Martha Heizer als Vorsitzende bestätigt

Mit großer Mehrheit (78%) wurde Martha Heizer bei der ao. Vollversammlung der Plattform "Wir sind Kirche" am 27.09.2014 in Salzburg als Vorsitzende bestätigt.

 

Pressemitteilung der APA:

 

Die Plattform „Wir sind Kirche“ hat sich nun endgültig entschieden, ihre exkommunizierte Vorsitzende Martha Heizer im Amt zu belassen. Darüber hinaus wurde ein Antrag, priesterlose Eucharistiefeiern mit Beauftragung durch den Ortsbischof in das Reformprogramm der Bewegung aufzunehmen, angenommen, teilte „Wir sind Kirche“ Samstagabend mit.

Nach der Exkommunikation Heizers und ihres Mannes vergangenen Mai eben wegen solcher priesterloser Eucharistiefeiern (allerdings ohne bischöfliche Beauftragung) waren in der Plattform vereinzelt Rücktrittsaufforderungen gegen die Vorsitzende aufgekommen, etwa von ihrem Vorgänger Hans Peter Hurka. Nach einer ersten Bestätigung durch den Vorstand im Juni sprach sich nun auch eine außerordentliche Vollversammlung in Salzburg für einen Verbleib der pensionieren Religionspädagogin aus.

Befürchtet worden war von Heizers Gegnern, dass durch ihren Verbleib die Gesprächsbasis der Plattform mit der Kirchenleitung zunichte gemacht worden sei. Nunmehr heißt es aber in einer Stellungnahme von „Wir sind Kirche“, dass die Kirchengeschichte viele Beispiele dafür aufweise, dass der Mut zum Ungehorsam einzelner eine Veränderung der Strukturen bewirkt habe. Es gehe nicht an, sich in den Reformforderungen an der Kirchenleitung zu orientieren und daran, dass diese mit den Handlungen der Bewegung einverstanden sein müsse. (APA)

 

Bericht im ORF: http://religion.orf.at/stories/2670892/

 

11.06.2014: http://religion.orf.at/stories/2651995/

 

 

Artikelempfehlungen

Am 12. Juli 2014 vollendet Dom Erwin Kräutler sein 75. Lebensjahr. „Wir sind Kirche“ gratuliert dem vielgeehrten...
09.07.2011, Hans Peter Hurka   „Wir sind Kirche“ rät zu mehr Dialog statt unverständlichem und unangebrachtem Gehorsam...
07.04.2013, Hans Peter Hurka   „Wir sind Kirche“ unterstützt nicht das „Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien“, weil...