Der künftige Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl will in seinem neuen Amt eine wichtige Erkenntnis aus einem Managementseminar umsetzen, nämlich: "Führung heißt heute Vertrauen".

Als Gast des "Verbandes katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs " gab Krautwaschl am 1. Juni Auskunft über den von ihm bevorzugten kollegialen Führungsstil. Das drückt sich auch bei der Besetzung des künftigen Generalvikars, des zweitwichtigsten Amtes in einer Diözese, aus: Krautwaschl wandte sich mit rund 100 brieflichen Anfragen an alle möglichen Vertreter der steirischen Kirche vom Diözesanrat über die Dechanten und Ordensvertreter bis zu den Pastoralassistenten, um Vorschläge für am besten geeignete Personen einzuholen. Im Gespräch mit den Medienvertretern im "Club Stephansplatz 4" ließ der designierte Bischof durchblicken, dass er in seiner Diözese auch Laien große Verantwortung übertragen wird. so müssten etwa im bischöflichen Ordinariat laut Kirchenrecht nur der Bischof, der Generalvikar und der Gerichtsvikar Kleriker sein, erläuterte Krautwaschl. Als noch uneingelöst von den Reformansätzen des Zweiten Vatikanischen Konzils betrachtet Krautwaschl die sich aus Taufe und Firmung ergebende Mitverantwortung mündiger Laien. (Kathweb/KAP v. 2. 6.)

 

 

Artikelempfehlungen

Es ist eine ökumenische Premiere in Österreich: Erstmals tagen die Mitglieder der römisch-katholischen sowie der...
In einem Gottesdienst für 15.000 Opfer des organisierten Verbrechens forderte er „auf Knien“ die Mafiosi auf, sich zu „...