Der pakistanische Katholik, Mediziner und Menschenrechtler Paul Bhatti fordert von der Regierung seines Landes die Wiedereinführung eines Ministeriums für ethnische und religiöse Minderheiten.

Am 2. März ist es fünf Jahre her, dass sein Bruder Shahbaz Bhatti, der erste Minderheitenminister in Pakistan, in Islamabad ermordet wurde. Der frühere Präsident Asif Ali Zardari (2008-2013) hatte das eigenständige „Ministerium für Nationale Harmonie“ eingerichtet und den Katholiken Shahbaz Bhatti ab November 2008 mit diesem Kabinettsposten betraut. Später wurde das Ressort dem Ministerium für religiöse Angelegenheiten angegliedert. Wie Paul Bhatti, bis März 2013 Sonderberater der Regierung für Fragen der „nationalen Harmonie“, Interview mit dem vatikanischen Pressedienst „fides“ sagte, will er Ministerpräsident Nawaz Sharif um die Wiedereinführung eines derartigen Kabinettsressorts bitten. Ein solcher Schritt könnte das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft fördern und das Image des Landes auf internationaler Ebene verbessern, so der Vorsitzende der von seinem Bruder gegründeten „All Pakistan Minorities Alliance“. Diese setze sich für die Abschaffung diskriminierender Passagen in der Verfassung und in entsprechenden Gesetzen ein. Bhatti hofft vor allem auf die Abschaffung des umstrittenen und oft missbrauchten Blasphemieparagrafen. Immer mehr Politiker und Parteien, darunter die Pakistanische Volkspartei (PPP), seien sich dieser Problematik bewusst. (www.de.radiovaticana.va u. fides u. kap vom 28. 2.)

 

 

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