Angesichts des Priestermangels und der dadurch schwierigeren pastoralen Versorgung der Pfarrgemeinden will die Diözese Linz die Laien in ihrer Verantwortung für die Pfarren stärken:

In vier Broschüren, die am 24. März in Linz im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert wurden, werden verschiedene praxiserprobte Leitungsmodelle von Pfarren und Dekanatsprozesse dargestellt, in denen auf die "geänderten Herausforderungen der heutigen Zeit" eingegangen wird, wie Generalvikar Severin Lederhilger bei der Präsentation laut einer Aussendung der Diözese Linz betonte. Die Pfarren bräuchten heute vor allem Klarheit, Mut, Offenheit und die Bereitschaft zum Teilen, verwies Lederhilger auf die gleichlautenden Titel der Broschüren. Man wolle einen Perspektivenwechsel, damit bei der Seelsorge "nicht mehr nur vom Priester her, sondern auch von den Ehrenamtlichen" her gedacht werde, so der Generalvikar: "Die Menschen müssen entdecken, dass sie selbst Kirche sind." Die Diözese sehe es als ihre Aufgabe, dafür Strukturen zu schaffen, und setze dabei "auf eine Vielfalt von Modellen, Strukturen und Ermutigungen". (Kathweb/KAP v. 25. 3.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, sagte im Gespräch mit Radio Vatikan, dass die Kirche in Syrien alles dafür tun werde, um Frieden und Versöhnung zu fördern. Für die Christen in Syrien hat 2020 mit einer Friedensmesse begonnen. Die Kirche sei überall präsent, auch dort, wo die Sunniten bewusst alles zerstört hätten. „In Aleppo haben die Menschen die wahre Haltung der Kirche entdeckt und zwar jene der Nächstenliebe. Es geht um die Hilfe für die Armen, es geht um den Respekt gegenüber Menschen. Das ist der Dialog des Lebens. Das ist das Schöne hier, trotz des Krieges. Die Christen haben diese Berufung und zwar mit einer Dynamik der Einheit. […] Wir müssen diese Dynamik der Einheit schaffen, was viel Kraft, spiritueller Glaube und Hoffnung bedarf.“ (vn v. 3. 1.)

     

  • Der Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Münster, Clemens Leonhard, plädiert für einen kirchlichen Segen für homosexuelle Paare: In den derzeitigen Vorschriften für eine Trauung wird z. B. für ältere Leute der Hinweis auf Kinder weggelassen. Sonderregelungen im Segensgebet gibt es ebenso bei Trauungen mit Christen anderer Konfessionen oder Religionen oder sogar für Atheisten. Warum also nicht auch für Homosexuelle, wenn es nur eine Segnung ist, fragt Leonhard. Es geht ja in den Trauungstexten „um das Glück der konkreten Menschen“ und er zitiert: „Wo Mann und Frau in Liebe zueinander stehen und füreinander sorgen, einander verzeihen, einander ertragen, wird deine Treue sichtbar.“ Diesen Satz könnte man doch auf „zwei Frauen oder zwei Männern“ umschreiben. Dem Wunsch der Homosexuellen nach einer Segnung gehört „nicht aus Großzügigkeit, sondern aus Gerechtigkeit“ entsprochen. (Die Furche v. 2. 1.)

     

  • Beim Angelus-Gebet zum Hochfest Epiphanie (6. Jänner) hat Papst Franziskus den Gläubigen der katholischen und orthodoxen Ostkirchen gratuliert. „Für sie und ihre Gemeinden wünschen wir das Licht und den Frieden von Christus, dem Retter“, sagte er beim Mittagsgebet vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. Er lud die Anwesenden zu einem Applaus für die ostkirchlichen Getauften ein, die ihr Weihnachtsfest am 7. Januar feiern.  (vn v. 6. 1.)

     

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