werde bei der Gestaltung gemeinsamer Gebetsveranstaltungen deutlich. Manchmal würden auch Texte der Friedenstreffen von Assisi gesprochen, ergänzt Benzarti, „eine Bereicherung!“ Und Annette Bernards berichtet: „Es geht sehr oft um den Vergleich von Bibel und Koran, dass wir zum Beispiel Propheten aussuchen und fragen: Kommen die im Koran auch vor? Was haben die gemeinsam, was nicht. […] Auch gemeinsame Ausflüge in Moschee- oder Kirchengemeinden und in eine Synagoge werden organisiert. […] Das ist der Vorteil, dass wir offen für alle Frauen sind, egal, ob sie schiitisch oder sunnitisch, gläubig oder nicht gläubig, evangelisch oder katholisch sind.“ Bestes Beispiel dafür sind die Leiterinnen der CIGK selbst: Die Islamwissenschaftlern Benzarti studierte VWL und ist Mitglied im Migrationsbeirat in Karlsruhe für den Bereich Kultur und interreligiösen Dialog. Die CIGK bemüht sich auch um interregionale Vernetzung und ist Mitglied im Dachverband „Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs". (vn v. 2. 2.)

     

  • Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) haben ihre Gespräche über den Prozess „Gemeinsam auf dem Weg zur Erneuerung der Kirche“ fortgeführt. Bei der nächsten Sitzung wird erörtert, was genau die Anlauf- bzw. Ombudsstellen für Fragen der Gleichstellung zwischen den Geschlechtern sein und leisten sollen. Der SKF und der Frauenrat der SBK „schätzen das konstruktive Miteinander“ sowie „den spürbaren Willen, gemeinsam für Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der katholischen Kirche einzustehen“, heißt es in einer Mitteilung. Die Delegation der SBK vertraten Weihbischof Denis Theurillat sowie Marlies Höchli (Frauenrat SBK). Der SKF wurde durch Vorstandsmitglied Iva Boutellier sowie Präsidentin Simone Curau-Aepli repräsentiert. Viele Katholikinnen in der Schweiz wünschen sich Reformen in ihrer Kirche, ähnlich wie etwa in Deutschland mit seinem „Synodalen Weg“. So schlägt der SKF über die Ombudsstellen für Gleichstellungsfragen hinaus auch Quoten zur Vertretung von Frauen in kirchlichen Leitungsgremien vor. Die SBK hat der SKF vorgeschlagen, Frauen mit beratender Stimme an ihren Vollversammlungen zu beteiligen. Der SKF hat für Frauen auch neue Formen der sakramentalen Sendung für Taufe und Krankensalbung gefordert. (vn v. 3. 2.)

     

  • In der Debatte um die wechselseitige Einladung zur Eucharistie- oder Abendmahlsfeier hat die römisch-katholische Theologin Dorothea Sattler das Votum deutscher Theologen gegen die Kritik Vatikans verteidigt. Der Text des Ökumenische Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK), dessen wissenschaftliche Leiterin auf römisch-katholischer Seite sie ist, sei die Frucht jahrelanger theologischer Studien, sagte sie bei einer Online-Diskussion. Dabei habe es „Fortschritte in der theologischen Wahrnehmung" der jeweils anderen Konfession gegeben. Sie finde es „abgründig traurig", dass die vatikanische Glaubenskongregation dies nicht wertschätze. Die verbleibenden Unterschiede im Amtsverständnis der Kirchen dürften nicht länger als entscheidendes Kriterium für die Kommuniongemeinschaft gelten. Vielmehr sei es heute begründungspflichtig, "warum wir nicht gemeinsam Mahl feiern", sagte die in Münster lehrende Theologin. Auch die Göttinger evangelische Theologin Christine Axt-Piscalar bescheinigte dem ÖAK-Votum, dieses entfalte auf Basis evangelischer Grundlagentexte „sehr valide" ein Verständnis des ordinierten Amtes. Damit wandte sie sich auch gegen die Kritik des Kardinals Kurt Koch, der dem Theologenpapier mit Blick auf eine entgegenstehende Praxis in der evangelischen Kirche in Deutschland eine „mangelnde Erdung" vorgeworfen hatte. (kna u. kap v. 11. 2.)

     

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