In Karlovac und in Wien gab es zwei ökumenische Akzente mit der serbisch-orthodoxen Kirche:

In Wien bedankte sich der serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej bei Kardinal Christoph Schönborn in einer kleinen Feier für die Übergabe der Kirche in Neulerchenfeld. Er rief dabei beide christlichen Kirchen zur Zusammenarbeit und Versöhnung auf. In Karlovac waren zahlreichen Vertreter beider Kirchen zugegen, als die neuerbaute Kathedrale wieder eingeweiht wurde. Sie war während des Krieges 1991 fast völlig zerstört worden. Patriarch Irinej betonte, es gebe in beiden Kirchen wesentlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Er begrüßte die Anwesenheit von kroatischen Vertretern der römisch-katholischen Kirche als einen weiteren Schritt in die richtige ökumenische Richtung. Kathweb/KAP v. 12.8.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Konkrete Maßnahmen gegen Hassreden, will das „Internationale Dialogzentrum König-Abdullah“ (KAICIID) in Wien setzen. Dafür werden knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Verfügung gestellt. Das gab der Generalsekretär des KAICIID, Faisal Bin Muaamar, in einer Aussendung bekannt. Unterstützt werden Projekte in Europa und dem Nahen Osten, in Myanmar, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik. Die Initiative ist auf einer KAICIID-Tagung zum Thema „The Power of Words“ in Wien ins Leben gerufen worden. An der Tagung haben mehr als 150 Führungspersönlichkeiten aus den Bereichen Religion, Politik, Kultur und Medien teilgenommen, darunter der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Miguel Ayuso Guixot. (kap u. vn v. 1. 11.)

     

  • Die Grundform des priesterlichen Dienstes in der römisch-katholischen Kirche wird die ehelose Lebensform bleiben, betonte Kardinal Christoph Schönborn in einem Fernsehinterview. Er habe sich trotzdem bei der Amazonien-Synode für die Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern in Ausnahmefällen ausgesprochen und für diesen Vorschlag im Schlussdokument votiert. (kap u. vn v. 4. 11.)

     

  • Es ist eine ökumenische Premiere in Österreich: Erstmals tagen die Mitglieder der römisch-katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz gemeinsam. Das Treffen findet ab 4. November im Wiener Erzbischöflichen Palais statt. Nach einem Austausch über Themen, die für beiden Kirchen relevant sind, wird um 18.30 Uhr eine gemeinsame Vesper in der griechisch-orthodoxen Kathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) gefeiert, zu der alle Gläubigen eingeladen sind. Der gemeinsame Teil der Tagung endet mit einem Empfang des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenois (Kardamakis), der auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich ist. Danach diskutierte der rein römisch-katholische Episkopat u. a. die Ergebnisse der Amazonien-Synode, an der Kardinal Schönborn teilgenommen hatte. (kap u. vn v. 3. 11.)

     

Artikelempfehlungen

Der Gesprächsprozess sei „keineswegs zufriedenstellend und zukunftsweisend“ gewesen, so bewertet „Wir sind Kirche“ die...
Dass Papst Franziskus die Zulassungsbedingungen zum Priesteramt radikal ändert, wenn die Bischöfe des Amazonas-Gebiets...
Mit 17 Jahren trat Fathi vom Islam zu Christentum über. Nach dem Vorwurf der Mission unter Mulims nahm man ihn fest und...