Ein „Diözesanforum“ der Diözese Linz berät Herausforderungen für die Kirche und präsentiert Kandidaten als zukünftigen Bischof der Diözese.

165 Delegierte diskutierten nicht nur die notwendigen pastoralen Richtlinien der Diözese, sondern erarbeiteten auch ein Profil für den kommenden Bischof von Linz. Bischof Ludwig Schwarz erreicht im kommenden Jahr die 75-Jahr-Grenze, nach der er seinen Rücktritt anbieten muss. Folgende Herausforderungen für den neuen Bischof wurden formuliert: "Liebe zu den Menschen in ihren konkreten Lebensbedingungen und Lebensverhältnissen", "engagierter Einsatz für die Schwächeren in der Gesellschaft", die "Option für die Jugend", aber auch ein "einfacher Lebensstil" und eine "geerdete Spiritualität". Der künftige Bischof sollte auch eine "mutige Stimme in der Gesellschaft" sein. Im Rahmen der abschließenden Liturgie wurde ein vertraulicher Dreiervorschlag ermittelt. Dieser soll zusammen mit den "Herausforderungen an das Bischofsamt" sowohl an Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen und den amtierenden Diözesanbischof Ludwig Schwarz als auch an die Vorsitzenden der Dechantenkonferenz, des Priesterrats und des Pastoralrats übermittelt werden. (Kathweb/KAP v. 23. 11.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Konkrete Maßnahmen gegen Hassreden, will das „Internationale Dialogzentrum König-Abdullah“ (KAICIID) in Wien setzen. Dafür werden knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt. Das gab der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaamar, in einer Aussendung bekannt. Unterstützt werden Projekte in Europa und dem Nahen Osten, in Myanmar, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik. Die Initiative ist auf einer KAICIID-Tagung zum Thema „The Power of Words“ in Wien ins Leben gerufen worden. An der Tagung haben mehr als 150 Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Religion, Politik, Kultur und Medien teilgenommen, darunter der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Miguel Ayuso Guixot. (kap u. vn v. 1. 11.)

     

  • Die Grundform des priesterlichen Dienstes in der römisch-katholischen Kirche wird die ehelose Lebensform bleiben, betonte Kardinal Christoph Schönborn in einem Fernsehinterview. Er habe sich trotzdem bei der Amazonien-Synode für die Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern in Ausnahmefällen ausgesprochen und für diesen Vorschlag im Schlussdokument votiert. (kap u. vn v. 4. 11.)

     

  • Es ist eine ökumenische Premiere in Österreich: Erstmals tagen die Mitglieder der römisch-katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz gemeinsam. Das Treffen findet ab 4. November im Wiener Erzbischöflichen Palais statt. Nach einem Austausch über Themen, die für beiden Kirchen relevant sind, wird um 18.30 Uhr eine gemeinsame Vesper in der griechisch-orthodoxen Kathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) gefeiert, zu der alle Gläubigen eingeladen sind. Der gemeinsame Teil der Tagung endet mit einem Empfang des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenois (Kardamakis), der auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich ist. Danach diskutierte der rein römisch-katholische Episkopat u. a. die Ergebnisse der Amazonien-Synode, an der Kardinal Schönborn teilgenommen hatte. (kap u. vn v. 3. 11.)

     

Artikelempfehlungen

Die Unterredung dauerte fast eine Stunde. Eingefädelt hat das Treffen der Prager Alterzbischof Miroslav Vlk hinter dem...
Mit Blick auf das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts betonte er in einem Interview mit der Katholischen...