Geschichte

Eine Chronologie der Ereignisse

 

Im Jahr 1995 spitzt sich die Krise der römisch-katholischen Kirche in Österreich anlässlich der Vorfälle rund um Kardinal Groer dramatisch zu. Sehr viele Menschen leiden darunter, dass der Zugang zur eigentlichen Botschaft Jesu Christi durch Strukturen und aktuelle Begebenheiten erschwert oder unmöglich wird.

Die offizielle Kirche schweigt, zugleich gibt es nicht wenige Katholikinnen und Katholiken die der Meinung sind, dass eine Krise den Keim zum Untergang, aber auch die Chance zu einem zukunftsweisenden Neubeginn enthalten kann.

Dr. Thomas Plankensteiner, Dr. Martha Heizer und Mag. Bernadette Wagnleithner rufen zum Kirchenvolks-Begehren auf, um die dringend notwendigen Reformen in der röm.-kath. Kirche einzuleiten.

 

 

Gefordert wird:

1. Aufbau einer geschwisterlichen Kirche

Gleichwertigkeit aller Gläubigen, Überwindung der Kluft zwischen Klerus und Laien (nur so kann die Vielfalt der Begabungen und Charismen wieder voll zur Wirkung kommen).
Mitsprache und Mitentscheidung der Ortskirchen bei Bischofsernennungen (Bischof soll werden, wer das Vertrauen des Volkes genießt)

 

2. Volle Gleichberechtigung der Frauen

Mitsprache und Mitentscheidung in allen kirchlichen Gremien
Öffnung des ständigen Diakonats für Frauen
Zugang der Frauen zum Priesteramt (Die Ausschließung der Frauen von kirchlichen Ämtern ist biblisch nicht begründbar. Auf den Reichtum der Fähigkeiten und Lebenserfahrungen von Frauen kann die Kirche nicht länger verzichten. Das gilt auch für Leitungsämter.)

 

3. Freie Wahl zwischen zölibatärer und nicht-zölibatärer Lebensform

(Die Bindung des Priesteramtes an die ehelose Lebensform ist biblisch und dogmatisch nicht zwingend, sondern geschichtlich gewachsen und daher veränderbar. Das Recht der Gemeinden auf Eucharistiefeier und Leitung ist wichtiger als eine kirchenrechtliche Regelung.)

 

 

4. Positive Bewertung der Sexualität als wichtiger Teil des von Gott geschaffenen und bejahten Menschen

Anerkennung der verantworteten Gewissensentscheidung in Fragen der Sexualmoral (z.B. Empfängnisregelung)
Keine Gleichsetzung von Empfängnisregelung und Abtreibung
Mehr Menschlichkeit statt pauschaler Verurteilungen (z.B. in Bezug auf voreheliche Beziehungen oder in Fragen der Homosexualität)
Anstelle der lähmenden Fixierung auf die Sexualmoral stärkere Betonung anderer wichtiger Themen (z.B. Friede, soziale Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung …)

 

5. Frohbotschaft statt Drohbotschaft

Mehr helfende und ermutigende Begleitung und Solidarität anstelle von angstmachenden und einengenden Normen
Mehr Verständnis und Versöhnungsbereitschaft im Umgang mit Menschen in schwierigen Situationen, die einen neuen Anfang setzen möchten (z.B. wiederverheiratete Geschiedene, verheiratete Priester ohne Amt), anstelle vonunbarmherziger Härte und Strenge

 

  • 5. April 1995: Idee des Kirchenvolks-Begehrens wird geboren.
  • 14. April 1995: Pressekonferenz in Innsbruck, Dr. Thomas Plankensteiner, Dr. Martha Heizer, Mag. Bernadette Wagnleithner kündigen das Kirchenvolks-Begehren an.
  • 21. Mai 1995: Der endgültige Text des Kirchenvolks-Begehrens wird auf einer Vollversammlung aller Träger in Salzburg im Diözesanbildungshaus St. Virgil beschlossen.
  • 3. bis 25. Juni 1995: In ganz Österreich sammeln tausende ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Unterschriften für das Kirchenvolks-Begehren. Der Beginn am Pfingstsamstag, dem 3.Juni, ist gleichzeitig der Todestag von Papst Johannes XXIII.
  • 4. Juli 1995: Ende der Auszählung. Die Unterstützungslisten werden zum Schutz der Anonymität bei einem Notar in Innsbruck hinterlegt.
  • 5. Juli 1995: Pressekonferenz in Wien; Verlautbarung des Ergebnisses: 505.154 katholische Frauen und Männer aus Österreich unterschreiben das Kirchenvolks-Begehren. Weitere 4.017 Unterschriften sind aus 31 Staaten auf 5 Kontinenten.
  • 7. Juli 1995: Übergabe der Forderungen an den Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz, Bischof Johann Weber, in Graz, gemeinsam mit einem Korb voll Samenkörnern, welche die mehr als 505.000 Stimmen symbolisieren.
  • Sommer 1995: Weitergabe der Idee an Südtirol und Deutschland. Noch im selben Jahr finden auch dort erfolgreich Kirchenvolks-Begehren mit denselben Forderungen statt.
  • In Südtirol unterschreiben mehr als 18.000 Frauen und Männer, in Deutschland mehr als 1,8 Millionen.
  • In Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, den Niederlanden, den USA und in Kanada laufen Vorbereitungen dafür.
  • Oktober 1995: Aus dem Kirchenvolks-Begehren ist die zunächst informelle Plattform „Wir sind Kirche“ hervorgegangen; sie präsentiert ein Modell zur Einbindung der Ortskirche in die Bischofsbestellung.
  • 26. November 1995: Aktionstag in Salzburg unter dem Motto: „Senfkorn Hoffnung“. Als Zeichen der großen Hoffnung steigt für je 1000 Unterschriften ein Luftballon.
  • Dezember 1995: Die Plattform „Wir sind Kirche“ kündigt „Herdenbriefe“ an. Erstes Thema: Sexualität.
  • Jänner 1996: Der Plattform „Wir sind Kirche“ wird in Tübingen gemeinsam mit der deutschen KirchenVolksBewegung der „Herbert Haag-Preis für Freiheit in der Kirche“ verliehen.
  • Februar 1996: Die Plattform „Wir sind Kirche“ schreibt einen offenen Brief an den „lieben Bruder Papst“ und bittet dabei um ein Gespräch mit ihm. Sie bekommt keine Antwort darauf.
  • 24. März 1996: Der österreichweite Verein Plattform „Wir sind Kirche“ wird in Salzburg-Oberalm formell beschlossen. Sein erster Vorsitzender ist Dr. Thomas Plankensteiner. Er tritt am 6. Dezember 1998 zurück. Durch Vorstandsbeschluss, bestätigt in der Vollversammlung am 25. April 1999, folgt ihm Dr. Hubert Feichtlbauer nach. Er wird auf eigenen Wusch am 5. April 2002 durch die langjährige Geschäftsführerin Ingrid Thurner abgelöst. Seit 17. April 2004 ist Ing. Hans Peter Hurka Vorsitzender.
  • Mit einer Aktion „zweite Unterschrift“ wird die Mitgliederwerbung gestartet. Bis zum Jahr 2000 zählt der Verein rund 1.300 Mitglieder in ganz Österreich. Die Zahl der Mitglieder ist langsam steigend. 2011 waren es bereits 1500. Der Verein ist vollständig eigenfinanziert und dadurch unabhängig.
  • März 1996: Mit der Aktion „Weinberg“ lädt die Plattform „Wir sind Kirche“ Frauen und verheiratete Männer ein, öffentlich ihre Bereitschaft zu erklären, priesterliche Dienste zu übernehmen. Ebenso werden ihre Gemeinden befragt, ob sie die Dienste von diesen Personen in Anspruch nehmen wollen. Über 100 zustimmende Meldungen treffen dazu ein. Gleichzeitig werden von der Plattform „Wir sind Kirche“ Vorbereitungskurse zur Weihe von Frauen konzipiert.
  • 16. Juni 1996: Die Plattform „Wir sind Kirche“ veranstaltet die 1. „Kirchenvolks-Versammlung“ in Linz unter dem Motto: „..und sie bewegt sich doch!“. Wie sich die Erde dreht, ohne dass wir es spüren, so bewegt sich die Kirche in Richtung Reformen; für viele leider viel zu langsam!
  • 2.– 6. September 1996: In Gösing findet eine Expertentagung zum Thema „Kirche und Gesellschaft im dritten Jahrtausend“ statt. Alle Bischöfe Österreichs sind anwesend. Beim Arbeitskreis Theologie ist als Vertreterin der Plattform „Wir sind Kirche“ Dr. Martha Heizer dabei.
  • 6. September 1996: In Annaberg und Kapfenberg finden Gespräche zum Thema: „Jugend und Kirche“ statt. Seitens der Plattform „Wir sind Kirche“ nehmen Dr.Thomas Plankensteiner, Dr. Martha Heizer, Ingrid Thurner und Bernhard Deflorian teil.
  • 6.– 8. September 1996: Die Bischöfe Österreichs laden zur „Wallfahrt der Vielfalt“ nach Mariazell. Die Plattform „Wir sind Kirche“ gestaltet ihren Teil der „Wallfahrt der Vielfalt“ als „Romaria“, eine Fußwallfahrt nach lateinamerikanischem Vorbild. Am Weg zur Basilika werden die zahlreichen „Stolpersteine“ auf dem Weg der Kirche zur Erneuerung dargestellt. Auf Steinen, Plakaten, Transparenten und Flugblättern wird an längst fällige Reformen und an die Hindernisse für die Glaubwürdigkeit der Kirche erinnert.
  • 15. Oktober 1996: Der 1. „Herdenbrief“ zum Thema Sexualität erscheint unter dem Titel: „Liebe-Eros-Sexualität“. Damit wird die Reihe der „Herdenbriefe“ eröffnet. In Anspielung auf die Hirtenbriefe der Bischöfe zeigt die Plattform „Wir sind Kirche“, dass auch die Katholikinnen und Katholiken den Bischöfen etwas zu sagen haben. Es wird ein „Grundtext“ erstellt und im Kirchenvolk diskutiert. Der so geformte Text wird dann beschlossen und mit den eingelangten Erfahrungsberichten ergänzt. Er erscheint samt Erfahrungsberichten auch in Buchform und wird allen Bischöfen Österreichs und dem Bischof von Brixen übermittelt.
  • 23. und 24. November 1996: In Rom wird beim ersten internationalen Treffen der InitiatorInnen der Kirchenvolks-Begehren die Internationale Bewegung „Wir sind Kirche“ gegründet. („INTERNATIONAL MOVEMENT WE ARE CHURCH“ - IMWAC) Dr. Thomas Plankensteiner gehört dem ersten Koordinationsteam an, Elfriede Harth, die 5 Sprachen spricht, ist erste Sprecherin.
  • Heute umfasst IMWAC Gruppen in mehr als 25 Ländern bzw. Regionen auf allen Kontinenten: Australien, Belgien, Canada, Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Irland, Katalonien, Kanada, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien, Südtirol, Portugal und die USA sowie Österreich. Seit 2010 sind auch aus Südafrika und Brasilien Gruppen Mitglieder bei IMWAC.
  • 13. Dezember 1996: Dr. Thomas Plankensteiner veröffentlicht sein Buch „Gottes entlaufene Kinder“. Darin untermauert er theologisch die Forderungen des „Kirchenvolks-Begehrens“.
  • 8. Februar 1997: Bischof Kapellari lädt im Anschluss an unseren 1. Herdenbrief zum Thema „Liebe-Eros-Sexualität“ zu einer hochkarätigen Gesprächsrunde ins Bildungshaus St. Georgen am Längsee ein. Daran nehmen u. a. Univ.-Prof. Dr. Günter Virt, Univ.-Prof. Dr. Jörg Splett, Univ.- Prof. Dr. Barbara Gerl-Falkowitz, Univ.-Prof. Dr. Frahling, Univ.-Prof. Dr. Hans Rotter, Univ.- Prof. Dr. Kremer, sowie seitens der Plattform „Wir sind Kirche“ Dr. Thomas Plankensteiner, Dr. Martha Heizer, Ingrid Thurner und Dr. Jakob Patsch teil. Das Gespräch wird in der Kathpress dokumentiert.
  • 28. März, Karfreitag 1997: Die Plattform „Wir sind Kirche“ schreibt einen offenen Brief an die Österreichische Bischofskonferenz. Dabei mahnt sie den Dialog über ihre Forderungen ein und verurteilt die Bestrebungen zum „Übergang in die Normalität“.
  • 19./20. April 1997: Die Plattform „Wir sind Kirche“ lädt am Weltgebetstag für geistliche Berufe zu einem Studientag nach Salzburg, Maria Plain, ein. Thema: „Frauenberufung – Frauenweihe“. Mehr als 90 Frauen haben ihre Bereitschaft zu priesterlichem Dienst bekundet. Am Studientag nehmen 64 Frauen teil. In der daraufhin veröffentlichten „Maria Plainer Erklärung“ treten wir gemeinsam für die Weihe von Frauen ein.
  • Aktion Lila Stola: Der Vatikan bekräftigt das NEIN von Papst Johannes Paul II. zur Priesterweihe von Frauen als „endgültig“ und „unwiderruflich“. Eine Idee von Valerie Stroud aus Großbritannien wird aufgegriffen: In vielen Gottesdiensten und Veranstaltungen weisen Frauen und Männer durch das Tragen einer lila Stola darauf hin, dass sie auf die volle Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche warten (inklusive Frauendiakonat(s) und Priesterinnen-Weihe).
  • April 1997: Die Bischofskonferenz ruft den „Dialog für Österreich“ aus. Ziel ist ein Dialogforum im Jahr 1998.
  • 10. Juni 1997: An die Bischöfe Österreichs werden „Riesenpostkarten zur Erinnerung an unsere Forderungen“ versendet. Da Bischof Stecher zuvor für den Dialog eingetreten war, wird er davon ausgenommen. Seine Karte erhält dafür der Nuntius.
  • September 1997: Die Österreichischen Bischöfe stellen fest, die Themen des „Kirchenvolks-Begehrens“ sollen beim „Dialog für Österreich“ ausgeschlossen bleiben.
  • 11. Oktober 1997: „INCONTRO INTERNAZIONALE DEL POPOLO DI DIO“: 500 Delegierte aus aller Welt treffen einander zum 35. Jahrestag der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils in Rom und übergeben ihre „Botschaft an den Bruder Papst“. Eine persönliche Übergabe wird unterbunden, und Johannes Paul II. schweigt dazu bis heute.
  • 23. November 1997: Mit einer Aktion „Rosen für den Bischof, Dornen für den Vatikan“ begrüßt die Plattform „Wir sind Kirche“ Bischof Alois Kothgasser bei seiner Weihe in Innsbruck. Die Rosen stehen für die freundliche Begrüßung des neuen Bischofs, die Dornen sind Zeichen des Ärgers über die römische Missachtung der Ortskirchen bei der Bestellung.
  • Jänner 1998: Eine repräsentative Gallup-Umfrage bestätigt eindrucksvoll die Zustimmung des aktiven Kirchenvolkes zu den Forderungen des „Kirchenvolks-Begehrens“.
  • Februar 1998: Pater Udo Fischer wird als Pfarrer in Paudorf von Bischof Krenn abgesetzt. Bei der daraufhin von der Plattform „Wir sind Kirche“ mitorganisierten Demonstration bezeugen dem Benediktiner des Stiftes Göttweig mehr als 16.000 Frauen und Männer ihre Unterstützung. Pater Udo leitet bis heute die Pfarre Paudorf!
  • 30. März 1998: „Macht Kirche! - Wenn Schafe und Hirten Geschwister werden“. Der 2. Herdenbrief zum Thema „Geschwisterlichkeit“ erscheint.
  • 7. März 1998: In einem Brief an den Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz, Diözesanbischof Johann Weber, stellt Kardinal Ratzinger fest: „Auch gegen eine eventuelle genau zu umschreibende Beteiligung der Gruppe „Wir sind Kirche“ beim Delegiertentag bestehen keine grundsätzlichen Einwände. Allerdings müsste in diesem Fall öffentlich klargestellt werden, dass damit keine offizielle Anerkennung der Gruppe verbunden ist.“
  • April 1998: Die Österreichische Bischofskonferenz beschließt die Einbindung der Plattform „Wir sind Kirche“ in den „Dialog für Österreich“.
  • 2. Mai 1998: Am Vortag zum „Weltgebetstag um geistliche Berufungen“ veranstaltet die Plattform „Wir sind Kirche“ zwei Studientage in Salzburg Maria Plain.
  • 2. Studientag für Frauen: „Frauenberufung – Frauenweihe“
  • 1. Studientag für Männer: „Eheberufung – Priesterweihe“ Sie beschäftigen sich einerseits mit der Zölibatsfrage und andererseits mit dem Amtsverständnis der römisch-katholischen Kirche. Derzeit wird eine Fülle von Berufungen zu geistlichen Diensten nicht wirksam, weil das Priesteramt an das Zölibatsgesetz gebunden ist und Frauen aufgrund ihres Geschlechts von Weiheämtern ausgeschlossen sind. Bei diesem Treffen wird auch über die Zulassungsbedingungen und –geschichten von Frauen und Männern in den anderen christlichen Kirchen mit Priestern und Priesterinnen der evangelischen, altkatholischen und anglikanischen Kirche diskutiert.
  • 9. Mai 1998: „Laien in der Kirche – Profis in der Welt“ ein Symposium zur Rolle der Laien in Kirche und Gesellschaft. Veranstalter: Österreichische Bischofskonferenz; Mitveranstalter: KAÖ und KAVÖ, KHJÖ, KLRÖ und die Plattform „Wir sind Kirche“. Dabei werden von Mitgliedern der Plattform „Wir sind Kirche“ folgende Kurzreferate gehalten:
  • Dr. Martha Heizer: “Laien –Zukunft: Die Rolle der Laien 2008 – 5 Realutopien“
  • Bernhard Deflorian: „Der pastorale Notstand und die Rolle der Laien: “Wenn Laien leiten“ und
  • Dr. Thomas Plankensteiner: „Synodal und/oder hierarchisch: Mitsprache und Kommunikation in der Institution Kirche“
  • 17. Juni 1998: Zum 3. Jahrestag des „Kirchenvolks-Begehrens“ findet in Innsbruck ein „Kirchenvolks-Fest“ statt. Gleichzeitig wird die Broschüre „Ohne Begehren stirbt die Liebe“ der Öffentlichkeit präsentiert. Darin werden die theologischen Überlegungen der Forderungen des Kirchenvolks-Begehrens nochmals übersichtlich zusammengefasst und den Bischöfen sowie der Öffentlichkeit vorgelegt.
  • 19. – 21. Juni 1998: Der Papst besucht zum 3. Mal Österreich. Die Plattform „Wir sind Kirche“ bekommt zwei „Ehrenplätze“ auf der Tribüne am Heldenplatz. Auf die leer bleibenden Sitze legt sie Blumen. Vor dem Heldenplatz demonstriert die Plattform „Wir sind Kirche“. Dabei wird den tausenden heranströmenden Frauen und Männern die Kirche als schwer kranker Patient auf einer Bahre präsentiert, dessen Krankheit dringend Medizin und ärztliche Hilfe in Form der geforderten Reformen braucht.
  • 26. Oktober 1998: Delegiertenversammlung zum „Dialog für Österreich“ in Salzburg.
  • Die Bischöfe Österreichs lassen als Ergebnis ihrer Überlegungen ein Diskussionspapier ausarbeiten. Dieses wird von den durch die Bischöfe ausgewählten und bestellten Delegierten im Bildungshaus St. Virgil besprochen und überarbeitet. Mit Empfehlungen werden die Gesprächsergebnisse in Form von Meinungsbildern abgestimmt. Alle Anträge werden mit großer Mehrheit unterstützt. Darin sind auch alle Forderungen der Plattform „Wir sind Kirche“ enthalten, ausgenommen die Frauenordination (sie durfte nicht Gesprächsgegenstand sein) und der Zölibat (über ihn wurde nicht abgestimmt).
  • 210 der 269 Delegierten bitten die Bischöfe spätestens in 3 Jahren wieder zu einer gesamtösterreichischen Versammlung einzuladen. Die Bischöfe kommen diesem Wunsch nicht nach. Die Plattform „Wir sind Kirche“ hat einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des „Dialogs für Österreich“ geleistet. Leider wurde dieser konstruktive und viele Katholikinnen und Katholiken aufbauende Prozess von den Bischöfen - entgegen ihren Versprechungen - nicht weiter geführt.
  • Immer wieder, zuletzt 5 Jahre später, erinnert die Plattform „Wir sind Kirche“ an das Versprechen und löst damit Verärgerung bei der Kirchenleitung aus. Fazit: Viele (Delegierte) sagen, der Dialog ist tot.
  • 24. April 1999: 3. Studientag „Frauenberufung – Frauenweihe“ in Salzburg, im Gasthof „Überfuhr“. Thema: FEIERN – SEGNEN – SALBEN – BETEN - HEILEN.
  • 30. Mai 1999: 4. Jahrestag des „Kirchenvolks-Begehrens“. Die Plattform veranstaltet gemeinsam mit dem Forum XXIII. aus St. Pölten ein „Fest der Hoffnung“ im Stift Geras.
  • 10. – 12. September 1999: Drei Ausbildungskurse „Weiheämter für Frauen in der römisch katholischen Kirche“ werden gestartet. 25 Frauen nehmen daran teil.
  • 22. Oktober 1999: Die Plattform „Wir sind Kirche“ dokumentiert die Ergebnisse der Delegiertenversammlung und sendet die Broschüre „Gebt den Dialog nicht auf“ an die Pfarrgemeinden.
  • 23. November 1999: „ Frauen schenken der Kirche Leben!“ Der 3. „Herdenbrief“ zu den Forderungen der Frauen wird der Öffentlichkeit vorgestellt und den Bischöfen übermittelt. Alle Herdenbriefe finden Eingang in theologische Diplomarbeiten und Dissertationen. Dadurch wird die wissenschaftliche Diskussion angereichert und werden unsere Forderungen kompetent evaluiert.
  • 1. April 2000: 4. Studientag der Frauen zum Thema „Frauenberufung – Frauenweihe“ im Bildungshaus St. Virgil, Salzburg. Thema: „Quelle, du störst“ (im amtlichen System der städtischen Wasserleitungen). Prophetinnen, kritisches Handeln zwischen Verbundenheit und Autonomie, sind gefragt.
  • 24. Juni 2000: Zum 5. Jahrestag des „Kirchenvolks-Begehrens“ lädt die Plattform „Wir sind Kirche“ vor dem Staphansdom in Wien zu einem „Fest der einladenden Kirche“ ein. Motto: „Der Senf geht nicht mehr in die Tube zurück“. Alle Bischöfe und Menschen guten Willens sind vor dem Stephansdom zur Festveranstaltung mit einem großen gedeckten Tisch eingeladen. Alle Gruppen, die Reformen in der röm.-kath. Kirche seit langem wünschen, teilen ihre Anliegen und ihre Lösungsvorschläge öffentlich mit. Die geladenen Bischöfe Österreichs entschuldigen sich oder kommen nicht. Wie im biblischen Beispiel werden daher die Menschen an den „Zäunen“ des Stephansplatzes eingeladen, an der Tafel beim „Fest der einladenden Kirche“ Platz zu nehmen.
  • 2. September 2000: Nach einem eingehenden Diskussionsprozess veröffentlicht die Plattform „Wir sind Kirche“ die Eisenstädter Erklärung. Darin werden einerseits die gemeinsamen Standpunkte von Kirchenleitung und Plattform betont und andererseits das reformorientierte Kirchenbild der Plattform formuliert.
  • 15. Oktober 2000: In der Stadtpfarre St. Paul in Salzburg feiert der Pfarrer Dechant Peter Hausberger zusammen mit einem methodistischen Geistlichen am Sonntag eine Eucharistiefeier.
  • Am Sonntag darauf erklärt Bischof Georg Eder den Pfarrer für abgesetzt. Aus diesem Grund ruft die Initiativgruppe „ Kirchenbeitrag auf Treuhandkonto“ zu Unterstützungsunterschriften für den Pfarrer auf und initiiert die Einzahlung des Kirchenbeitrags auf ein Treuhandkonto. Die im Anschluss daran einsetzenden zweijährigen, teilweise schwierigen Verhandlungen mit der Diözese verliefen positiv, so dass der Geldbetrag von 54.468,- € für das Haus „Treffpunkt Bildung“ weiter geleitet werden kann. Heute ist diese Initiativgruppe Teil der Plattform „Wir sind Kirche“ mit dem Namen „Auftreten statt Austreten“.
  • Herbst 2001: Die Plattform „Wir sind Kirche“ ersucht alle Bischöfe jeweils in ihrem Bereich „Kirchen-Volksanwaltschaften“ nach dem Vorbild der Diözese Eisenstadt einzurichten. Ein ausgearbeitetes Statut wird vorgelegt.
  • 4. – 7. Oktober 2001: „Kirchenvolks-Synode in Rom“. Die vom 30. September bis 27. Oktober 2001 in Rom tagende X. Ordentliche Bischofssynode unter dem Titel „Der Bischof als Diener des Evangeliums Jesu Christi für die Hoffnung der Welt“ wird durch eine „Kirchenvolks-Synode“ begleitet. Dazu rufen das „Europäische Netzwerk Kirche im Aufbruch“ und die „Internationale Bewegung Wir sind Kirche“ (IMWAC) auf. Mehr als 300 Gruppen und Netzwerke aus Europa, Süd- und Nordamerika, Afrika und Asien nehmen daran teil.
  • 4. November 2001: In der Wiener Pfarre Gatterhölzl findet die 1. „Kirchenvolks-Konferenz“ statt. Thema: „Es ist höchste Zeit: Ein neues Anforderungsprofil für unsere Bischöfe“. Nach Impulsreferaten von Dr. Roland Schwarz, Dr. Thomas Plankensteiner, Dr. Hartwin Schmidtmayr und Univ.-Prof. Dr. Paul Zulehner, diskutieren wir in Arbeitsgruppen über den Wahlmodus und die Amtsdauer, das Anforderungsprofil, das äußere Erscheinungsbild und das Zeremoniell sowie die Aufgabenbereiche der Bischöfe. Zur selben Zeit fand die Frühjahrssession der Österreichischen Bischofskonferenz statt. Dadurch erregt die gut besuchte Veranstaltung ziemliches Aufsehen in den Medien und bei den österreichischen Bischöfen.
  • Diözesangruppen: Die Diözesangruppen der Plattform „Wir sind Kirche“ entwickeln intern ihr eigenes Leben. So werden in Wien monatliche Treffen angeboten. Vespern, Bibel- und Theologische Gespräche werden in verschiedenen Pfarren abgehalten. Mehr als 40 „Kirchenvolks-Vespern“, und eben so viele Bibel- und Theologische Gespräche haben bisher stattgefunden.
  • Priesterweihen: Parallel zu den Priesterweihen finden in einzelnen Diözesen Demonstrationen für die Aufhebung des Pflichtzölibats und für die Weihe von Frauen statt.
  • 5. April 2002: „Zölibat - So nicht! Gottes amputierte Liebe“ Der 4. Herdenbrief zum Thema Zölibat wird der Öffentlichkeit vorgestellt und den Bischöfen übermittelt.
  • 29. Juni 2002: Sieben Frauen werden auf einem Donauschiff zu Priesterinnen geweiht, 2003 die ersten Bischöfinnen sowie 2004 und in den folgenden Jahren weitere Diakoninnen und Priesterinnen. Die Plattform „Wir sind Kirche“ beschließt, diesen Weg contra legem nicht mitzugehen, um sich nicht selbst als Dialogpartnerin auszuschalten. An dieser Stelle ist aber festzuhalten, dass der Diskussionsprozess darüber auch in unseren Reihen noch nicht abgeschlossen ist.
  • 16. November 2002: Gemeinsam mit den Basisgemeinden im Wiener Raum veranstaltet die Plattform „Wir sind Kirche“ ein Regionalforum zum Thema: „Priester passé?! Dienste und Verantwortlichkeiten in den Gemeinden“. Im Anschluss an ein Referat von Univ.-Prof. Dr. Bertram Stubenrauch diskutieren wir Amtsverständnis und Aufgaben der Priester.
  • 28. und 29. März 2003: Die Plattform „Wir sind Kirche“ lädt zur 2. Kirchenvolks-Konferenz zum Thema: „Ungehorsam - Dienst an der Kirche?!“ nach Wien in das Don Bosco-Haus ein.
  • Zwei emeritierte Universitätsprofessoren, der Moraltheologe Dr. Hans Rotter und der Religionspädagoge Dr. Wolfgang Langer legen in ihren Referaten fundierte Grundlinien dar. In den Gesprächskreisen wird von den mehr als 200 TeilnehmerInnen die Praxis besprochen. In der unter dem gleichen Titel veröffentlichten Broschüre wird neben den Referaten auch die Praxis der Übertretungen im Sinne der christlichen Nächstenliebe dokumentiert.
  • 17. April 2004: Ing. Hans Peter Hurka wird als Nachfolger von Ingrid Thurner zum Vorsitzenden der Plattform „Wir sind Kirche“ gewählt.
  • 26. August 2004: Nach den skandalträchtigen Ereignissen im Priesterseminar in St. Pölten stellt die Plattform „Wir sind Kirche“ ihre Homepage zur Weitergabe von Informationen an den Visitator der Diözese St. Pölten zur Verfügung und übermittelt DDr. Küng ihre Beobachtungen und Lösungsvorschläge. Bischof Krenn tritt auf Wunsch des Papstes Anfang September2004 zurück.
  • 26. November 2004: Die Plattform „Wir sind Kirche“ urgiert gemeinsam mit dem Solidaritätskreis „Weg der Hoffnung“ aus St. Pölten die Veröffentlichung der Visitationsergebnisse und die beabsichtigten Schritte des „Neubeginns“ beim nunmehrigen Diözesanbischof Klaus Küng.
  • 3. Jänner 2005: Die Plattform „Wir sind Kirche“ beginnt mit der Serie „Presseaussendungen, die der Vatikan leider noch nicht versendet hat“ ihr Gedenken an das Kirchenvolks-Begehren vor 10 Jahren. Damit wird im ersten Halbjahr 2005 in satirischer Form wöchentlich auf die noch ausstehenden Reformen hingewiesen.
  • März 2005: In einem Brief an die Pfarrgemeinden erinnert die Plattform „Wir sind Kirche“ an das Kirchenvolks-Begehren und ersucht um Mitteilung von Erfahrungen, wie in der pastoralen Praxis die Gratwanderung zwischen dem Einhalten kirchlicher Vorschriften und der persönlichen Gewissensentscheidung in der konkreten Situation bewältigt werden kann.
  • 14. April 2005: In einer Pressekonferenz in Wien erinnert die Plattform „Wir sind Kirche“ an das am selben Tag vor 10 Jahren ausgerufene Kirchenvolks-Begehren und präsentiert gleichzeitig den 5. Herdenbrief mit dem Titel „Für ein Leben in Fülle - Frohbotschaft statt Drohbotschaft“.
  • 23. April 2005: Die Plattform „Wir sind Kirche“ lädt zu einem Symposium mit dem Titel „10 Jahre Kirchenvolks-Begehren - eine kritische Standortbestimmung“ in die Donau-City-Kirche in Wien ein. In einer vollen Kirche legen Dolores Bauer, Edeltraud Novy, Univ.-Prof. Dr. Bruno Primetshofer, Univ.-Prof. Dr. Bertram Stubenrauch, Dr. Peter Pawlowsky und Dr. Thomas Plankensteiner ihre Gedanken dazu vor und diskutieren unter der Leitung von Dr. Hubert Feichtlbauer mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ergebnis: Dialog ist möglich und dringend geboten! Statements und die Diskussion sind in einer Dokumentation zusammengefasst.
  • 24. Juni 2005: In einer Pressekonferenz in Innsbruck legt „Wir sind Kirche“ Österreich gemeinsam mit „International Movement We Are Church“ (IMWAC) den Medien eine internationale Bilanz über 10 Jahre Kirchenvolks-Begehren vor und verweist auf die dringend notwendigen Reformen sowie den dafür erforderlichen Dialog.
  • 25./26. Juni 2005: In Innsbruck präsentieren in einer Ausstellung zum Thema „Wir sind Kirche - weltweit“ Gruppen aus Südtirol, Deutschland, Italien, Großbritannien, Irland, Spanien, Portugal und den Niederlanden sowie aus Österreich die Gründung und Aktivitäten von „Wir sind Kirche“ in ihrer Heimat. Am Abend erzählen die Initiatorinnen und Initiatoren aus den einzelnen Ländern, wie ihre Gruppen entstanden sind und was sie bis heute trägt. Scharfsinnig, sarkastisch und heiter kommentiert das Frauen-Kirchen-Kabarett aus Vorarlberg die ernste Situation der Kirche.
  • Die sonntägliche Eucharistie mit dem Thema „Brecht das Brot und nicht die Menschen“ feiern wir gemeinsam mit der Innsbrucker Gemeinde Neu-Rum, die für die Initiatorinnen und Initiatoren des Kirchenvolks-Begehrens von Anfang an Heimat war. Wie sehr der Lebensbaum der Kirche durch Zentralismus, Frauendiskriminierung, Sexualfeindlichkeit, Zölibat und Drohbotschaft an Leben und Wachstum behindert wird und wie Befreiung geschehen könnte, zeigt die Installation eines Kreuzes (Idee und Gestaltung: Dipl.Ing. Felix Orsini-Rosenberg, Architekt und Vorstandsmitglied von „Wir sind Kirche“ Österreich).
  • 13. Oktober 2006: "Wir sind Kirche" lädt zu einer Gebetsnacht für Geschlechter-Gerechtigkeit in die Wienr Donau-City-Kirche "Christus, Hoffnung der Welt" ein. Betroffene, wie zum Beispiel Frauen und Männer, Priester ohne Amt und Homosexuelle, tanzen, singen, spielen, erzählen, reflektieren und beten miteinander zum Thema: "Männer-Kirche - Frauen-Kirche". Das öffentliche Ansprechen von Demütigungen durch konkretes Ausgrenzen und das Aufzeigen alternativer Wege wird befreiend erlebt und führt zur "Botschaft der Nacht".
  • 15. März 2007: Theologisches Streitgespräch zum Thema: "Hochaltar oder Volksaltar?" Kardinal Schönborn stimmt dem Wegräumen des Volksaltars in der Wiener Pfarre St. Rochus zu ohne vorher in der Diözese, innerhalb der Pfarre oder mit dem Liturgieausschuss der Diözese oder den Vikariaten eine Einmütigkeit zu erzielen. Ein Ersuchen um ein Gespräch in der Angelegenheit lehnt Kardinal Schönborn ab. "Wir sind Kirche" veranstaltet daraufhin ein Theologisches Streitgespräch. Proponenten sind: Univ. Prof. Dr. Rudolf Pacik, Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Salzburg, und DDr. Paul Wodrazka, Priester des Oratoriums des Hl. Philipp Neri in der Wienr Pfarre St. Rochus. Die Veranstaltung findet ein großes Interesse in Wien. In der Diskussion werden neben Sachinformationen sehr persönliche Betroffenheiten mitgeteilt.
  • 6. August 2007: Eine Abordnung der Plattform "Wir sind Kirche" wird vom Nuntius in Österreich, Erzbischof Dr. Edmond Farhat, empfangen. In dem sehr freundlichen und mehr als eine Stunde dauernden Gespräch zeigte sich Dr. Farhat über "Wir sind Kirche" gut informiert und schlug Gespräche mit vatikanischen Stellen vor. Gesprächspartner zu finden, wolle es sich bemühen. Gleichzeitig ersuchte er um ein Positionspapier über die Anliegen von "Wir sind Kirche".
  • 7. bis 9. September 2007: Papst Benedikt XVI. besucht Österreich: "Wir sind Kirche" ersucht bereits im Dezember 2006 Kardinal Schönborn um einen Gesprächstermin mit dem Papst. In einem gemeinsamen Gespräch zwischen Benedikt XVI., Kardinal Schönborn und allen Gruppen, welche Reformen im Geiste des II. Vatikanums wollen, soll ein Prozedere vereinbart werden, innerhalb dessen die Schritte für Reformen vorbereitet und einer Umsetzung zugeführt werden können. Ein solches Gespräch lehnt Kardinal Schönborn mit dem Hinweis ab, "die Architektur einer Pilgerreise lasse es nicht zu, Probleme zu besprechen. Dafür gäbe es andere Gelegenheiten." "Wir sind Kirche" teilt ihre Enttäuschung der Öffentlichkeit mit, weil der Papst nicht mit den Menschen in einen Dialog tritt, Ansprachen an die Menschen richtet, aber keine Aussprachen zulässt und das Wort "Stärke Deine Brüder" (und Schwestern) inhaltsleer wird, weil die eigentlichen Fragen der Menschen nicht zur Sprache kommen. "Wir sind Kirche" verteilt bei den "Events" in Wien Postkarten mit der Einladung, "Was wollen Sie Papst Benedikt XVI. sagen?" Die Auswertung der Rücksendungen zeigt folgende Themen: Aufhebung des Pflichtzölibats, Gleichberechtigung der Frauen, endlich Reformen und Dialog sowie Ökumene sind die hervoragenden Themen.
  • 12. und 13. Oktober 2007: "Wir sind Kirche" lädt zur 3. Kirchenvolks-Konferenz nach Wien ins Don-Bosco-Haus ein. Thema: "Kirche ohne Priester? Dienste in den Gemeinden heute". Univ. Prof. Dr. Roman Siebenrock hält ein Grundsatzreferat mit dem Titel: "Das kirchliche Amt in den kirchlichen Diensten heute". Anschließend berichten Priester aus der Praxis und werden die Anforderungen der Zeit in Gesprächskreisen besprochen. Eine Resolution wird beschlossen.
  • Am 13. Oktober 2007 findet im Don-Bosco-Haus die 13. Vollversammlung der Plattform "Wir sind Kirche" statt.
  • März 2008: Im Vorfeld der österreichischen Frühjahrs-Bischofskonferenz bricht wieder einmal eine weltweite Zölibatsdiskussion aus. 430 brasilianische Priester fordern von Papst Benedikt XVI. den Zölibat freizustellen, der neue Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollischt, stellt öffentlich fest, der Zölibat sei „theologisch nicht notwendig“, der em. Dogmatiker, Wolfgang Beinert, übertitelt einen Beitrag: „Zölibat: alles gesagt, alle Fragen offen“ und der Wiener Weihbischof, Helmut Krätzl, tritt in seinem Buch, „Eine Kirche, die Zukunft hat“, für die Änderung der Zugangsvoraussetzungen zu den priesterlichen Diensten ein. In dieser Zölibatsdiskussion treten erstmals auch Pfarrgemeinderäte (mit ihren Pfarrern) vornehmlich aus den Diözesen Linz und Innsbruck an ihre Bischöfe heran und ersuchen um Aufhebung des Pflichtzölibats. Oft aus Priestermangel oder Erkrankung des Priesters. Bereits im September 2007 hat dies die Pfarre Stey-Tabor getan.
  • Bei der Abschluss-Pressekonferenz der österreichischen Bischofskonferenz teilt Kardinal Schönborn dem Vorsitzenden der Plattform „Wir sind Kirche“, Hans Peter Hurka, mit, die Resolution der "Kirchenvolks-Konferenz" vom Oktober des Vorjahres sei in der Glaubenskongregation angelangt und beschäftige diese. Er habe ein entsprechendes Schreiben erhalten. Wenige Tage später erhalten wir ein Schreiben des Erzbischöflichen Sekretariats. In Beantwortung dieses Schreibens ersuchen wir um Übermittlung des Schreibens aus dem Vatikan. Dieses und eine Antwort darauf bleiben bisher aus.
  • 13. März 2008: Der Vorsitzende der Plattform "Wir sind Kirche", Hans Peter Hurka, übergibt dem Nuntius in Österreich die "Anliegen an Papst Benedikt", die bei seinem Besuches im September 2007 gesammelt wurden. Gleichzeitig überreicht er ein Positionspapier für den Papst mit dem Titel "Ohne Begehren strirbt die Liebe". Darin werden die Reform-Anliegen von "Wir sind Kirche" begründet. In einem sehr kooperativen und freundlichen Gespräch verspricht Dr. Edmond Farhat neuerlich, Dialogpartner im Vatikan namhaft zu machen.
  • Am selben Tag stirbt Ingrid Thurner, langjährige Geschäftsführerin des Vereins und Vorsitzende der Plattform "Wir sind Kirche" von 2002 bis 2004.
  • Am 12. April 2008 findet im Bahnhofsrestaurant Salzburg die 14. Vollversammlung der Plattform "Wir sind Kirche" statt.
  • 23. September 2008: "Wir sind Kirche" präsentiert in Wien/Währing das Buch "Der Traum des Königs Nebukadnezar - Das Ende einer mittelalterlichen Kirche" von P. Roger Lenaers SJ. 80 Personen waren gekommen, viele davon sehr beeindruckt.
  • 24. bis 26. Oktober 2008: "Wir sind Kirche" ladet 10 Jahre nach der Delegiertenversammlung in Salzburg im Rahmen des "Dialogs für Österreich" zu einer Folgeveranstaltung alle Bischöfe, alle ehemaligen Delegierten und Interessierte zum Thema "Damit Kirche lebt - Vom Schweigen zum Handeln - 10 Jahre Nicht-Dialog sind genung" nach Wien ins Don-Bosco-Haus ein. Univ. Prof. Dr. Walter Kirchschläger ermuntert die Teilnehmer mit dem Pauluswort an die Galater: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht also und lasst euch nicht wiederum durch ein Joch der Sklaverei vereinnahmen. ..." Gleichzeitig fügt er hinzu, Paulus habe der Freiheit einen Rahmen gegeben: Die Liebe. Weitere Referate hielten Frau Dr. Polak, Univ. Prof. Dr. Hans-Jörg Sander, em. Weihbischof DDr. Helmut Krätzl und Dr. Paul Weitzer. Er zeigte auf, die Forderungen des "Kirchenvolks-Begehrens" lassen sich bereits rund 80 Jahre in Synodenbeschlüssen nachlesen. Dr. Walter Krieger vom Österreichischen Pastoralinstitut, PastoralassistentInnen, Homosexuelle sowie Vertreter aus Laienbewegungen etc. analysierten und präsentierten ob und was sich im Anschluss an die Delegegiertenversammlung von Salzburg in der Kirche verändert hat. Außer dem "Sozialwort" der 14 Christlichen Kirchen und der Jugendaktion "72 Stunden ohne Kompromiss" sind kaum greifbare Ergebnisse auszumachen. Die 200 TeilnemerInnen an der Veranstaltung beschließen einen Forderungekatalog der aufruft, nach dem eigenen Gewissen zu handeln und miteinander im Gespräch zu bleiben.
  • 18. Jänner 2009: Im Anschluss an die Referate bei der Österreichischen Pastoraltagung Anfang Jänner 2009 in Salzburg und den wieder angestiegenen Kirchenaustrittszahlen 2008 tritt die Plattform "Wir sind Kirche" neuerlich an alle Diözesanbischöfe heran und ersucht, keine Pfarren mehr zu Seelsorgeräumen zusammen zu legen sondern Frauen und Männer mit priesterlichen Aufgaben zu betrauen. Namhafte Theologen bei der Pastoraltagung und die Bischöfe Stecher und Kothgasser mit dem Hinweis auf die "Hierarchie der Wahrheiten", wonach die Eucharistie wichtiger ist als die Zulassungsbedingungen zum Weiheamt haben die langjährigen Forderungen des Kirchenvolkes als zukunftsweisende Vorschläge bestätigt.
  • 28. Jänner 2009: Ausgehend von Deutschen Theologinnen und Theologen, veröffentlicht "Wir sind Kirche" gemeinsam mit der Schweizer "tagsatzung" und unseren Freunden in Deutschland eine Petition per Internet: "Vaticanum II". Diese wendet sich gegen die am 24. Jänner 2009 veröffentlichte bedingungslose Aufhebung der Exkommunikation der 4 Lefebvre-Bischöfe und gegen jeden Antijudaismus und fordert die bedingunslose Anerkennung des II. Vatikanischen Konzils. Die Entscheidung des Vatikans wird weltweit als theologisch problematisch und als deutlicher Rück-Schritt empfunden. Zusätzlich führt die Leugnung des Holocaust durch Bischof Richard Williamson zu Unklarheiten und Irritationen. Diese Petition wird von mehr als 50.000 Personen aus allen Teilen der Welt unterstützt.
  • 31. Jänner 2009: Pfarrer Dr. Wagner aus Windischgarsten wird zum Weihbischof der Diözese Linz ernannt. In Ihrer Presseerklärung vom 1. Februar 2009 weist „Wir sind Kirche“ darauf hin „Rom spaltet“, weil Wagner extrem konservative und nicht zeitgemäße Positionen vertritt. Die Geschlossenheit zwischen Klerus und Laien, die Erklärung von 31 der 39 Dechanten – wovon 34 anwesend waren -, diese Entscheidung nicht mittragen zu können sowie die große Zahl an Kirchenaustritten in ganz Österreich führen dazu, dass Wagner am 15. Feber 2009 Papst Benedikt „freiwillig“ um Suspendierung von dieser Entscheidung ersucht.
  • 11. Februar 2009: „Wir sind Kirche“ ruft zum Kirchensteuerboykott auf. Es ist besser gemeinsam in der Kirche aufzutreten als einzeln still und leise auszutreten. Seit Ende April 2009 steht das Treuhandkonto ESPERANZA – Hoffnungskonto zur Verfügung. Es ist einerseits ein "Stimmungsbarometer" - auch für die Bischöfe - was die Gläubigen vom gegenwärtigen Kirchenkurs halten und andererseits für alle die Möglichkeit ihren Protest ohne Austritt zeigen zu können. "Wir sind Kirche" wird jährlich die Öffentlichkeit und die Bischöfe darüber informieren.
  • Vom 22. bis 24. Oktober 2009 findet die Erste Wiener Diözesanversammlung Apostelgeschichte 2010 (APG 2010) statt. Daran nimmt Hans Peter Hurka als offizieller Vertreter von "Wir sind Kirche" teil. Alle Themen des Kirchenvolks-Begehrens werden in den Gesprächsgruppenals offene und zu behandelnde Themen von den rund 900 Delegierten auf den Tisch gelegt.
  • 20. November 2009: Gemeinsam mit anderen Reformgruppen veranstaltet die Plattform "Wir sind Kirche" eine Enquete zum Thema: "Kirchenreform und Menschenrechte". Vor rund 120 Teilnehmern und Teilnehmerinnenhalten Univ.-Prof. Dr. Walter Kirchschläger, Univ.-Doz. Dr. Paul Weß, Univ.-Prof. Dr. Maximilian Liebmann und Univ.-Prof. Dr. Heribert Franz Köck Referate. Kirchschläger stellt die biblische Sichtweise "bei euch ist es nicht so" ins Zentrum. Weß zeigt ein Kirchenbild der Gemeinden, in denen das zu leben versucht wird, was Jesus vorgezeigt hat. Liebmann berichtet von füstlichen Laien, die im 15. Jahrhundert die Kirche retteten. Die Menschenrechtswidrigkeit des Pflichtzölibats und des Verbots der Frauenweihe sowie der mittelalterlichen Prozessualregelungen in der Kirche weist Köck nach. Im "Wiener Manifest" stellen die Reformgrupen fest, dass das römisch-katholische Kirchenrecht den biblischen Vorgaben, den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzil und den anerkannten Menschenrechten widerspricht.
  • Am 21. November 2009 findet in der Pfarre Namen Jesu in Wien die 15. Vollversammlung der Plattform "Wir sind Kirche" statt.
  • Vom 11. bis 13. März 2010 findet der zweiteTeil der Diözesanversammlung statt. Hans Peter Hurka und Dr. Paul Weitzer nehmen als offizielle Vertreter von "Wir sind Kirche" daran teil. Kardinal Christoph Schönborn wird von den Delegierten gefragt, wie es mit den "Heißen Eisen" aussehe und was seine Gespräche mit anderen Bischöfen erbrachten. Die zuerst geäußerte aussichtslose Ablehnung nimmt Schönborn am nächsten Morgen zurück, nachdem er sehr kritische Rückmeldungen darauf erhalten hatte und "schlecht geschlafen habe".
  • Zahlreiche Fälle von Machtmissbrauch und sexualsierter Gewalt durch Priester werden nach den Fällen in den USA, Australien und Irland jetzt auch in Deutschland, den Niederlanden, Italien und auch in Österreich in der Öffentlichkeit bekannt. Nach der Causa Groer/Hartmann werden im März 2010 binnen kurzer Zeit etwa 100 weitere Fälle bekannt. Die Kirchenleitung veröffentlicht Ombudsstellen und verspricht Aufklärung.
  • 31. März 2010: Kardinal Schönborn nimmt die Einladung von "Wir sind Kirche" an und steht dem von Martha Heizer, Veronika Prüller-Jagenteufel und Hans Peter Hurka gestalteten "Klage- und Bußgottesdienst" am Vorabend der "Heiligen Drei Tage" zu Ostern vor. Mehr als 3.000 Menschen nehmen daran teil und sind von der Gestaltung und den Worten Schönborns sehr beeindruckt. In dem Gottesdienst werden die Vorwürfe an Hand von konkreten Beispielen beim Namen genannt. Kardinal Schönborn spricht gemeinsam mit der Theologin, Veronika Prüller-Jagenteufel, ein Schuldbekenntnis. Darin heißt es "Einige von uns haben sexuelle Gewalt angewendet und dadurch Buben und Mädchen die Kindheit gestohlen und sie der Fähigkeit beraubt, gelingende Beziehungen zu leben. Wir bekennen, dass wir die Wahrheit nicht erkennen wollten, dass wir vertuscht und ein falsches Zeugnis gegeben haben."
  • 18. bis 20. Juni 2010: Im Bildungshaus der Frohbotinnen in Batschuns diskutieren rund 100 Personen Eckpunkte einer menschenrechtswürdigen Kirchenverfassung . Impulse geben DDr. Gotthold Hasenhüttl, Dogmatik, Dr. Daniel Kosch, Generalsekretär der Zentralkonferenz der Katholischen Kirche Schweiz, Dr. Heribert Franz Köck, Staats- und Europarecht, Dr. Wilhelm Rees, Kirchenrecht, und der Verfasser einer Alternativen Kirchenverfassung, Dr. Leonard Swidler aus den USA.  Die Ergebnisse werden in der „Batschunser Erklärung“ zusammengefasst. Dabei wird die Beachtung der Menschenrechte – auch in der Kirche – verlangt, die Teilung, Begrenzung und Kontrolle der Gewalten, die Repräsentanz des Kirchenvolkes in allen Gremien, die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips, Mitwirkung, insbesondere durch Wahlen, Funktionszeitbegrenzungen, Begründung und Rechtfertigung von Entscheidungen sowie eine schriftliche Verfassung. Zum Bericht kommen Sie hier. Diese Veranstaltung wurde von den Priestern ohne Amt, sowie der Pfarrer- und Laieninitiative mitgetragen.
  • 27. November 2010: Die Reformbewegungen in der römisch katholischen Kirche veranstalten eine Enquete zum Thema: „Zentralistische Bischofsernennungen – theologisch unhaltbare Willkür?“ in Wient. Als Ergebnisse können festgehalten werden: Die Bibel zeigt keine einheitliche Struktur der Kirche, die Entscheidungen fielen in den Gemeinden nach Bedarf und Eignung. Historisch galt lange der Grundsatz, dass von allen gewählt werden muss, wer allen vorzustehen hat. Ab dem 12. Jhdt. bildet sich im Kampf Kirchenleitung versus weltliche Herrscher ein Zentralismus in der Kirche heraus der im I. Vatikanum gipfelt und bis heute anhält. "Wir sind Kirche" stellt sein Modell eines "Diözesankonklaves" vor, mit dem ab sofort der Wille der Ortskirche erfasst und dokumentiert werden kann.
  • Dezember 2010: „Wir sind Kirche“ lädt ein , sieben Kriterien aus 70 für einen künftigen Bischof per Internet auszuwählen und Kandidaten vorzuschlagen. Gleichzeitig ruft „Wir sind Kirche“ die Pfarrgemeinderäte auf, mit Pfarrversammlungen zu beginnen und Krietrien für einen Bischof sowie dafür geeignete Personen zu nennen. Daran anschließend sollte im Pfarrgemeinderat, später in Dekanatsversammlungen jeweils ein Dreiervorschlag erstellt werden. In einer mehrtägigen Diözesanversammlung mit Befragung, Diskussion und Gebet, die dealerweise unter der Leitung des bisherigen Bischofs stattfindet, sollte ein Diözesanvorschlag erarbeitet werden. Dieser Dreiervorschlag wäre dem Nuntius zu übergeben.
  • 4. Februar 2011: Theologieprofessorinnen und –professoren veröffentlichen das Memorandum: Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch . Diesen unterzeichnen bis März 2011 insgesamt 311 Professorinnen und Professoren der katholischen Theologie. Aus dem deutschsprachigen Raum (240), davon 39 von Österreichischen Hochschulen.
  • 19. Juni 2011: Am Dreifaltigkeitssonntag veröffentlicht die Pfarrer-Initiative den „Aufruf zum Ungehorsam “. Darin wird zum Gebet für Kirchenreform, für die Kommunion an Geschiedenen und wieder verheirateten, gegen liturgische Gastspielreisen, für Wortgottesdienste mit Kommunionspendung als „priesterlose Eucharistie“, für Laien und ReligionslehrerInnen zur Predigt sowie für Vorsteher in jeder Pfarre, unabhängig ob es Frauen oder Männer, verheiratet oder unverheiratet, hautberuflich oder ehrenamtlich tätig sind, aufgerufen. Ebenso kündigen die Priester an, für Frauen als Priesterinnen einzutreten.
  • 11. Oktober 2011: „Wir sind Kirche“ veröffentlicht mit der Laieninitiative einen "Aufruf zur Eigenverantwortung". Er soll denen Mut machen, die unter Rückschrittlichkeit und Diffamierung durch die Kirchenleitung leiden. Den Bischöfen soll der Aufruf klar machen, wenn sie nichts tun, geschieht die Reform trotzdem, ohne ihre Zustimmung, aber in Bereitschaft zum Dialog.
  • 5. November 2011: "Wir sind Kirche" veranstaltet mit den anderen Reformgruppen in Österreich einen Studientag in Linz. Thema: "Eucharistie in Zeiten des Priestermangels". Mehr als 130 Frauen und Männer, Priester und Laien nehmen daran teil. Die em. Universitätsprofessoren Dr. Franz Nikolasch und Dr. Peter Trummer halten Impulsreferate. Das Ergebnis wird in Sieben Thesen zusammen gefasst.
  • 17. November 2012: Gemeinsam mit den Reformbewegungen Laieninitiative, Priester ohne Amt, Pfarrer-Initiative und der PGR-Gruppe Taxham hat "Wir sind Kirche" zum Studientag "Wer zahlt, muss auch mitbestimmen können" nach Eisenstadt eingeladen.
     

2013

 

  • 3./4. Juni 2013: Die Österreichische Pastoralkommission hat die Reformgruppen "Wir sind Kirche", Laien- und Pfarrer-Initiative zu einem Gespräch nach Salzburg eingeladen, welche Schritte in der Kirche notwendig seien. Mag. Gotlind Hammerer, Ernst Kühn und Hans Peter Hurka haben "Wir sind Kirche" vertreten. Mag. Gidi Außerhofer nahm für die Pfarrer-Initiave am Gespräch teil.

 

  • Ende Oktober ruft "Wir sind Kirche" gemeinsam mit zwei Initiativgruppen aus der Erz-Diözese Wien zu einer Internationalen Petition zur Rehabilitierung von Ex-Erzbischof Róbert Bezák (Trnava/Slowakei) auf.

 

  • Kurz nach dem Bekanntwerden, dass der Vatikan einen Fragebogen zur Vorbereitung der nächsten Synode (Herbst 2014) zu den Themen Ehe, Familie und Sexualität aufgelegt habe und die Erkundung der Meinungen "bis an die Basis" wünscht, haben die Laieninitiative und "Wir sind Kirche" einen multiple choise Fragebogen von Mitte November erstellt und bis zum Jahresende angeboten. Über 3.000 Antworten sind auf den Fragebogen eingegangen, den die Reformbewegungen auf der Grundlage der vatikanischen Umfrage herausgegeben haben.

 

  • 29. November  2013: Gemeinsam mit den Reformbewegungen Laieninitiative, Priester ohne Amt, Pfarrer-Initiative und der PGR-Gruppe Taxham hat "Wir sind Kirche" zum Studientag "Gottes Nähe in der Krise ­– Krankensalbung als unser biblischer Auftrag" nach Salzburg ins Bildungshaus St. Virgil eingeladen. Hier die Ergebnisse und das Referat des Grazer Liturgieprofessors Basilius J. Groen.
     

 

2014

 

  • 9. Jänner 2014: Die Initiativgruppen der Internationalen Petition zur Rehabilitierung halten gemeinsam mit Dr. Erhard Busek, Dr. Paul M. Zulehner, Dr. Miroslav Kocúr PhD /Sk und "Wir sind Kirche" eine Pressekonferenz ab. Dabei machen sie auf die Missachtung der Menschenwürde durch die Absetzung von Róbert Bezák ohne Angabe von Gründen, auf große Geldbeträge die noch in der Amtszeit seines Vorgängers, Jan Sokol, auf geheimgehaltene Konten transferiert worden seien, aufmerksam und fordern die Rehabilitierung von Róbert Bezák. Hier die Unterlagen dazu.

 

  • 10. Jänner 2014: Die Laieninitiative und die Plattform "Wir sind Kirche" präsentieren gemeinsam die Ergebnisse ihrer Befragung - ausgehend vom vatikanischen Fragebogen vor der geplanten Bischofssynode im Herbst 2014 - zu den Themen Ehe, Familie und Sexualität im Rahmen einer Pressekonferenz . Bereits am Tag davor hatten sie diese bereits den Bischöfen übermittelt.

 

  • 05. April 2014: Dr. Martha Heizer wird in Salzburg zur neuen Vorsitzenden der Plattform "Wir sind Kirche" gewählt.

 

  • 21. Mai 2014: Exkommunikation der Vorsitzenden.
    Martha und Gert Heizer werden wegen Teilnahme an priesterlosen Eucharistiefeiern in der Hauskirche von Bischof Scheuer exkommuniziert. Sie nehmen das Dekret nicht an.

 

  • 10.Juni 2014: Bad Ischl: WIR SIND KIRCHE ÖSTERREICH trauert um ALOIS PERNER
    Bei der Beerdigung in Bad Ischl gab der Vorstand dem langjährigen Vorstandsmitglied Alois das letzte Geleit.
    In der anschließenden Vorstandssitzung sprachen die Vorstandsmitglieder der Plattform "Wir sind Kirche - Österreich" der Vorsitzenden Martha Heizer einstimmig das Vertrauen aus.

 

  • 20. August 2014: Einladung zur Mitgliederbefragung
    Der Vorstand der Plattform "Wir sind Kirche" hat in seiner Sitzung in Innsbruck beschlossen, noch vor der außerordentlichen Vollversammlung am 27. 09. 2014 in Salzburg eine Mitgliederbefragung über den künftigen Kurs der Plattform durchzuführen. Die Ergebnisse werden am 27. September bei der Vollversammlung präsentiert.

 

  • 30. August bis 6. September 2014: PilgerRadTour:  eine Gruppe von deutschen und österreichischen Wir sind Kirche-Mitgliedern pilgerte per Rad von Innsbruck nach Passau, also von der „Geburtsstadt“ des KirchenVolksBegehrens flußabwärts am Inn entlang bis zur Dreiflüssestadt, wo Inn und Ilz in die Donau fließen. Thema der PilgerRadTour war: Gemeinsam Spritualität er"fahren"

 

  • 27. September 2014: außerordentliche Vollversammlung der Plattform. „Wohin des Weges?“ Nach der Exkommunikation der Vorsitzenden beschließen die Mitglieder, wie es weitergehen soll. Über 70% der Anwesenden und über 75% der Teilnehmenden an der Mitgliederbefragung sprechen sich für einen Verbleib der Vorsitzenden in dieser Funktion aus. Zugleich wird beschlossen, die Forderung nach „Erlaubnis priesterloser Eucharistiefeiern in Ausnahmefällen“ in den Forderungskatalog aufzunehmen.

 

 

2015

 

 

  • 13. - 15. März 2015IMWAC- Treffen in Wien
    Familiensynode und 50 Jahre II. Vatikanisches Konzil im Mittelpunkt
    20 Vertreterinnen und Vertreter aus 12 Ländern. Als Gäste nahmen der Vorsitzende der Laieninitiative Österreich Dr. Herbert Kohlmeier sowie dessen Stellvertreter Prof. Dr. Heribert Köck sowie der Gründer und Vorsitzende der Priesterinitiative Helmut Schüller und (zumindest kurz) der Vorsitzende der „Priester ohne Amt“, Herbert Bartl teil. Mitglieder der Wiener Gruppe von Wir sind Kirche hatten bei der Organisation geholfen und waren auch während der Tagung dabei. 

 

  • 17. Juni 2015: "Wir sind Kirche" bei der Bischofskonferenz in Mariazell
    Der Wir sind Kirche-Vorstand erinnerten die Bischöfe wieder an den Wunsch des Papstes, „kühne Vorschläge“ zu machen. Transparent („Liebe Bischöfe, traut euch, dem Papst zu folgen!“) und Tafeln (REFORMSTAU – Was tut ihr?)

 

  • 28.Juli 2015: "Publik-Forum" Diskussion: Kirchenrechtlerin Sabine Demel, Martha Heizer von »Wir sind Kirche« und der Kirchenhistoriker und Priester Hubert Wolf führen ein sehr interessantes Streitgespräch über Reformen in der katholischen Kirche: Wie erreicht man Reformen in der katholischen Kirche – und wenn ja, welche? Von oben oder von unten, mit oder gegen die Tradition, durch Ungehorsam oder Geduld? siehe Heft 19/2015

 

  • 14. -20. August 2015: Sommertage des Vorstands in Wien. Eucharistiefeier mit Helmut Schüller in Probstdorf mit anschließendem Pfarr-Picknick;  Führung durch Frau Dr. Frenzl im Stefansdom; Gespräch mit Gerhard Klein, dem Leiter der Abteilung Religion im Fernsehen, Führungen in Klosterneuburg und im Jüdischen Museum…

 

  • 27. September 2015: 20 Jahre Kirchenvolks-Begehren - "Feier mit Feuer"
    Von der Kunst, an der Basis Kirchenzukunft zu gestalten
    Am Beginn erzählte Thomas Plankensteiner, der Initiator des Kirchenvolks-Begehrens vor 20 Jahren, von seiner eigenen Motivation und den Anfängen der Bewegung. „Nicht um Modernisierung geht es oder um Liberalisierung, auch nicht um Zeitgeist: es geht um die Evangelisierung der Kirche!“
    Podiumsdiskussion mit den Vorsitzenden der Reformbewegungen; abendliches Kabarett (Bibel on Tour) und „Freudenfeuer“ (Feuershow im Garten); Worldcafe; Gottesdienst.

 

 

 

  • 10. – 13. November 2015: Wientage des Vorstands
    Gespräch mit Rudolf Schermann von KircheIn; Vortrag Zulehner über 20 Jahre KirchenvolksBegehren, Gespräch mit Doris Appel von ORF-Radio Abteilung Religion; Treffen mit den Vorsitzenden der anderen Reformgruppen; Pressekonferenz der Bischofskonferenz mit Kardinal Schönborn (und wir wieder mit Transparent)

 

  • 15. – 22. November 2015::Reformgruppen zum Konzilsjubiläum in Rom
    Katakombenpakt erinnern und erneuern! Das geheime "Vermächtnis" des 2. Vatikanischen Konzils "Council 50: A Church - Inspired by the Gospel - For the World" mitorganisiert von Wir sind Kirche: 50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil

 

  • 26. 11. 2015: Die Katholischen Aktion (KA) führt zur Zeit das Zukunftsforum 3000 zu den Themen Gesellschaft, Bildung, Umwelt, Arbeit und Familie durch. Auch „Wir sind Kirche“ beteiligt sich an dem Projekt. Matthias Jakubec nahm für „Wir sind Kirche“ am Expertenhearing zum Thema Bildung teil.

     

 

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