Die Hoffnung ist groß, dass der Gesprächsprozess zwischen Klerikern und Nicht-Klerikern, Bischöfen und Ordensleuten, kirchlich Angestellten und Menschen aus den verschiedenen Initiativgruppen weitergehen wird. Immer noch redet Rom viel zu viel mit, aber die Ortskirchen werden zunehmend stärker. Manche Bischöfe stellen sich immer noch gegen viele ihrer Gläubigen und versuchen, zu verhindern, was doch nicht mehr zu verhindern ist: die Eigenverantwortung, das Mitreden und Mitbestimmen des ganzen Volkes Gottes.
Im Vorfeld organisierten kirchliche Gruppierungen eine Pressekonferenz, auf der beachtliche Statements zu hören waren. Durchwegs ging es dabei darum, dass die geforderten und beschlossenen Reformen auch in den örtlichen Diözesen und Kirchengemeinden ankommen und verwirklicht werden müssen und dass das Kleben an einem männerbündisch-hierarchisch-absolutistischen Klerikalsystem, das eine Zweiklassenkirche schuf, ein Ende haben muss.
So stellte die geistliche Beirätin des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), Dorothee Sandherr-Klemp aus Köln, fest: "Gerade in einer Zeit der entfesselten politischen Machtspiele und des Machtmissbrauchs, in einer Hoch-Zeit der vermeintlich starken Männer und selbsternannten Führer, die das Recht des Stärkeren einfordern, brauchen wir dringend das jesuanische <Bei euch aber soll es nicht so sein>. Genau dafür steht der Synodale Weg!"
Martha Heizer