Innerkirchliche Reformansätze: (Frauen, Zölibat, wiederverheiratet Geschiedene, Moral ..)

Ein Drittel der US-Bischöfe befürworten die Ordinierung von geeigneten Frauen zu Diakoninnen und Priesterinnen: Das ist das Ergebnis einer am 23. Jänner veröffentlichten Umfrage des „Center for Applied Research in the Apostolate“ der Georgetown University in Washington. Allerdings sind nur 27 Prozent der Bischöfe der Ansicht, dass der Vatikan eine solche Weihe für Frauen erlauben wird. 79 Prozent der Befragten glauben, dass die US-Bischofskonferenz die Ordinierung von Frauen einführen würde, sollte der Vatikan eine solche Weihe erlauben. (JA v. 3. 2.)

 

Die römisch-katholische und die evangelische Kirche in Sachsen arbeiten künftig beim Religionsunterricht stärker zusammen. Der Grund: 72 Prozent der Bevölkerung gehören keiner Kirche an. 21 Prozent sind evangelisch, 4 Prozent römisch-katholisch. (JA v. 3. 2.)

 

Neun kirchlich engagierte Personen – darunter Theologinnen und Theologen – fordern am 3. Februar in einem offenen Brief an den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, Reformen ein: Eine Reform der kirchlichen Sexualmoral, die Weihe von Frauen und die Abschaffung des Pflichtzölibats: „Wir appellieren deshalb an unsere Bischöfe: Vertrauen Sie dem Glaubenssinn Ihrer Gläubigen und gewinnen Sie der Kirche Wahrhaftigkeit und Weite zurück, ohne die das Evangelium nicht atmen kann! Nehmen Sie Ihre geistliche Vollmacht für mutige Reformen in Anspruch. […] Bitte zögern Sie nicht!“ (Kirche In 03/2019)

 

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hält mittelfristig eine Abkehr vom Pflichtzölibat in Deutschland für denkbar. „Die Verpflichtung zur Ehelosigkeit als einzigem Weg wird dann möglicherweise der Vergangenheit angehören. […] Ich würde es begrüßen, wenn es unterschiedliche Zugangswege zum Priesteramt gibt“, sagte er der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Weltweit sei ein solcher Schritt „sicher nicht mehrheitsfähig. Allerdings wäre es möglich, diese Frage den nationalen Bischofskonferenzen zu überlassen“, erinnerte er an Papst Franziskus. Kohlgraf wies ferner darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen Zölibat und sexuellem Missbrauch auch unter Experten kontrovers diskutiert werde. Was die Deutsche Bischofskonferenz betreffe, sei allen bewusst, „dass wir als Kirche nicht so weitermachen können wie bisher“. So müsse man sich „von der Hybris verabschieden, ganz genau zu wissen, was in jeder Lebenssituation gut für den einzelnen Menschen ist“. (www.religion.orf.at u. kap v. 6. 2.; JA v. 17. 2.)

 

Vinzenz Wohlwend, Abt der Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau in Bregenz, hat sich für einen Dialog in der Kirche über das Frauenpriestertum und den Zölibat ausgesprochen. Die Kirche dürfe sich nicht mehr sträuben, Fragen zu stellen, die bisher an oberster Stelle nicht gerne gehört worden seien, sagte Wohlwend gegenüber der Wiener Zeitung. „Fragen zu den Themen Zölibat und Frauenpriestertum müssen heute wieder neu gestellt werden“, denn viele der Glaubensbotschafter der Kirche seien schon heute Frauen. „Ich sage nicht, dass das Frauenpriestertum die Lösung ist, um den Priestermangel zu beheben, aber damit könnte das Problem entschärft werden“, so der Abt, der auch Mitglied der Österreichischen Bischofskonferenz ist. (kap u. vn v. 9. 2.; JA v. 24. 2.)

 

Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hält die Frage einer Priesterweihe von Frauen für weiterhin offen. „Dies rigoros abzulehnen und lediglich mit der Tradition zu argumentieren, überzeugt nicht mehr“, sagte er im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur KNA. Momentan aber halte er die Möglichkeit, Frauen zu Priestern zu weihen, noch für unwahrscheinlich, da dies von zahlreichen Katholiken nicht mitgetragen und die Einheit der Kirche daran zerbrechen würde. „Andererseits aber wird dies kommen. […] Vor einiger Zeit hätte ich das so noch nicht denken können.“ Unter Berufung auf Papst Franziskus erklärte der Bischof, dass die Lehre der Kirche nicht zu bewahren wäre, ohne ihre Entwicklung zuzulassen. Im Laufe der zwei Jahrtausende habe sich vieles nicht nur in Kleinigkeiten verändert. „Könnte der Geist Gottes uns nicht auch heute zu neuen Erkenntnissen und Entscheidungen führen?“, fragte Feige. Der Magdeburger Bischof äußerte sich auch zum Zölibat. Der Zölibat sei „nicht göttlichen Rechts“. Darum seien verheiratete Priester „durchaus denkbar, und es gibt sie ja auch - nicht weniger würdig und sakramental - in den katholischen Ostkirchen“. Die Frage sei nur, wie darüber in der römisch-katholischen Weltkirche eine Entscheidung zustande komme. (kna u. vn v. 12. 2.; Kirche In 03/2019)

 

Zu einem „Kirchenstreik“ vom 11. bis 18. Mai rufen engagierte Frauen aus der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Münster auf. „Anlass ist das Grauen des Missbrauchs, das immer mehr sichtbar wird, und die andauernde Ausgrenzung von Frauen in der Kirche“, sagt Elisabeth Kötter von der Initiative „Maria 2.0“ aus der Heilig-Kreuz-Gemeinde im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“. Während des Kirchenstreiks sollen sich möglichst viele Frauen vor den Kirchentüren versammeln und keinen Dienst in den Gotteshäusern verrichten. Damit wolle man zeigen, wie Frauen das kirchliche Leben prägen. Die Gottesdienste sollen draußen stattfinden. „Wir sind noch in der Phase der Planungen“, sagt Andrea Voß-Frick vom Aktions-Kreis. „Frauen werden durch kirchliche Hierarchien und Strukturen draußen gehalten. Das wollen wir draußen spürbar machen.“ Eingeladen seien auch Männer, die sich solidarisieren wollen. „Der Aufruf richtet sich zudem an alle, die unter der Kirche leiden und ausgetreten sind“, ergänzt Kötter. Die Bewegung hat alle Pfarreien in Münster angeschrieben, sich am Streik zu beteiligen. Auf ihre Facebook-Seite und am Wochenende in der Gemeinde haben die Frauen zudem Unterschriften für einen Offenen Brief an Papst Franziskus gesammelt. „In den Gottesdiensten haben wir für unser Engagement tosenden Beifall bekommen“, ist Kötter beeindruckt. Der Brief soll dem Papst anlässlich des Sondergipfels in Rom zum Thema Missbrauch Ende Februar zugeleitet werden. In dem Schreiben klagt die Gruppe die „vielen Missbrauchsfälle und Verletzungen“ an und „deren Vertuschung und Verdunkelung durch Amtsträger“. Sie fordert einen umfassenden Neuanfang: Zugang von Frauen zu allen Ämtern, der Aufhebung des Pflichtzölibats und eine Ausrichtung der Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen. „Die Bezeichnung ‚Maria 2.0‘ haben wir bewusst gewählt“, so Kötter. „Maria hat das Bild der Frau über Jahrhunderte geprägt als schweigende, leidende und jungfräuliche Mutter. Wir wollen sie vom Sockel holen und einen Neuanfang machen“, sagt die Aktivistin. Inzwischen bekommt die Initiative über ihren Facebook-Account immer mehr Zulauf. (www.kfd-muenster.de u. www.kirche-und-leben.de u. viele Medien v. 12. 2.)

 

Papst Franziskus warnte bei einer Audienz für die Mitglieder der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, die zu ihrer Vollversammlung im Vatikan zusammengekommen sind, ausdrücklich davor, in der Liturgie „vergangenen Tendenzen nachzutrauern“. Im Jahr 1969 hatte Papst Paul VI. die Kongregation eingerichtet, um „der vom II. Vatikanischen Konzil gewollten Erneuerung eine Form zu geben“ und um die „bewusste, fromme und tätige“ Teilhabe des Gottesvolkes an der Liturgie zu fördern. Bei dieser Arbeit sei der Papst nicht allein, sondern vielmehr eng verbunden mit den einzelnen Bischofskonferenzen, „im Geist von Kooperation, Dialog und Synodalität. […] Der Heilige Stuhl ersetzt die Bischöfe nicht, sondern arbeitet mit ihnen zusammen, um der betenden Berufung der Weltkirche in ihrem Reichtum der verschiedenen Sprachen und Kulturen zu dienen,“ betonte Franziskus. Er erhoffe sich nun von den Beratungen der Kongregation eine konkrete Hilfestellung für die Gremien, die weltweit mit der liturgischen Bildung des Gottesvolkes betraut seien. (vn v. 14. 2.)

 

Zehn ehemalige Schweizer Priester, die ihr Amt aufgegeben haben – vier Pfarrer, sechs Ordensmänner, alle über 60 Jahre alt –, haben sich mit dem Bischof von Chur, Vitus Huonder, getroffen und legten ihm die Problematik ihres Amtsverzichts dar. „Wir wollten den Bischof – und über ihn den Vatikan – sensibilisieren für diese brennende Frage“, erklärte Kaspar Bachmann, einer von ihnen. „Bei den allermeisten von uns war die Beziehung zu einer Frau ausschlaggebend für die Aufgabe des Priesteramts.“ Alle hätten den Verlust ihres bisherigen Berufs bedauert. Deshalb hätten sie dem Bischof gegenüber den Wunsch geäußert, dass Priester mit Heiratsabsicht fortan in der Kirche weiterbeschäftigt werden sollten. Dies könne irgendeine Aufgabe im kirchlichen Dienst sein. Auch das Amt als Pfarrer käme infrage, wenn die bisherige Pfarrei dies ausdrücklich wünsche, so Bachmann. Umgekehrt sollten verheiratete Pfarreileiter die Möglichkeit haben, eine Priesterweihe zu erhalten. Die Idee der „viri probati“ werde seit Jahren in kirchlichen Kreisen diskutiert und verlange endlich nach einer Entscheidung. „Wir wollen den Bischof und über die Bischofskonferenz auch den Vatikan dazu bewegen, diese Fragen ernsthaft anzugehen“, erklärt Bachmann die Beweggründe für das Treffen. Bischof Huonder habe ihnen zugesichert, über ihre Anliegen die Schweizer Bischofskonferenz und auch seinen Nachfolger zu informieren. (www.kath.ch u. vn v. 16. 2.)

 

Papst Franziskus hat sämtliche Sanktionen gegen den nicaraguanischen Befreiungstheologen Ernesto Cardenal aufgehoben. Dies teilte die Nuntiatur in Managua mit. Der 94-jährige Priesterdichter Cardenal war zeitweilig Minister der einstigen Revolutionsregierung in Nicaragua. Nuntius Stanislaw Sommertag hat den Befreiungstheologen im Spital besucht und ihm mitgeteilt, Papst Franziskus habe sämtliche Sanktionen gegen ihn aufgehoben. Zugleich habe der Nuntius Cardenal angeboten, mit ihm gemeinsam die erste Messe seit fast 35 Jahren zu feiern. Laut Kirchenrecht ist Priestern die Übernahme politischer Ämter nicht gestattet. In den vergangenen Tagen hatte auch Managuas Weihbischof Silvio Baez den Kranken besucht und sich von ihm segnen lassen. (kna u. vn v. 18. 2.; JA v. 3. 3.)

 

Der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Trier, Stephan Ackermann, sieht „Machtmissbrauch“ als wesentlichen Grund für sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche an. Dies sei „der Knackpunkt“, wenn man nach „systemischen Ursachen“ frage, sagte er bei einem Podiumsgespräch in Frankfurt am Main in der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen. Bislang gebe es im System der römisch-katholischen Kirche „keine wirkliche Gewaltenteilung“, bedauerte er und forderte: „Macht muss kontrolliert und geteilt werden.“ Man dürfe auch nicht die Macht, die im Priesteramt verdichtet sei, „spirituell wegreden“, indem man zum Beispiel nur von „priesterlichem Dienst“ spricht. (kna u. vn v. 20. 2.)

 

Als Reaktion auf die Fälle sexuellen Missbrauchs will Hildesheims Bischof Heiner Wilmer Machtstrukturen in der römisch-katholischen Kirche verändern. „Wir müssen den Binnen-Zirkel der Kirche, das Männerbündische aufbrechen“, sagte er in Hannover in der Basilika Sankt Clemens. Angesprochen auf eine mögliche Aufhebung des Zölibats und eine Weihe von Priesterinnen sagte Wilmer: „Ich glaube, dass wir ernsthaft über die Wege der Zulassung zum Priestertum diskutieren müssen.“ Er werde sich persönlich dafür einsetzen. Allerdings gelte es zu berücksichtigen, dass es diesbezüglich in anderen Regionen der Weltkirche andere Auffassungen gebe. „Ein Zerfallen der Kirche wäre schade“. (kna u. vn v. 20. 2.)

 

Für den Zeitraum von 2019 bis 2021 hat sich das von Kurienkardinal Gianfranco Ravasi eingerichtete Gremium des Päpstlichen Kulturrates neu aufgestellt: Unter den 21 Frauen als Beraterinnen sind Unternehmerinnen, Botschafterinnen und Wissenschaftlerinnen. Mit dem Ziel, Frauen eine Stimme zu verleihen, hatte der Präsident des Päpstlichen Kulturats im Jahr 2015 das richtungsweisende Gremium ins Leben gerufen. Auch in den nächsten Jahren soll die Gruppe Entscheidungen und Initiativen des Kulturates aus „weiblicher Sicht“ beleuchten. Nichtgläubige sind ebenso vertreten wie Zugehörige anderer Religionen. Mit dabei ist auch eine muslimische Theologin: Die Iranerin Shahrazad Houshmand hat in Teheran Theologie studiert und als erste Muslima in Italien einen Abschluss in christlicher Fundamentaltheologie erlangt. Sie war zunächst an unterschiedlichen Universitäten als Dozentin für Islamstudien tätig. Heute lehrt sie an der römischen Universität La Sapienza persische Sprache und Literatur. (www.katholisch.de u. vn v. 23. 2.)

 

Der emeritierte Wiener Universitätsprofessor für Pastoraltheologie, Paul Michael Zulehner, urgiert neuerlich die Notwendigkeit, geeignete (auch verheiratete!) Personen („personae probatae“) zu Priestern oder Priesterinnen zu weihen. Er prophezeit mit guten Gründen: „Der verbreitete Normalfall wird sein, dass die gläubigen Gemeinschaften ‚erfahrene Personen‘ (personae probatae) wählen (!), sie berufsbegleitend ausbilden lassen […] und dem Bischof vorschlagen, sie für die Gemeinde in ein ‚Presbyterteam‘ zu ordinieren. […] Zugleich aber benötigt die Kirche speziell ausgebildete Priester […] um die Presbyterteams zu begleiten.“ (Die Furche vom 28. 2.)

 

In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Furche“ stellt der Priesterbegleiter und frühere Leiter des Recollectio-Hauses Münsterschwarzach, Wunibert Müller, einen Zusammenhang des Pflichtzölibats mit den Missbrauchsfällen in der römisch-katholischen Kirche her: „Man hat ja festgestellt, dass bei der Missbrauchskrise auch tiefere Ursachen gegeben sind. Das Eine wäre das Thema des Pflichtzölibats, der zwar nicht als Ursache gilt, jedoch ein Risikofaktor sein kann. Dann die negative Einstellung der Kirche zur Homosexualität. […Dies] hat dazu geführt, dass Sexualität im kirchlichen Kontext […] oft im dunklen Raum gelebt wird…“ (Die Furche v. 28. 2.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der Erzbischof von Rabat, der Spanier Cristóbal López Romero, zieht eine positive Bilanz der Papst-Visite. „Bis jetzt wurde viel von Koexistenz und Toleranz gesprochen, aber der König sagte im Beisein des Papstes, dass Toleranz eigentlich wenig sei. Das bedeutet, dass wir nun zur Freundschaft, zum gegenseitigen Kennenlernen, zur gegenseitigen Bereicherung und zur Zusammenarbeit übergehen können [...] Wir müssen dazu einen qualitativen Sprung im islamisch-christlichen Dialog machen. […] Das ist schon jetzt im Moment ein gemeinsamer Weg. Wir arbeiten für Bildung, für die öffentliche Gesundheit, für die Förderung von Frauen zusammen, Muslime und Christen, und das muss so bleiben. Aber Barmherzigkeit ist kein Selbstzweck: Sie ist der Weg, um als Brüder und Schwestern zu leben.“ Hinderlich auf dem gemeinsamen Weg sei der Verdacht von Muslimen, dass Christen „Proselytismus“ betreiben würden. Der Papst hat das Thema bei einem Treffen mit Priestern und Ordensleuten angesprochen. Erzbischof López erklärt, es gebe leider „Christen, die es nicht verstehen, dass die Kirche keinen Proselytismus betreiben will. […] Schon Benedikt XVI. sagte: Die Kirche wächst nicht durch Proselytismus, sondern durch Anziehungskraft, durch Zeugnis. Deshalb geht es uns als Kirche hier in Marokko gut: genau weil Proselytismus verboten ist. […] Ich glaube, dass Marokko eines Tages feststellen wird, dass die Christen, zumindest wir Katholiken, dieses Ziel des Proselytismus nicht haben“, stellt López fest. (vn v. 1. 4.)

     

  • Der Marseiller Erzbischof und Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Georges Pontier, hat zum Kampf gegen Hochmut und Machtstreben unter Priestern aufgerufen. „Papst Franziskus hat Klerikalismus in all seinen Formen als Ausdruck und Hauptursache von Störungen im Leben christlicher Gemeinschaften genannt", sagte er zu Beginn der Frühjahrsvollversammlung in Lourdes. Zu der Missbrauchsproblematik zitiert die Zeitung "La Croix" den Bischof von Grenoble, Guy de Kerimel: „Dem gesamten Episkopat ist bewusst, dass wir eine besonders schwere Krise durchmachen.“ Die Kirche werde nicht mehr wie vorher sein. Mehrere Bischöfe sprechen laut Angaben des Blattes von einem „Reinigungsprozess". (kathpress u. KNA u. vn v. 2. 4.)

     

  • Dass Jerusalem zum „Inbegriff des Friedens“ wird, wünschen sich die Patriarchen und Bischöfe der Heiligen Stadt in ihrer gemeinsamen Osterbotschaft. Der „multireligiöse und multikulturelle Status“ Jerusalems müsse erhalten werden, damit alle abrahamitischen Glaubensbekenntnisse die Stadt als Inbegriff des Friedens und der Ruhe erfahren können. Die Patriarchen und Bischöfe versprechen, „für einen gerechten und dauerhaften Frieden in Jerusalem und in der ganzen Welt“ zu beten, vor allem in Regionen, die von Gewalt und Angst gegen schuldlose Menschen und Gottesdienststätten geprägt sind. Dass die menschliche Würde respektiert und geehrt werden muss, zeige sich besonders an Ostern. Die Menschen seien nach Gottes Bild geschaffen und darum gleich an Würde. (vn v. 17. 4.)

     

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