Bericht

Der erste und ein zweiter Blick

Rund um Konklave und Papstwahl war immer wieder von der wachsenden, vitalen Kirche außerhalb Europas die Rede. Und auch davon, dass demgegenüber die Kirche in der "Alten Welt" müde, im Schrumpfen begriffen und ohne viel Zukunft sei. Da sei eben auch der Glaube schwach und im Schwinden, - wie auch Umfragen belegen würden. Auf den ersten Blick scheint das auch zuzutreffen. Und dieser erste Blick prägt offensichtlich die Einschätzung vieler: vom Vatikan über die Bischofskonferenzen bis hinaus in die Gemeinden.

© Helmut Schüller

"Offene Kirche" in Oberschützen

Franz Grillparzer beschrieb schon 1852 nach einem Besuch während eines Kuraufenthaltes im südlichen Burgenland Oberschützen als einen „merkwürdigen Punkt auf der himmlischen Erde“. Und ich denke, so ist es bis heute geblieben. Aus der von dem evangelischen Pfarrer Gottlieb August Wimmer im Jahr 1845 gegründeten Schulanstalt wurden in dem heute von etwa 1000 Einwohnern bewohnten Ort zwei Gymnasien: das Bundesgymnasium und das evangelische Wimmergymnasium mit mehr als 1000 Schülern. Oberschützen ist zudem der einzige Ort des Burgenlandes mit der Möglichkeit einer universitären Ausbildung.

Kirche in Oberschützen; © privat

Sr. Nathalie Becquart XMCJ in Innsbruck

Die Unterstaatssekretärin im Generalsekretariat der Synode, Sr. Nathalie Becquart XMCJ aus Rom, war auf Einladung der Theologischen Fakultät Innsbruck zu Gast im Doktoratskolleg “Catholic Theology in a Globalised World”. Sie sprach zum Thema: „Becoming a synodal Church as pilgrims of hope“.
Sie können diesen Vortrag nachhören unter diesem Link: Videos – Universität Innsbruck

Hier in Innsbruck war Nathalie Becquart im April zu Gast und sprach über Synodalität in der Kirche; © privat

Mutig, stark, beherzt - Kirchentag im Rückblick

„Mutig, stark, beherzt“. Das Mottolied des 39. Deutschen Evangelischen Kirchentags klingt mir noch in den Ohren, als Hannover längst weit hinter mir liegt. Mittlerweile kann ich es auswendig, so oft wie ich es in den vergangenen Tagen gesungen oder gehört habe. Als musikalische Unterbrechung während der Bibelarbeit oder einem Podiumsgespräch, bei den Gottesdiensten und Andachten, und manchmal einfach auf der Straße, wenn sich Spontan-Chöre gebildet und miteinander gesungen haben.

Großer Andrang am Stand von Wir sind Kirche beim Gespräch mit Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm; © Weisner

Über die Hölle rede ich jetzt nicht

In den 1970er Jahren organisierte der Tiroler Familienverband eine Ferienaktion für Heimkinder, und auch unsere Nachbarn nahmen ein Kind in den Ferien auf, die zehnjährige Angelika. So lernte sie ein normales, gewaltfreies Familienleben kennen und verständlicherweise war der Abschied, wenn sie also wieder zurück musste ins Heim, immer tränenreich. So auch nach den Osterferien 1973: die kleine Tochter des Hauses, Jacqueline, und Angelika saßen weinend auf der Terrasse. Die Mutter Jacquelines war damals mit ihrem dritten Kind hochschwanger.

Heim der Benediktinerinnen in Scharnitz

30 Jahre KirchenVolksBegehren und Wir sind Kirche

Vor 30 Jahren, am Karfreitag, 14. April 1995, startete das "Kirchenvolks-Begehren". Fünf Forderungen zur Erneuerung der römisch-katholischen Kirche stellte das in Österreich entstanden Kirchenvolks-Begehren, aus dem später die Plattform "Wir sind Kirche" entstand. Anlass waren Vorwürfe bezüglich sexualisierter Gewalt gegen den Wiener Erzbischof Kardinal Hans Hermann Groër. Die Affäre Groër, die Österreichs katholische Kirche in ihre größte Krise stürzte, war der weltweit erste Missbrauchsskandal an der Spitze einer Ortskirche.

Lieben und arbeiten - Klausur in Puchberg

Treffen des Leitungsteams von KIRCHENREFORM.AT im Bildungshaus Schloss Puchberg am 7./8. Februar 2025

Das Schlagwort von „work-life-balance“ irritiert mich immer. Arbeiten und Leben in gesunder Balance? Als wäre unsere Arbeit nicht Teil unseres Lebens! Kann man arbeiten ohne zu leben? Leben ohne zu arbeiten? Freud sagt deutlicher, was man können sollte im Leben: lieben und arbeiten.

Stellungnahme zu Sexuellem Missbrauch in der Diözese Bozen-Brixen

Betroffenenrat und Anerkennungszahlungen nötig – Orden in Aufarbeitung einbeziehen

Konsequente Umsetzung der Empfehlungen des Münchner Gutachtens erforderlich

Das Gutachten zu sexuellem Missbrauch an Minderjährigen durch Kleriker in der Diözese, stellt einen notwendigen und wertvollen Schritt dar. Bischof Ivo Muser hat damit ein wichtiges Zeichen gesetzt. Eine konsequente Umsetzung der darin vorgelegten Empfehlungen ist meiner Meinung nach dringend erforderlich.