Der Münchner Dogmatiker Bertram Stubenrauch tritt neuerlich für die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten unter bestimmten Bedingungen ein.

Dabei kritisierte er die Stellungnahme des Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, als nicht überzeugend. Die kirchliche Ehelehre sei „nicht vom Himmel gefallen“. Die Kirche müsse sich – um des Evangeliums willen – auf die geänderten  menschlichen Bedürfnisse einstellen: „auch jetzt“. Den Wiederverheirateten, die „ausdrücklich die Nähe Gottes suchen“, müsse der Weg zum Busssakrament geöffnet werden. „Wenn aber Schuld bewältigt und vergeben ist, darf auch eine neue Beziehung kein Grund sein, Christen ins Abseits zu stellen“. Sakramente sollten „gerade in schwierigen Situationen helfen, Gott zu suchen und zu finden“, so der Münchner Dogmatiker. (Kathweb/KAP v. 9. 5.)

 

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