Der Vorstand des US-Priestervereins „Association of U.S. Catholic Priests“ (ACPUS) appelliert an die Bischöfe, wegen der personellen Engpässe in der Seelsorge den Pflichtzölibat endlich aufzuheben.

Nach eigenen Angaben vertritt ACP in dieser Angelegenheit den Wunsch von ca. 1000 Priestern der USA, berichtet die Online-Ausgabe der Zeitschrift „National Catholic Reporter“ am 4. Februar. Derzeit seien in den USA 3500 Pfarren ohne eigenen Priester, die Anzahl der Priester ist von 58.000 (1978) auf derzeit 38.300 gesunken. In dem Schreiben wird auf die Äußerungen von Papst Franziskus erinnert, die der Vorarlberger brasilianische Bischof Erwin Kräutler in einem Interview der Tageszeitung „Die Presse“ vom 16. Mai 2014 bekannt gemacht hat: Der Papst habe die brasilianische Bischofskonferenz um „mutige und couragierte“ Lösungsvorschläge für die Seelsorge der Zukunft gebeten. Ein Vorschlag werde sein, „dass man Zölibat und Eucharistiefeier entkoppelt“, so Kräutler in dem Interview. (http://de.radivaticana.va vom 4. Feb. 2024; JA v. 15. 2.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Konkrete Maßnahmen gegen Hassreden, will das „Internationale Dialogzentrum König-Abdullah“ (KAICIID) in Wien setzen. Dafür werden knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt. Das gab der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaamar, in einer Aussendung bekannt. Unterstützt werden Projekte in Europa und dem Nahen Osten, in Myanmar, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik. Die Initiative ist auf einer KAICIID-Tagung zum Thema „The Power of Words“ in Wien ins Leben gerufen worden. An der Tagung haben mehr als 150 Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Religion, Politik, Kultur und Medien teilgenommen, darunter der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Miguel Ayuso Guixot. (kap u. vn v. 1. 11.)

     

  • Die Grundform des priesterlichen Dienstes in der römisch-katholischen Kirche wird die ehelose Lebensform bleiben, betonte Kardinal Christoph Schönborn in einem Fernsehinterview. Er habe sich trotzdem bei der Amazonien-Synode für die Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern in Ausnahmefällen ausgesprochen und für diesen Vorschlag im Schlussdokument votiert. (kap u. vn v. 4. 11.)

     

  • Es ist eine ökumenische Premiere in Österreich: Erstmals tagen die Mitglieder der römisch-katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz gemeinsam. Das Treffen findet ab 4. November im Wiener Erzbischöflichen Palais statt. Nach einem Austausch über Themen, die für beiden Kirchen relevant sind, wird um 18.30 Uhr eine gemeinsame Vesper in der griechisch-orthodoxen Kathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) gefeiert, zu der alle Gläubigen eingeladen sind. Der gemeinsame Teil der Tagung endet mit einem Empfang des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenois (Kardamakis), der auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich ist. Danach diskutierte der rein römisch-katholische Episkopat u. a. die Ergebnisse der Amazonien-Synode, an der Kardinal Schönborn teilgenommen hatte. (kap u. vn v. 3. 11.)

     

Artikelempfehlungen

Der Gesprächsprozess sei „keineswegs zufriedenstellend und zukunftsweisend“ gewesen, so bewertet „Wir sind Kirche“ die...
Dass Papst Franziskus die Zulassungsbedingungen zum Priesteramt radikal ändert, wenn die Bischöfe des Amazonas-Gebiets...
Seit einem Monat war er in Gefangenschaft. Der Nuntius in Damaskus, Erzbischof Mario Zenari, bestätigte am 16. August...