Der eher fundamentalistische hinduistische Premierminister Indiens besucht überraschend eine Feier zur Heiligsprechung des römisch-katholischen Priesters Kuriakose Elias Chavara (gest. 1871) und der Ordensfrau Euphrasia Eluvathingal (gest. 1952).

Nach monatelangem Schweigen zu den Angriffen fanatischer Hindus auf christliche Gemeinden und Kirchen fand Premier Narendra Modi am 17. Februar anlässlich dieser Feier klare Worte des Lobes: Er bezeichnete die ca. 1.200 anwesenden ChristInnen – darunter das Oberhaupt der mit Rom unierten syro-malabarischen Kirche, Kardinal George Alencherry – mehrmals als „Freunde“ und versprach Gleichbehandlung aller Religionen. Spätestens seit Mahatma Ghandi – und auch nach Buddha – müsse dieser Respekt „in der DNA eines jeden Inders sein“. Er würdigte die beiden neuen Heiligen als eine „Inspiration …  für alle Menschen. Sie sind leuchtende Beispiele der Gottesverehrung durch einen selbstlosen Dienst am Fortschritt der Menschheit“. Die indische Regierung versuche, der Ausschreitungen gegen Kirchen und gegen Christen durch eine neue Behörde Herr zu werden: Die örtlichen polizeilichen Behörden müssen einen Verbindungsoffizier extra dafür freistellen, um als Ansprechpartner für Sicherheitsfragen zur Verfügung zu stehen. Der Polizeichef von New Delhi gab die Weisung heraus, in Hinkunft alle religiösen Einrichtungen besser zu bewachen. (JA v. 1.3.)

 

 

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