Am 12. Juni wurde in Abu Dhabi die zweite römisch-katholische Kirche eingeweiht.

Sie ist dem Apostel Paulus geweiht und steht rund 5000 Gläubigen zur Verfügung. Der apostolische Vikar für Südarabien, Bischof Paul Hinder OFM, begrüßte die „Stabilität und den Frieden, den wir in diesem Land genießen.“ An der Eröffnung der Einweihungsfeiern nahm auch der Abu-Dhabische Kulturminister Nahyan bin Mubarak teil und betonte in seiner Ansprache, dass die neue Kirche ein Zeichen der „religiösen Toleranz“ in Abu Dhabi sei. In seiner Predigt zum Eröffnungsgottesdienst bedankte sich der vatikanische Kardinalstaatssekretär und „Außenminister“ des Vatikan, Kurienkardinal Pietro Parolin, für das „Wohlwollen der früheren und heutigen Regierungen und ihre Großzügigkeit bei der Bereitstellung der Grundstücke, auf denen die neuen Kirchen gebaut werden“ konnten. Die Bauerlaubnis sei „ein konkretes Zeichen der Gastfreundschaft der Emirate gegenüber den Christen“. (CSI-Zeitschrift 6/2015; JA v. 14. 6.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Konkrete Maßnahmen gegen Hassreden, will das „Internationale Dialogzentrum König-Abdullah“ (KAICIID) in Wien setzen. Dafür werden knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt. Das gab der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaamar, in einer Aussendung bekannt. Unterstützt werden Projekte in Europa und dem Nahen Osten, in Myanmar, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik. Die Initiative ist auf einer KAICIID-Tagung zum Thema „The Power of Words“ in Wien ins Leben gerufen worden. An der Tagung haben mehr als 150 Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Religion, Politik, Kultur und Medien teilgenommen, darunter der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Miguel Ayuso Guixot. (kap u. vn v. 1. 11.)

     

  • Die Grundform des priesterlichen Dienstes in der römisch-katholischen Kirche wird die ehelose Lebensform bleiben, betonte Kardinal Christoph Schönborn in einem Fernsehinterview. Er habe sich trotzdem bei der Amazonien-Synode für die Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern in Ausnahmefällen ausgesprochen und für diesen Vorschlag im Schlussdokument votiert. (kap u. vn v. 4. 11.)

     

  • Es ist eine ökumenische Premiere in Österreich: Erstmals tagen die Mitglieder der römisch-katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz gemeinsam. Das Treffen findet ab 4. November im Wiener Erzbischöflichen Palais statt. Nach einem Austausch über Themen, die für beiden Kirchen relevant sind, wird um 18.30 Uhr eine gemeinsame Vesper in der griechisch-orthodoxen Kathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) gefeiert, zu der alle Gläubigen eingeladen sind. Der gemeinsame Teil der Tagung endet mit einem Empfang des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenois (Kardamakis), der auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich ist. Danach diskutierte der rein römisch-katholische Episkopat u. a. die Ergebnisse der Amazonien-Synode, an der Kardinal Schönborn teilgenommen hatte. (kap u. vn v. 3. 11.)

     

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