Das Schweizer Dekanat der Region Bern kritisiert in einem offenen Brief den Nuntius, Erzbischof Thomas Edward Gullickson (USA)

Das Schweizer Dekanat der Region Bern kritisiert in einem offenen Brief den Nuntius, Erzbischof Thomas Edward Gullickson (USA), und seine „wenig diffenzierten Äusserungen“, die „bei vielen Gläubigen unnötige Aufregungen hervorrufen und sehr wenig positive Resonanz finden.“ Weiter heißt es in dem Brief: „Wir stehen zu unserem Bischof Felix [Gmür, P.W.]. Wir zweifeln auch nicht daran, dass er sein Amt in einem lebendigen Christusglauben wahrnimmt und schätzen es sehr, dass er klar festgehalten hat, dass er an der Regelung im Bistum Basel bezüglich des Predigtdienstes nichts ändern werde. […] Ohne das grosse Engagement von Laien könnte die katholische Kirche Region Bern und auch das ganze Bistum Basel seinen Auftrag schlicht nicht mehr wahrnehmen. [… Wir wünschen] Ihnen die nötige Feinfühligkeit, damit es Ihnen gelingt, die Realität unserer Kirche Schweiz in den nächsten Monaten besser wahrzunehmen und ihre Lebendigkeit nicht vorschnell abzuwerten.“ Unterzeichnet ist der offene Brief von Abbé Christian Schaller, Domherr und Co-Dekan von Bern im Namen des Dekanats Region Bern. (www.kathbern.ch vom 11. 2.; KircheIn 3/2016)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, sagte im Gespräch mit Radio Vatikan, dass die Kirche in Syrien alles dafür tun werde, um Frieden und Versöhnung zu fördern. Für die Christen in Syrien hat 2020 mit einer Friedensmesse begonnen. Die Kirche sei überall präsent, auch dort, wo die Sunniten bewusst alles zerstört hätten. „In Aleppo haben die Menschen die wahre Haltung der Kirche entdeckt und zwar jene der Nächstenliebe. Es geht um die Hilfe für die Armen, es geht um den Respekt gegenüber Menschen. Das ist der Dialog des Lebens. Das ist das Schöne hier, trotz des Krieges. Die Christen haben diese Berufung und zwar mit einer Dynamik der Einheit. […] Wir müssen diese Dynamik der Einheit schaffen, was viel Kraft, spiritueller Glaube und Hoffnung bedarf.“ (vn v. 3. 1.)

     

  • Der Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Münster, Clemens Leonhard, plädiert für einen kirchlichen Segen für homosexuelle Paare: In den derzeitigen Vorschriften für eine Trauung wird z. B. für ältere Leute der Hinweis auf Kinder weggelassen. Sonderregelungen im Segensgebet gibt es ebenso bei Trauungen mit Christen anderer Konfessionen oder Religionen oder sogar für Atheisten. Warum also nicht auch für Homosexuelle, wenn es nur eine Segnung ist, fragt Leonhard. Es geht ja in den Trauungstexten „um das Glück der konkreten Menschen“ und er zitiert: „Wo Mann und Frau in Liebe zueinander stehen und füreinander sorgen, einander verzeihen, einander ertragen, wird deine Treue sichtbar.“ Diesen Satz könnte man doch auf „zwei Frauen oder zwei Männern“ umschreiben. Dem Wunsch der Homosexuellen nach einer Segnung gehört „nicht aus Großzügigkeit, sondern aus Gerechtigkeit“ entsprochen. (Die Furche v. 2. 1.)

     

  • Beim Angelus-Gebet zum Hochfest Epiphanie (6. Jänner) hat Papst Franziskus den Gläubigen der katholischen und orthodoxen Ostkirchen gratuliert. „Für sie und ihre Gemeinden wünschen wir das Licht und den Frieden von Christus, dem Retter“, sagte er beim Mittagsgebet vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. Er lud die Anwesenden zu einem Applaus für die ostkirchlichen Getauften ein, die ihr Weihnachtsfest am 7. Januar feiern.  (vn v. 6. 1.)

     

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