Presseaussendung zur Situation in der Diözese St. Pölten
Innsbruck, Arbesbach, 2020 03 27

Dasselbe in Schwarz

Wir sind Kirche-Österreich bedauert die Entwicklungen in der Diözese St. Pölten zutiefst. „Bischof Schwarz hat sich offensichtlich noch nicht vom monarchischen Denken des vatikanischen Machtapparates verabschiedet, obwohl Papst Franziskus nicht müde wird, Synodalität zu propagieren“, sagt die Vorsitzende Martha Heizer.

 

Synodalität beinhaltet gemeinsame Entscheidungsfindungen, Transparenz und Kollegialität. Nichts davon ist zu bemerken bei der Vorgangsweise von Bischof Schwarz und seinen Beratern und Beraterinnen, die eine Neuorganisation der diözesanen Strukturen planen. Im Gegenteil: diözesane Angestellte wurden nicht entsprechend informiert über die Methoden und Pläne der BeraterInnen, personelle Veränderungen wurden vorgenommen, ohne mit den Betroffenen darüber zu reden. Veränderungen wurden in Gang gesetzt von Leuten, die mit den innerkirchlichen Strukturen der Diözese keineswegs ausreichend vertraut waren.

Wolfgang Tscherne, Diözesansprecher von Wir sind Kirche für die Diözese St. Pölten, meint dazu: „Bischof Schwarz hat schon einmal eine Diözese in ärgste Turbulenzen gebracht. Nun wiederholt sich das. Die ‚Kirchenfürsten‘ müssen endlich lernen, dass Menschen ihr Verhalten nicht einfach dadurch ändern, dass sie versetzt werden.“

 

Für die Plattform „Wir sind Kirche“-Österreich:

Dr. Martha Heizer, martha@heizer.at, 0650 4168500

Dr. Wolfgang Tscherne, w.tscherne@waldviertelblick.at, 0664 4221220

 

 

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