Wenn die Kirche nicht offen ist für das Neue, bleibt sie stehen und verkümmert:

Das sagte Papst Franziskus bei seiner Frühmesse am 28. April im Vatikan. Er bezog sich in seiner Predigt auf die Apostelgeschichte, die von den Anfängen der christlichen Gemeinden nach der Steinigung des Stephanus berichtet (Apg 11,19-26). Viele jüdische Neu-Christen hätten damals nicht verstanden, warum das Heil „auch den Griechen“ verkündet werde. „Dass der Heilige Geist genau deswegen gekommen ist: um uns zu erneuern, um uns immer und immer wieder zu erneuern. Das macht natürlich ein bisschen Angst. In der Kirchengeschichte sehen wir von Anfang an bis heute, wieviel Ängste es vor den Überraschungen des Heiligen Geistes gibt. Es ist der Gott der Überraschungen!  […]   Die Kirche geht voran mit diesen Überraschungen, mit diesen Neuheiten des Heiligen Geistes. […Manche sagen:] Machen wir’s doch einfach wie immer, dann sind wir auf der sicheren Seite...’“ Doch nein, das gehe nicht, widersprach Franziskus: Alles so machen, wie es immer schon gemacht wurde, führe zum „Tod“. Vielmehr gelte es, „zu riskieren, mit dem Gebet, viel zu riskieren, mit der Demut“, und zu handeln, wenn uns der Geist bittet, etwas zu „ändern“: „Das ist der Weg!“ (http://de.radiovaticana.va vom 28. 4)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Konkrete Maßnahmen gegen Hassreden, will das „Internationale Dialogzentrum König-Abdullah“ (KAICIID) in Wien setzen. Dafür werden knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt. Das gab der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaamar, in einer Aussendung bekannt. Unterstützt werden Projekte in Europa und dem Nahen Osten, in Myanmar, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik. Die Initiative ist auf einer KAICIID-Tagung zum Thema „The Power of Words“ in Wien ins Leben gerufen worden. An der Tagung haben mehr als 150 Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Religion, Politik, Kultur und Medien teilgenommen, darunter der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Miguel Ayuso Guixot. (kap u. vn v. 1. 11.)

     

  • Die Grundform des priesterlichen Dienstes in der römisch-katholischen Kirche wird die ehelose Lebensform bleiben, betonte Kardinal Christoph Schönborn in einem Fernsehinterview. Er habe sich trotzdem bei der Amazonien-Synode für die Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern in Ausnahmefällen ausgesprochen und für diesen Vorschlag im Schlussdokument votiert. (kap u. vn v. 4. 11.)

     

  • Es ist eine ökumenische Premiere in Österreich: Erstmals tagen die Mitglieder der römisch-katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz gemeinsam. Das Treffen findet ab 4. November im Wiener Erzbischöflichen Palais statt. Nach einem Austausch über Themen, die für beiden Kirchen relevant sind, wird um 18.30 Uhr eine gemeinsame Vesper in der griechisch-orthodoxen Kathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) gefeiert, zu der alle Gläubigen eingeladen sind. Der gemeinsame Teil der Tagung endet mit einem Empfang des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenois (Kardamakis), der auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich ist. Danach diskutierte der rein römisch-katholische Episkopat u. a. die Ergebnisse der Amazonien-Synode, an der Kardinal Schönborn teilgenommen hatte. (kap u. vn v. 3. 11.)

     

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